Aktuelle Projekte und Neuigkeiten

22.05.2026

Gelbbindige Furchenbiene im Naturschaugarten

Im Naturschaugarten lässt sich aktuell ein spannendes Naturschauspiel beobachten:

 

Die geblbindige Furchenbiene beim Ausbau ihres Nistplatzes. Sie transportiert Lehm aus dem Gang heraus, um ihre Brutröhre vorzubereiten.

 

Lehmwände bieten dafür ideale Bedingungen und sind ein wichtiger Lebensraum für viele weitere Insektenarten.

Fotos: Dr. Erhard Nerger / Text: Sarah Marien


22.05.2026

Neuer Hochentaster

Die Projektgruppe Naturschutz hat einen neuen akkubetriebenen Hochentaster beschafft. Dafür konnte eine Förderung von der Emsländischen Naturschutzstiftung in Anspruch genommen werden. Die ehrenamtlichen Naturschützer werden dieses Werkzeug in Zukunft bei der Pflege von Kopfweiden, aber auch bei der Biotoppflege in Moor- und Heidegebieten einsetzen. 

 

Der NABU-Emsland-Mitte e.V. bedankt sich für die Unterstützung durch die Emsländische Naturschutzstiftung. 

 

Foto / Text: Carsten Marien

08.05.2026

Kleine Hände, große Wirkung – Fortbildungsreihe zur Bildung für nachhaltige Entwicklung erfolgreich abgeschlossen

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 27/26 | 28. APRIL 2026

 

Lingen/Emsland-Grafschaft Bentheim - Unter dem Motto „Nachhaltigkeit zum Anfassen“ ist die Fortbildungsreihe „Kleine Hände, große Wirkung – BNE für Kids“ erfolgreich zu Ende gegangen. Das Projekt wurde vom NABU Emsland/Grafschaft Bentheim in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Emsland/Ostfriesland umgesetzt und lief von August 2025 bis April 2026.

 

Insgesamt elf Teilnehmende – vor allem pädagogische Fachkräfte sowie Interessierte – setzten sich über einen Zeitraum von sieben Monaten intensiv mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auseinander. Ziel der Fortbildung war es, Wege aufzuzeigen, wie Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln kindgerecht und praxisnah vermittelt werden können.

 

Die Fortbildungsreihe umfasste sieben praxisorientierte Module mit rund 50 Unterrichtsstunden. Den Auftakt gestaltete die Initiative „Kinder forschen“ mit einer Einführung in die Grundlagen der BNE. Im weiteren Verlauf vermittelten verschiedene Expertinnen und Partnerorganisationen vielfältige Inhalte: Anne Risse vom NABU Emsland Süd gab Einblicke in die Umweltbildung, während Waldpädagogin Cornelia Kösters praxisnahe Ansätze zur naturnahen Gestaltung von Schul- und Kitageländen vorstellte.

 

Die Berufsschullehrerinnen Simone Langer und Petra Düring zeigten, wie Materialien zum Thema Klimawandel gewinnbringend im Unterricht eingesetzt werden können. Aspekte des nachhaltigen Konsums vermittelte Sandra Reichenberger in Zusammenarbeit mit der Lingen Unverpackt eG. Kreative Zugänge mit Naturmaterialien brachte Julie Kopp von der Kunstwerkstatt Lingen ein.

 

Ein besonderes Highlight bildete der Praxisteil im Emsland Moormuseum, bei dem die Teilnehmenden ein konkretes BNE-Konzept kennenlernen und direkt anwenden konnten. 

 

Zum Abschluss der Fortbildungsreihe entwickelten die Teilnehmenden eigene Projekte im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung und präsentierten diese innerhalb der Gruppe. Für ihr Engagement erhielten sie ein anerkanntes Zertifikat der Katholischen Erwachsenenbildung.

 

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Reihe wurde ein weiterer wichtiger Beitrag zur Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Region geleistet – ganz im Sinne des Mottos: Kleine Hände können Großes bewirken.

Fotos: Anne Risse

08.05.2026

Kinder laufen für die Natur: Spendenlauf mit beeindruckendem Ergebnis

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 24/26 | 14. APRIL 2026

 

Die Kinder der Kita St. Ansgar in Twist erlaufen 2786€ für den NABU Emsland-Mitte

 

Twist: Großer Erfolg für den guten Zweck: Beim Spendenlauf der Katholischen Kindertagesstätte St. Ansgar in Twist haben die Kinder 2.786 € für den Naturschutz gesammelt.

 

Die Spendensumme wurde nun offiziell an den NABU Emsland-Mitte mit einem symbolischen Scheck überreicht.

 

Mit viel Einsatz, Ausdauer und Begeisterung liefen die Kinder zahlreiche Runden und wurden von Unterstützerinnen und Unterstützern aus ihrem Umfeld gesponsert. So kam die beachtliche Summe zusammen, die nun dem regionalen Naturschutz zugutekommt.

 

Sabine Jansen und Andreas Rakers vom NABU Emsland-Mitte nahmen den Scheck dankbar entgegen. Kita-Leiterin Ramona Aveskamp zeigte sich ebenso erfreut über das Engagement der Kinder wie Organisatorin Maria Arens-Liedtke, die den Spendenlauf maßgeblich mitgestaltet hatte.

von links: Maria Arens-Liedtke, Andreas Rakers, Sabine Jansen, Ramona Aveskamp - Foto: Kita St. Ansgar
von links: Maria Arens-Liedtke, Andreas Rakers, Sabine Jansen, Ramona Aveskamp - Foto: Kita St. Ansgar

01.04.2026

Vögel in der Stadt

Am Samstag 28.03.2026 fand unter der Leitung von Manfred Schild eine Exkursion durch einen Teil des Meppener Stadtgebietes statt. Der Fokos lag auf der Vogelfauna im städtischen Siedlungsbereich. Unter anderem konnten Saatkrähen beobachtet werden. Diese Vogelart hat sich vor einigen Jahren in Meppen als Brutvogel angesiedelt. Mittlerweile gibt es dort ca. 400 Brutpaare. Im Rahmen der Exkursion konnten 20 unterschiedliche Vogelarten gesichtet werden. Dies waren im Einzelnen:

Saatkrähe, Kernbeißer, Ringeltaube, Grünfink, Nilgans, Mäusebussard, Elster, Rotkehlchen, 

Wanderfalke, Stockente, Austernfischer, Kormoran, Buchfink, Teichhuhn, Lachmöwe, Amsel, Eisvogel, Blaumeise, Dohle, Haubentaucher.

Fotos / Text: Carsten Marien


01.04.2026

Ehrenamtliche Helfer für den NABU-Naturschaugarten in Meppen gesucht

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 20/26 | 01. APRIL 2026

 

 

Naturschutz/Garten

 

 

Wer Freude an Natur, Gartenarbeit und Naturschutz hat, ist herzlich eingeladen mitzumachen

 

Meppen - Für unseren öffentlichen NABU-Naturschaugarten in Meppen, Landwehr, suchen wir engagierte Menschen, die Freude an Natur, Pflanzen und gemeinschaftlicher Gartenarbeit haben.

 

Unser Ziel ist es, einen naturnahen Garten zu pflegen und weiterzuentwickeln – als grünen Treffpunkt für die Gemeinschaft und als Lebensraum für Insekten, Vögel und viele andere Tiere.

 

Wobei wir Unterstützung suchen:

• Pflege von Pflanzen und Beeten

• Gartenarbeit und kleine Gestaltungsprojekte

• Mithilfe bei Pflanzaktionen und Naturpflege

• Ideen für einen naturnahen Bürgergarten

 

 Jede Hilfe ist willkommen – egal ob regelmäßig oder gelegentlich. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wichtig ist nur die Freude an Natur und Gemeinschaft.

 

Gemeinsam schaffen wir einen Ort der Erholung, Natur und Begegnung für alle Bürger.

Fotos : Nabu


20.03.2026

Jahreshauptversammlung

Der NABU-Emsland-Mitte e.V. hat am Dienstag 17.03.2026 seine Jahreshauptversammlung in den Räumlichkeiten des Gymnasium Marianum in Meppen abgehalten.
Zunächst berichtete der erste Vorsitzende Ulrich Wilde über einige Besonderheiten der Vereinsarbeit im letzten Jahr. Dazu zählte die Bewerbung der NAJU auf den Umweltschutzpreis der Stadt Meppen. Die NAJU erreichte den ersten Platz und wurde mit einem Preisgeld von 1000,-€  honoriert. 
Weiterhin erhielt die Projektgruppe Naturschutz eine umfangreiche Förderung in Höhe von insgesamt mehr als 8.000,-€ von der Emsländischen Naturschutzstiftung. Von diesem Geld wurden Werkzeuge und Schutzausrüstung für die Durchführung der Biotoppflegearbeiten der ehrenamtlichen Naturschützer beschafft.
Einige langjährige Mitglieder wurden für ihre Treue geehrt. Zur Anerkennung bekam jeder geehrte eine Urkunde, eine Anstecknadel und einen Nistkasten überreicht.
Anschließend wurde ein Bericht über die Arbeit der Naturgarten-AG von Thomas Fuchs und die Pflege von verletzten Fledermäusen von Karin Schaad gehalten. Neue Mitstreiter sind in diesen beiden Arbeitsgruppen besonders willkommen.
Ein weiterer Bericht wurde von Andreas Rakers über die zahlreichen Aktivitäten der NAJU gehalten.
Andreas Rakers berichtete ebenfalls über sein Projekt "Flotte Käfer", das sich dem Schutz verschiedener Käferarten widmet und von Bingo Lotto gefördert wird. 
Der Kassenbericht wurde detailliert und verständlich von Sabine Otte vorgestellt. In Zukunft sollen weitere Einsparpotenziale gehoben werden.

Fotos / Text: Carsten Marien


22.02.2026

Pflege der Kopfweiden

 

Die Projektgruppe Naturschutz im NABU-Emsland-Mitte hat vor einigen Jahren mehr als 30 Kopfweiden im Naturschutzgebiet Dörgener Moor gepflanzt. 

Nun stand wieder der alljährliche Pflegeschnitt an. Kopfweiden müssen regelmäßig beschnitten werden, damit ihre Kopfform erhalten bleibt. Sie stellen besonders ökologisch wertvolle Landschaftselemente dar. Vögel, wie z.B. Steinkäuze aber auch Fledermäuse und Insekten nutzen Kopfweiden als Nistplatz.

An diesem letzten Arbeitseinsatz der Projektgruppe Naturschutz in dieser Saison wurden weiterhin noch zwei Staudämme in den angestauten Gräben der Moorwiesen des Naturschutzgebietes Dörgener Moor ausgebessert und zwei abgängige Kopfweiden durch zwei Nachpflanzungen ersetzt.

Fotos / Text: Carsten Marien


22.02.2026

Fledermaus-Auffangstation zieht Bilanz für 2025

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 11/26 | 18 FEBRUAR 2026

 

 

 

Fledermaus-Auffangstation des NABU zieht Bilanz    

 

 

Engagement für den Schutz heimischer Fledermäuse    

 

 

Emsland/Meppen - Der Regionalverband Emsland/Grafschaft Bentheim des Naturschutzbundes (NABU) betreibt seit einigen Jahren in Meppen eine Auffang-Station für verletzt und hilfebedürftig aufgefundene Fledermäuse. Die Auffang-Station hat nun ihre Jahresbilanz für 2025 vorgelegt.

 

Im vergangenen Jahr wurden dort 62 dieser nach dem Naturschutzrecht streng geschützten Wildtiere neu aufgenommen. Mit Überwinterungsgästen aus 2024 summiert sich die Gesamtzahl aller Pfleglinge im Jahr 2025 auf 67. Davon konnten 42 Tiere gesund gepflegt werden. Diese wurden wieder ausgewildert bzw. einige davon in den kontrollierten Winterschlaf nach 2026 überführt. Das entspricht einer Überlebensrate von etwa 63%. Die Aufnahmegründe reichen dabei von einfach zu behandelnder Entkräftung, z. B infolge eines Mangels an Nahrungsinsekten, bis hin zu tödlichen Verletzungen, verursacht etwa durch Flugunfälle, Hauskatzen, Windenergieanlagen, Straßenverkehr oder unachtsame Quartierzerstörung.

 

Bei den aufgepäppelten Fledermaus-Säuglingen und Jungtieren lag die Auswilderungsquote sogar bei fast 70%.

 

Betreut wurden Tiere aus neun Fledermausarten. Die Hälfte aller Fälle waren die häufig vorkommenden Zwergfledermäuse und Breitflügelfledermäuse, die ihre Quartiere oft in menschlichen Ansiedlungen finden. 

 

Die meisten Pflegetiere werden im Sommer eingeliefert. Das ist die Zeit, in der die Jungen geboren und nicht selten von ihren Müttern getrennt hilflos aufgefunden werden. Die Säuglingsaufzucht unter menschlicher Obhut ist besonders aufwändig, weil die Kleinen regelmäßig, auch nachts, mit spezieller Milch versorgt werden müssen, um zu überleben. Manchmal stößt die Auffang-Station dabei an die Grenze ihrer personellen Kapazität und wäre für aktive Unterstützung durch freiwillige Helfer dankbar.

 

Auffällig war erneut, dass etwa doppelt so viel männliche wie weibliche Tiere zu betreuen waren. Dieses Phänomen wird von den Betreibern der Station seit Beginn ihrer Erhebungen beobachtet. Das könnte eventuell darauf hindeuten, dass nicht nur beim Menschen männliche Individuen riskanter leben als die weiblichen, sondern dass dies auch unter Fledermäusen so ist.

 

Wer eine verletzte oder hilfsbedürftige Fledermaus auffindet oder an tätiger Mithilfe interessiert ist, kann sich unter 05931-17519 an die Fledermaus-Auffangstation in Meppen wenden.

Fotograf: Silas Suntrup
Fotograf: Silas Suntrup

13.02.2026

"Erlebter Frühling" - Mitmach-Wettbewerb für Kinder

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 08/26| 11. FEBRUAR 2026

 

Ein Mitmach–Wettbewerb für junge Naturforscher*innen

 

 

Emsland/Grafschaft Bentheim – Mit dem Frühling 2026 startet wieder ein faszinierender Wettbewerb für junge Entdecker*innen: „Erlebter Frühling“ lädt Kinder aus der Region Emsland und der Grafschaft Bentheim ein, die Natur mit offenen Sinnen zu erkunden und ihre Erlebnisse kreativ festzuhalten – dieses Jahr stehen die flinksten Waldbewohner im Mittelpunkt: die Eichhörnchen.

 

„Erlebter Frühling“ ist Deutschlands ältester Umwelt-Wettbewerb für Kinder. Er verbindet spielerisches Forschen mit naturpädagogischem Lernen und fördert die Begeisterung für die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Schon im vergangenen Jahr haben zahlreiche Kinder aus unserer Region entdeckt, geforscht und ihre Einsendungen bei der NABU/NAJU-Regionalgeschäftsstelle in Meppen eingereicht.

 

Frau Sandra Sobbe, NAJU-Regionalbetreuerin für das Emsland und die Grafschaft Bentheim, ruft die jungen Forscher*innen 2026 dazu auf, das Eichhörnchen im heimischen Garten, in Parkanlagen oder auch bei einem Waldspaziergang zu entdecken.

 

Es wird auch in diesem Jahr eine Ausstellung der Kunstwerke regionaler Teilnehmer*innen in Emsland/Grafschaft Bentheim stattfinden und bietet der Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Ergebnisse hautnah zu erleben.

 

Mit ihrem buschigen Schwanz, den wachen Augen und ihrer neugierigen Art ziehen die Eichhörnchen Kinder wie Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann. In den Wäldern und Parks unserer Region können junge Forscher*innen beobachten, wie Eichhörnchen springen, sammeln und leben. Wie bauen sie ihre Nester? Warum vergraben sie Nüsse im Boden? Solche Fragen regen zum Forschen, Beobachten und Verstehen an.

 

Eine digitale Infoveranstaltung am 26.02.26 unterstützt Kinder, Eltern, pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte dabei, sich spielerisch mit diesen spannenden Waldbewohnern auseinanderzusetzen und ihre Entdeckungen festzuhalten.

 

Besuchen sie dazu die Webseite: www.naju.de/für-kinder/erlebter-frühling

 

Wie Kinder mitmachen können:

 

Alle Kinder bis 13 Jahre sind eingeladen, ihren ganz persönlichen „Erlebten Frühling“ zu gestalten – allein, mit der Schulklasse, der Kita-Gruppe oder einer NAJU-Kindergruppe. Ob Forscherbuch, Zeichnung, Collage, Foto-Serie oder Geschichte – kreatives und altersgerechtes Erzählen und Dokumentieren stehen im Vordergrund.

 

Die Ergebnisse können digital eingereicht werden:

 

Teilnahmeformular: 1. März – 17. Mai 2026

Hochladen der Beiträge: bis 31. Mai 2026

Die Jury bewertet die Einsendungen nach Kriterien wie Kreativität, Originalität, inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema sowie dem Umfang der Forschungsarbeit – ganz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die Bewertung berücksichtigt außerdem, wie sehr Kinder in den Prozess eingebunden waren und wie sich Projekte positiv auf ihr Umweltverständnis auswirken.

 

Preise & Anerkennung:

 

Alle Teilnehmenden werden ab Ende Juni 2026 informiert. Die Gewinner*innen in den verschiedenen Kategorien dürfen sich auf einen Naturerlebnistag freuen – ein Erlebnis, das weit über den Wettbewerb hinaus zum Erleben und Schützen der Natur motiviert.

 

Mit „Erlebter Frühling 2026“ bietet die NAJU Emsland/Grafschaft Bentheim erneut eine wunderbare Möglichkeit für Kinder aus unserer Region, Natur mit Kopf, Herz und Hand zu erleben. Gemeinsam werden die kleinen Forscher*innen zu Botschafter*innen für die Natur vor unserer Haustür.

Illustratorin: NABU/Julia Friese
Illustratorin: NABU/Julia Friese

13.02.2026

Kritische Stimmen beim NABU Workshop um das geplante Net Zero Valley

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 07/26| 04. FEBRUAR 2026

 

 

 

NABU: Industrieumbau auf Kosten der Natur?

 

Kritische Stimmen beim NABU-Workshop: Umweltbedenken und fehlende Transparenz rund um das geplante Net Zero Valley

 

Ostfriesland/Emsland – In einem gut besuchten Workshop informierten sich kürzlich zahlreiche NABU-Aktive aus Ostfriesland und dem Emsland über die Pläne für das sogenannte Net Zero Valley Nordwest Deutschland. Dabei ging es nicht nur um die Ziele der europäischen Netto-Null-Industrie-Verordnung, sondern auch um die Frage, wie der Schutz der Natur bei der Umsetzung der ehrgeizigen Vorhaben gewährleistet werden kann. Der NABU begrüßt grundsätzlich den Wandel hin zu klimafreundlicher Industrie, warnt jedoch vor einer Schwächung von Umweltstandards durch beschleunigte Genehmigungsverfahren.

 

Die Veranstaltung in Bunde wurde von Dr. Steffi Ober vom NABU-Bundesverband begleitet. Sie erläuterte den Teilnehmenden die zentralen Inhalte der neuen EU-Verordnung, die gezielt die Produktion von Netto-Null-Technologien fördern soll. Ein zentrales Element ist dabei die Ausweisung sogenannter Beschleunigungstäler, in denen Genehmigungsprozesse für klimafreundliche Projekte deutlich vereinfacht werden. Für das Net Zero Valley Nordwest ist eine Anerkennung als solches Tal geplant. Das betroffene Gebiet reicht vom südlichen Emsland über die ostfriesischen Inseln bis hin zum Landkreis Stade. Derzeit läuft das Verfahren zur Öffentlichkeitsbeteiligung.

 

„Obwohl es sich um eine große Planung mit 31 Maßnahmenpaketen handelt und auf 6.400 ha die Entwicklung von Industriestandorten geplant ist, ist der Öffentlichkeit nur sehr wenig über die genauen Planungen bekannt,“ erklärt Katja Hübner vom NABU Emsland/Grafschaft Bentheim. „Insbesondere wie die Belange des Naturschutzes dabei angemessen berücksichtigt werden sollen, ist nicht klar definiert. Wir fordern deshalb alle beteiligten Kommunen auf, die Öffentlichkeit intensiver über das Gesamtvorhaben, die einzelnen Teilprojekte und die Maßnahmen zum Schutz der Natur zu informieren und den Dialog mit Bürger*innen und Naturschutzverbänden zu suchen. Denn diese Planungen werden die Region auf Jahrzehnte prägen,“ ist Hübner überzeugt.

Teilnehmende des NABU-Workshops NetZero Nordwest Deutschland / Bildautor: NABU/von Rüden
Teilnehmende des NABU-Workshops NetZero Nordwest Deutschland / Bildautor: NABU/von Rüden

25.01.2026

Videobeitrag emsTV - E233-Ausbau bei Haselünne: NABU erhebt Bedenken

Der regionale Sender emsTV veröffentlichte einen Beitrag zum geplanten Ausbau der E233 bei Haselünne. Der NABU erhebt Bedenken. Hier klicken um zum Videobeitrag gelangen.


07.01.2026

Fledermaus-Auffangstation des NABU zieht Jahresbilanz für 2025

Der Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim des Naturschutzbundes (NABU) betreibt seit einigen Jahren in Meppen eine Auffangstation für verletzt und hilfebedürftig aufgefundene Fledermäuse. Die Auffangstation hat nun ihre Jahresbilanz für 2025 vorgelegt. 

 

Im vergangenen Jahr wurden dort 62 dieser nach dem Naturschutzrecht streng geschützten Wildtiere neu aufgenommen. Mit Überwinterungsgästen aus 2024 summiert sich die Gesamtzahl aller Pfleglinge im Jahr 2025 auf 67. Davon konnten 42 Tiere gesund gepflegt werden. Diese wurden wieder ausgewildert bzw. einige davon in den kontrollierten Winterschlaf nach 2026 überführt. Das entspricht einer Überlebensrate von etwa 63%. Die Aufnahmegründe reichen dabei von einfach zu behandelnder Entkräftung, z. B infolge eines Mangels an Nahrungsinsekten, bis hin zu tödlichen Verletzungen, verursacht etwa durch Flugunfälle, Hauskatzen, Windenergieanlagen, Straßenverkehr oder unachtsame Quartierzerstörung.

Bei den aufgepäppelten Fledermaus-Säuglingen und Jungtieren lag die Auswilderungsquote sogar bei fast 70%.

 

Betreut wurden Tiere aus neun Fledermausarten. Die Hälfte aller Fälle waren die häufig vorkommenden Zwergfledermäuse und Breitflügelfledermäuse, die ihre Quartiere oft in menschlichen Ansiedlungen finden.  

 

Die meisten Pflegetiere werden im Sommer eingeliefert. Das ist die Zeit, in der die Jungen geboren und nicht selten von ihren Müttern getrennt hilflos aufgefunden werden. Die Säuglingsaufzucht unter menschlicher Obhut ist besonders aufwändig, weil die Kleinen regelmäßig, auch nachts, mit spezieller Milch versorgt werden müssen, um zu überleben. Manchmal stößt die Auffangstation dabei an die Grenze ihrer personellen Kapazität und wäre für aktive Unterstützung durch freiwillige Helfer dankbar. 

 

Auffällig war erneut, dass etwa doppelt so viel männliche wie weibliche Tiere zu betreuen waren. Dieses Phänomen wird von den Betreibern der Station seit Beginn ihrer Erhebungen beobachtet. Das könnte eventuell darauf hindeuten, dass nicht nur beim Menschen männliche Individuen riskanter leben als die weiblichen, sondern dass dies auch unter Fledermäusen so ist.

 

Wer eine verletzte oder hilfsbedürftige Fledermaus auffindet oder an tätiger Mithilfe interessiert ist, kann sich unter 05931 17519 an die Fledermaus-Auffangstation in Meppen wenden.

Statistik / Text: Gerhard Schaad


07.01.2026

E 233: NABU bemängelt Planungsunterlagen

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 04/26 | 06. JANUAR 2026

 

 

 

Fehlende und veraltete Unterlagen und unzureichende Variantenuntersuchungen

 

 

Emsland. Für den vierstreifigen Ausbau der E233 von Haselünne bis zur Landkreiskreisgrenze nach Cloppenburg (Planungsabschnitt 3) hat die Beteiligung der Öffentlichkeit stattgefunden. In dem Rahmen hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) eine umfassende Einwendung erhoben. Bemängelt werden insbesondere fehlende und veraltete Verkehrsprognosen und faunistische Kartierungen, unzureichende schalltechnische Gutachten, nicht nachvollziehbare Variantenvergleiche und fehlende Maßnahmen zum Schutz der Natur.

 

Rund 90 Seiten umfasst die Einwendung des NABU. "Ein Hauptkritikpunkt ist die veraltete Verkehrswirtschaftliche Untersuchung von 2019," erklärt Katja Hübner, zuständige Sachbearbeiterin für die E 233 beim NABU Emsland / Grafschaft Bentheim. "Dieses Gutachten prognostiziert die zu erwartende Verkehrsentwicklung nach dem vierstreifigen Ausbau und ist die Grundlage für viele weitere Planungsunterlagen. Aber es ist veraltet, hat viele Mängel und nimmt den viel zu kurzen Prognosehorizont 2030 an. Deshalb ist zu befürchten, dass zum Beispiel die Lärmbelastung für Mensch und Tiere unterschätzt wird. Bemerkenswert ist, dass genau diese Untersuchung bereits beim Planungsabschnitt 1 zugrunde gelegt wurde und der NABU Anfang 2024 im Rahmen des laufenden Klageverfahrens die Mängel detailliert aufgelistet hat. Die Probleme waren den Behörden also bekannt. Trotzdem ist keine Überarbeitung erfolgt, sondern man hat mit dem fehlerhaften Gutachten einfach weitergearbeitet. Dabei gibt es gerade im Hinblick auf den zu kurzen Prognosehorizont Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes zu anderen Projekten, die unsere Auffassung ausdrücklich bestätigt", so die Landschaftsarchitektin. Außerdem seien weitere Verkehrsprognosen mit ebenfalls zu kurzem Prognosehorizont, die den Lärmgutachten für bestimmte Bauphasen zugrunde lägen, gar nicht mit ausgelegt worden. "Schon deshalb ist eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung unumgänglich," ist Hübner überzeugt.

 

Weiter bemängelt der NABU, dass die Methodik des Vergleichs unterschiedlicher Trassenvarianten nicht hinreichend beschrieben und deshalb nicht nachvollziehbar sei. Auch sei im Übergangsbereich von Planungsabschnitt 3 und 4 nur eine sehr überschlägige und fehlerhafte Variantenprüfung erfolgt. Deshalb sei nicht auszuschließen, dass falsche Varianten für den Ausbau ausgewählt wurden.

 

Im Hinblick auf die Erholungsnutzung wurden nach Auffassung der Umweltschützer die Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes nicht hinreichend erfasst. Und die erforderliche Verlegung des Sportplatzes Eltern und die Betroffenheit des Reit- und Fahrvereins seien im Erläuterungsbericht nur unzureichend thematisiert worden.

 

Auch der Umgang mit dem Schutzgut "Natur und Landschaft" sei unzureichend. Zum einen seien die meisten faunistischen Kartierungen veraltet und mangelhaft. Zum anderen sei neben vielen anderen Beeinträchtigungen wie der Rodung von Waldbeständen und Überbauung von Kleingewässern insbesondere zu befürchten, dass es durch die Einleitung von tausalzbelastetem Niederschlagswasser der E 233 in einen Altarm der Hase zu erheblichen Beeinträchtigungen des FFH-Gebietes "Untere Haseniederung" komme. Gerade die Auswirkungen auf Fische seien nicht ausreichend untersucht worden. Auch würden Jagdgebiete und zahlreiche Flugrouten von streng geschützten Fledermäusen zerstört, ohne dass ein angemessener Ausgleich erfolge. "Für die Natur ist der geplante Ausbau der E 233 eine Katastrophe," fasst Hübner zusammen.

 

Für Rückfragen:

 

Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU-Regionalverbandes Emsland / Grafschaft Bentheim, Tel.: 05931-40 99 630


07.01.2026

E 233: Paradebeispiel für lange Dauer von Infrastrukturprojekten

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 02/26 | 06. JANUAR 2026

 

 

NABU: Fehlende Ressourcen sowie mangelhafte Planungsunterlagen sind Hauptursachen

 

 

Emsland / Cloppenburg. Die aktuell laufenden Planfeststellungsverfahren für den 3. und 4. Planungsabschnitt des vierstreifigen Ausbaus der E 233 sind ein Paradebeispiel warum Großprojekte in Deutschland so lange dauern, stellt der NABU fest. Dabei sind es offensichtlich nicht die Öffentlichkeits- und Verbandsbeteiligungen, die für lange Verfahrensdauern sorgen, sondern vielmehr fehlende finanzielle und personelle Ressourcen und mangelhaft erstellte Planungsunterlagen. Deshalb sind die von der Bundesregierung vorgesehenen Maßnahmen zur Genehmigungsbeschleunigung wie die Beschneidung der Rechte der Öffentlichkeit und Umweltverbände und die Senkung von Umweltstandards wenig zielführend, ist der NABU überzeugt.

 

Gerade haben die Planungsunterlagen für den vierstreifigen Ausbau der E 233 in den Planungsabschnitten 3 und 4 öffentlich ausgelegen. "Den Planungsunterlagen ist zu entnehmen, dass die meisten Kartierungen der Tierwelt im Jahr 2016 stattgefunden haben. Aber erst Ende 2025, also 9 Jahre später wurden die Planungsunterlagen öffentlich ausgelegt," erklärt Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU und dort zuständig, um Stellungnahmen zu Bauvorhaben abzugeben. "Das zeigt deutlich, dass hier die lange Verfahrensdauer nicht an den maximal 3 Monaten Öffentlichkeitsbeteiligung liegt, sondern vielmehr daran, dass das Vorhaben - vermutlich aufgrund von personellen und finanziellen Engpässen - bei den Behörden nicht schnell genug bearbeitet wurde. Als Folge sind die Kartierungen jetzt schon wieder veraltet, der Planungsraum und Tierwelt haben sich verändert und es müssen neue Bestandserfassungen her." In anderen Fällen führten auch geänderte gesetzliche Vorgaben dazu, dass die Planungsunterlagen angepasst werden müssen, und das koste Zeit.

 

Außerdem seien nicht alle relevanten Tiergruppen erfasst worden, bemängelt der NABU. Im Fall der E 233 seien das insbesondere die Rast- und Gastvögel. "Auch das ist ein typisches Problem," so Hübner. "Vorhabenträger und / oder Behörden glauben, Geld zu sparen, indem möglichst wenig Kartierungen durchgeführt werden. Später stellt sich dann heraus, dass Bestandserfassungen für die eine oder andere Tierartengruppe doch zwingend erforderlich sind. Dann müssen Gutachter beauftragt, die Untersuchungen durchgeführt und anschließend noch ausgewertet werden und wieder sind mindestens zwei Jahre vergangen."

 

Um Projekte zügig umzusetzen, rät die Landschaftsarchitektin deshalb allen Vorhabenträgern dazu, lieber zu viel als zu wenig Bestandserfassungen durchzuführen, schon freiwillig frühzeitig die Öffentlichkeit und die Umweltverbände zu beteiligen, deren Anregungen ernst zu nehmen und die finanziellen und personellen Ressourcen so zu konzentrieren, dass schnell vollständige Planungsunterlagen vorliegen. "Die jetzt von der Bundesregierung geplanten Senkungen der Umweltstandards zur Genehmigungsbeschleunigung, sind dagegen kontraproduktiv," glaubt Hübner. "Wir haben schon bei der Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für Erneuerbare Energien gesehen, dass die neuen gesetzlichen Regelungen zu vielen Fragen und Unsicherheiten bei den Genehmigungsbehörden geführt haben. Da müssen die Mitarbeiter erst wieder geschult werden und haben weniger Zeit, die Vorgänge zu bearbeiten. Zudem ist davon auszugehen, dass viele der Genehmigungen nach neuem Recht nicht rechtssicher sein werden und mit Erfolg beklagt werden können. Damit ist Vorhabenträgern auch nicht geholfen."

 

Für Rückfragen:

Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU-Regionalverbandes Emsland / Grafschaft Bentheim, Tel.: 05931-40 99 630


18.12.2025

Klimaschutzpreis der NAJU

Die Kinder- und Jugendgruppe im NABU-Emsland-Mitte (NAJU) hat für das Jahr 2025 den ersten Platz beim Klimaschutzpreis der Stadt Meppen erreicht. Zur Preisverleihung hielt die Gruppe einen Vortrag über die Aktivitäten im Ratssaal der Stadt Meppen. Der Preis wurde mit 1.000,-€ dotiert. Der Bürgermeister Herr Knurbein gratulierte den Preisträgern persönlich. Eine tolle Motivation für die jungen Natur- und Umweltschützer.

Fotos / Text: Carsten Marien


14.12.2025

Neue Ausrüstung für die Projektgruppe Naturschutz

Der NABU-Emsland-Mitte hat bei der Emsländischen Naturschutzstiftung einen Förderantrag zur Beschaffung von Freischneidern, einer Motorsäge und der dazugehörigen Schutzausrüstung gestellt. Der Antrag wurde bewilligt. Das Material konnte bestellt werden und wurde bereits angeliefert. Mit dieser Ausrüstung können die ehrenamtlichen Naturschützer ihre wichtigen Aufgaben in der Biotoppflege und Biotopentwicklung wahrnehmen. 

Fotos / Text: Carsten Marien


06.12.2025

E233: Laufendes Genehmigungsverfahren Planungsabschnitte 3 und 4 - Hilfestellung für Anwohner

Zwar ist die offizielle Auslegungsfrist für die Planungsunterlagen beendet, die Unterlagen sind derzeit aber noch im Internet verfügbar unter:

 

 Planungsabschnitt 3:

https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=cafabae8-d26e-4e61-be3a-6dc8d9a6de1b

 

Planungsabschnitt 4:

https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=f71290d3-9a1d-41e7-8d7b-c95343b4eacc

 

Einwendungen sind noch möglich bis zum 12. Januar 2026. Bis dahin muss die Einwendung bei der Straßenbaubehörde angekommen sein. Wichtig ist, dass die Einwendung eigenhändig unterschrieben ist.

 

Ein Muster mit der korrekten Anschrift wie der Brief aussehen kann, steht hier zum Download bereit.

 

Außerdem gibt es hier ein Dokument mit Anregungen, was im Rahmen einer Einwendung vorgebracht werden kann. Grundsätzlich gilt: Je konkreter man die eigene Betroffenheit deutlich machen kann, umso besser.

Download
Anregungen für eine Einwendung.docx
Microsoft Word Dokument 17.0 KB
Download
Muster-Einwendung.docx
Microsoft Word Dokument 14.0 KB

Text: Katja Hübner


30.11.2025

Heide im Fullener Moor

Die Projektgruppe Naturschutz pflegt und entwickelt große Heideflächen im Naturschutzgebiet Groß Fullener Moor. Auf einer von Wasserbüffeln beweideten Heidefläche wird alljährlich ergänzend zur Beweidung junger Gehölzaufschlag von den ehrenamtlichen Naturschützern mit Freischneidern zurückgeschnitten. Nachdem diese Aufgabe erledigt war, wurde eine weitere Heidefläche im Fullener Moor vergrößert. Dazu wurden einige Birken und spätblühende Traubenkirschen gefällt. Hier sollen sich nun Besenheide, Glockenheide und Heidelbeere wieder ausbreiten.

Fotos / Text: Carsten Marien


17.11.2025

Aktuelle Pressemitteilung

E233: Viel Flächenverbrauch und hohe Lärmbelastung durch Planungsabschnitte 3 und 4

NABU rät Anwohnern, die eigene Betroffenheit zu prüfen

Im Zuge des geplanten vierstreifigen Ausbaus der E233 liegen zur Zeit die Unterlagen für die Planungsabschnitte 3 und 4 öffentlich aus, mit denen der Ausbau zwischen Haselünne bis östlich von Löningen erfolgen soll. Hier schwenkt die neue Trasse über weite Strecken von der vorhandenen Straße ab. Deshalb müssen viele Flächeneigentümer Grundeigentum abgeben und für Anwohner entstehen zum Teil sehr hohe Lärmbelastungen. Der NABU rät deshalb allen, die Planungsunterlagen einzusehen und ggf. eine Einwendung im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung abzugeben.

 

"Anders als häufig vermittelt ist der nun geplante vierstreifige Ausbau zwischen Haselünne und Löningen nicht nur eine Verbreiterung der vorhandenen B213, sondern besitzt teilweise eine neue Trassenführung", erklärt Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU in Meppen. "Daraus ergeben sich sehr hohe Betroffenheiten auch beim Schutzgut "Mensch". Insbesondere kommt es zu teilweise hohen bis sehr hohen Lärmbelastungen. Betroffen sind beispielsweise in Haselünne die Bereiche Stadtmark, Lähdener Str., das nördliche Eltern, Feldstr., weiter östlich Höven und Häuser nördlich Westrum und der Nordrand von Löningen, insbesondere im Bereich des Lindener Damms."  Durch den Bau dieser Abschnitte würden sich aber auch an anderen Stellen Verkehrsströme verlagern, so dass es bis nach Meppen und Cloppenburg in Teilbereichen zu erheblichen Lärmzuwächsen kommt.

 

"Vielen Anwohnern sind die Planungen bisher nicht bekannt", sorgt sich Hübner. "Der große Schreck käme dann, wenn die Bagger vor der Tür stehen. Aber dann wäre es zu spät." Um solche bösen Überraschungen zu vermeiden, rät der NABU dringend dazu, bis zum 22. November die Planungsunterlagen unter https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/overview herunterzuladen oder einen USB-Stick mit den Planungsunterlagen bei [email protected] anzufordern. Dann können die Unterlagen in Ruhe gesichtet und ggf. Einwendungen bis zum 12. Januar 2026 bei der Niedersächsischen Straßenbaubehörde in Hannover erhoben werden. 


07.11.2025

Biotoppflege im Fullener Moor

Die Projektgruppe Naturschutz des NABU Emsland Mitte ist seit einigen Wochen damit beschäftigt, die wertvollen Lebensräume auf ihren Projektflächen im Groß Fullener Moor zu pflegen. Dazu werden in diesen Bereichen die aufkommenden Gehölze mit Freischneidern zurückgeschnitten. 

Hier befinden sich wertvolle Lebensräume, wie z.B. Hochmoore mit verschiedenen Torfmoosarten und Schwingrasen. Außerdem einer der größten Bestände bedrohter Orchideen im Emsland oder der letzte Bestand des seltenen Gagelstrauches in der Region, sowie Heideflächen mit mehreren Brutpaaren des bedrohten Ziegenmelkers.

Fotos / Text: Carsten Marien


12.10.2025

Bestandsaufnahme in der Dalumer Moorbeeke

Die Dalumer Moorbeeke ist ein Bachlauf, der in Dalum von Westen in die Ems mündet. Diesem Bach erging es so, wie fast allen emsländische Bächen. Er wurde ausgebaut und vollständig begradigt. Vor wenigen Jahren änderte sich die Situation zumindest im Unterlauf. Die Dalumer Moorbeeke wurde renaturiert. Nun verläuft der Bach wieder in zahlreichen Windungen und wird im Unterlauf nicht mehr unterhalten. 

Die Fischereibiologische Station Ems Hase (FEH) untersuchte nun das Gewässer im Rahmen einer gut besuchten Exkursion mit dem NABU mittels einer Elektrobefischung.

Das Ergebnis beeindruckte. Die große Strukturvielfalt des Baches zeigte sich in den vielen gefunden Fischen. Ein Beweis für eine sehr gelungene Fließgewässerrenaturierung.

Fotos / Text: Carsten Marien


Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 62/25 | 09. OKTOBER 2025

Traditionsreicher Feldvogel wird zum Symbol für den Schutz der Artenvielfalt in unserer Agrarlandschaft

 

 

Emsland/ Grafschaft Bentheim – Deutschland hat gewählt: Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026 und löst damit den Hausrotschwanz ab. Bei der sechsten öffentlichen Wahl vom NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV), haben insgesamt 184.044 Menschen mitgemacht – ein neuer Rekord. 81.855 (44,5 Prozent) der Stimmen entfielen dabei auf das Rebhuhn, 49.011 (26,8 Prozent) auf die Amsel, 23.352 (12,7 Prozent) auf die Waldohreule, 21.556 (11,7 Prozent) auf die Schleiereule und 8.270 (4,5 Prozent) auf den Zwergtaucher.

 

„Wir freuen uns über die Rekord-Wahlbeteiligung und ganz besonders darüber, dass das Rebhuhn zum Vogel des Jahres gewählt wurde – das ist ein klares Signal für den Artenschutz“ sagt Hanna Clara Wiegmann, Leiterin der NABU Regionalgeschäftsstelle Emsland/ Grafschaft Bentheim. „Wir setzen im Rahmen des Niedersächsischen Weges gezielt auf Maßnahmen wie rebhuhngerechte Blühflächen und Biodiversitätsberatung. Das zeigt, wie wirkungsvoll Naturschutz und Landwirtschaft zusammenarbeiten können.“

 

 Mit dieser Wahl rückt ein traditionsreicher, aber stark gefährdeter Feldvogel in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Das Rebhuhn war früher ein vertrauter Anblick in Wiesen, Feldern und Feldrainen. Doch der Bestand ist in den vergangenen Jahrzehnten eingebrochen – um über 90 Prozent seit den 1980er-Jahren. Hauptursachen sind der Verlust strukturreicher Lebensräume, der Einsatz von Pestiziden sowie die Intensivierung der Landwirtschaft.

 

 Aktuelle Daten aus Niedersachsen:

Nach Angaben des NLWKN liegt der Brutbestand des Rebhuhns in Niedersachsen heute bei etwa 30.000 Brutpaaren. Gleichzeitig wird sein Erhaltungszustand als „ungünstig“ bewertet. Besonders starke Vorkommen gibt es teilweise in sogenannten Schwerpunktregionen, unter anderem in der Ems-Hunte-Geest, zu der auch das Emsland zählt. Diese Zahlen machen deutlich, wie bedeutsam lokale Schutzmaßnahmen sind – gerade auch in unserer Region.

 

 Mit der Wahl zum „Vogel des Jahres“ 2026 wird das Rebhuhn zum Symbol für den Schutz der Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft. Der NABU plant zahlreiche Aktionen, um die Öffentlichkeit für den Schutz des Rebhuhns und seiner Lebensräume zu gewinnen.

 

 „Wer dem Rebhuhn helfen will, kann Blühflächen anlegen, vielfältige Strukturen erhalten und sich politisch für eine naturfreundliche Agrarpolitik einsetzen“, so Wiegmann.

 

Die Wahl zum „Vogel des Jahres“ findet seit 1971 jährlich statt. Sie soll auf bedrohte Arten aufmerksam machen und den Schutz von Lebensräumen stärken.

Fotos: Dr. Erhard Nerger


10.10.2025

Natur am Donnerstag: Versener Heidesee

In der Vortragsreihe "Natur am Donnerstag" berichtete Ben Flint am 09.10.2025 über seine Untersuchungen im NSG Versener Heidesee im Rahmen seiner Masterarbeit. Der Vortragsraum in der NABU-Geschäftsstelle war bis auf den letzten Platz besetzt. Ben Flint trug sehr interessante Beobachtungen zur Flora des Naturschutzgebietes vor. Dabei wurde klar, dass es sich hier um eines der wertvollsten Schutzgebiete des Landes handelt. Eine beeindruckende Anzahl gefährdeter und zum Teil vom Aussterben bedrohter Arten findet sich in großer Individuendichte im und am Versener Heidesee. Ben Flint beeindruckte mit seiner Fachkompetenz und seinem Fleiß. Es gelang ihm die Zuhörer/innen in die Zusammenhänge der Flora im Zusammenspiel mit verschiedenen Einflüssen, wie z.B. Stickstoffeintrag, Biotoppflege oder schwankenden Wasserständen einzuführen. 

Fotos / Text: Carsten Marien


26.09.2025

Bagger im Fullener Moor

Das Groß Fullener Moor ist eines der Projektgebiete unserer Projektgruppe Naturschutz. In den letzten beiden Jahren wurde dort ein ehemaliges Moorheidegebiet vom Birkenaufwuchs befreit. Zwischenzeitlich waren die Birken so dicht aufgewachsen, dass von der ehemaligen Heidelandschaft nichts mehr übrig geblieben war.

An zwei Stellen konnten sich noch die vermutlich letzten Bestände des seltenen Gagelstrauches im deutschen Teil des ehemaligen Bourtanger Moores erhalten. Sie wurden jedoch ebenfalls vom Birkenaufwuchs gefährdet.

Nach dem Absägen der Birken blieben Baumstümpfe übrig, aus denen nun die Birken massiv wieder ausschlugen. Derzeit entfernt ein Bagger die Baumstümpfe, der offene Torfboden wird wieder freigelegt. Im Anschluss an diese Maßnahme soll Besenheide auf der Fläche ausgesät werden. Wir hoffen, dass sich in den nächsten Jahren wieder eine Heidelandschaft entwickelt. 

 

Direkt nebenan hat die alljährliche Beweidung mit Schafen durch den Naturschutzverein Land Unter e.V. Auf der Orchideenwiese wieder begonnen. 

Fotos / Text: Carsten Marien


18.09.202.5

Patenschaften gesucht

Haben Sie Lust, Verantwortung für ein Beet zu übernehmen, damit es auch weiterhin blüht und Insekten anlockt? Möchten Sie sich um einen Obstbaum kümmern, damit er reiche Blüten und Früchte trägt? Oder könnten Sie sich vorstellen, einen Käfermeiler mit Laubholzhackschnitzeln nachzufüllen? Es kann auch sein, dass Sie lieber Algen von der Teichoberfläche abfischen, damit Frösche und Libellenlarven sich weiterhin wohlfühlen. Möglicherweise wollten Sie ja schon immer etwas gärtnern und hatten keine Gelegenheit dazu, vielleicht auch weil ein eigener Garten fehlt? Oder Sie möchten allgemein aktiv werden und dabei mehr über naturverträgliches Gärtnern erfahren und lernen? 

 

Wir suchen dringend Patenschaften für unterschiedliche Bereiche unseres Naturgartens in Meppen. Der Vielfalt sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Tätigkeit und Zeitaufwand können individuell festgelegt werden. Info und Anmeldung bei Karin Schaad, Tel. 05931-17519.

Text. Thomas Fuchs / Fotos: Gerhard Schaad und Carsten Marien


18.09.202.5

Esterfelder Moor

Die Biotoppflegesaison hat wieder begonnen. Für die Projektgruppe Naturschutz eine arbeitsreiche Zeit. Die ehrenamtlichen Naturschützer haben zunächst die alljährliche Pflegemaßnahme im Naturschutzgebiet Esterfelder Moor durchgeführt. Dabei wurden junge Gehölze, die in diesem Jahr aufgewachsen sind, mit Freischneidern zurückgeschnitten. So bleibt das kleine Moor offen. Bäume würden dem Moor viel Wasser entziehen, außerdem würden viele schützenswerte Arten die Beschattung durch die Bäume nicht vertragen. 

Im vergangenen Winter hatte die Projektgruppe Naturschutz im Randbereich des Moores Gehölze entfernt, um den Wasserentzug aus dem Moor zu verringern. Auch diese Randbereiche wurden in die regelmäßigen Pflegearbeiten einbezogen.

Foto / Text: Carsten Marien


24.08.202.5

Heideblüte und Beweidung

Das Beel in Meppen-Bokeloh ist ein Bereich mit Sandmagerrasen, Hudewald und Heide in der Haseaue. Hier hat die Projektgruppe Naturschutz des NABU-Emsland-Mitte vor vielen Jahren ein Biotoppflegeprojekt gestartet. Dazu wurden vor allem spätblühende Traubenkirschen von der Fläche entfernt und eine extensive Beweidung organisiert. Mittlerweile pflegt der Naturschutzverein Land Unter e.V. das Naturschutzgebiet durch die Beweidung mit Bentheimer Landschafen. 

 

Die Beweidungssaison hat in diesem Jahr nun wieder begonnen. Unterdessen blüht die Besenheide und verleiht dem Gebiet einen besonderen Reiz.

Foto / Text: Carsten Marien