Willkommen beim NABU Emsland-Mitte

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.  

NABU aktuell

NABU Exkursion: Nächtliches Leben im Biener Busch

Foto: Bronsema, I.
Foto: Bronsema, I.

„Was krabbelt, kriecht und fliegt nachts durch den Biener Busch ?“ Um dies zu erkunden, lädt der NABU am Freitag (24. September) um 19.00 Uhr zu einer Taschenlampenwanderung ein. Viele dämmerungs- und nachtaktive Kleinlebewesen sind in Wäldern wie dem Biener Busch zu Hause. Sie bleiben selbst aufmerksamen Spaziergängern jedoch meist verborgen. Im Schein der Taschenlampe bekommen diese kleinen Tiere einen großen Auftritt: umherfliegende Nachtfalter, krabbelnde Käfer oder durch das Totholz kriechende Asseln. Besonders Kinder in Begleitung von Erwachsenen sind zu dieser kleinen Forschungsreise unter Leitung von Diplom-Biologen Andreas Rakers eingeladen. Treffpunkt ist der Eingang zum Naturschutzgebiet Biener Busch am Sportplatz Biene (Straße „Im Lägermarsch“). Für NABU-Mitglieder und Kinder unter 14 Jahren ist die Teilnahme kostenfrei, andere Interessierte werden um einen Kostenbeitrag von 3 € gebeten. Taschenlampen bitte mitbringen.

Um eine telefonische Anmeldung wird gebeten (05931/4099630).

NABU-Garten blüht, wächst und gedeiht dank ehrenamtlicher Mitarbeiter und Sponsoren

Foto: Wiegmann, H.
Foto: Wiegmann, H.

In den letzten Monaten hat sich der NABU-Garten in der Straße Landwehr auf vielfältige Weise weiterentwickelt. Dank Karin und Gerhard Schaad und vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern vom NABU Emsland Mitte ist der Schaugarten zu einem vielfältigen, blütenreichen Biotop geworden und hat sich gerade während der Coronazeit zu einer beliebten Anlaufstelle für viele Interessierte entwickelt.

Seit Jahren arbeiten Ehrenamtliche Schritt für Schritt daran, die ehemalige Pferdeweide in ein Naturparadies zu verwandeln. In diesem Jahr wurde eine Remise errichtet. Diese dient Vereinsmitgliedern als Unterstand und Geräteschuppen, bietet mit zahlreichen künstlichen Quartieren aber auch verschiedenen Vögeln und Fledermäusen einen Unterschlupf. Durch die Unterstützung der Werbeagentur Holl aus Meppen konnte im Garten außerdem eine Trockenmauer errichtet und mit blütenreichen Pflanzen begrünt worden, so dass ein neuer Lebensraum für viele Insekten entstand. Und vom Hornissenberater Rudi Burkhard wurde ein Hornissenkasten angebracht, der von der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland bereitgestellt wurde. Der Kasten wurde von einer umgesiedelten Hornissenkönigin bereitwillig angenommen. Das Nest und das Volk wachsen seitdem rasant heran.

Das laufende Projekt ist die Anlage eines naturnahen Teiches. Die Grundarbeiten für den Teich sind abgeschlossen, der Boden wurde ausgehoben. Der nächste Schritt besteht in der Einbringung des Lehms zur Wasserhaltung, um so ein Feuchtbiotop zu schaffen. Zusätzlich werden zwei Sickerbeete zur Regenwasserabfuhr der Remisendachfläche ebenfalls mit dem Lehm ausgekleidet. Der Lehm wurde von der Firme Lüske aus Haselünne gespendet. Darüber hinaus gibt es noch viel mehr zu besichtigen: Von einem Gemüsebeet und einer kleinen Streuobstwiese über ein großes Insektenhotel bis hin zu einem Vier-Kammer-Kompostsystem und einer Komposttoilette hat der Garten einiges zu bieten. Die Fläche ist öffentlich zugänglich und rücksichtsvolle Besucher*innen sind jederzeit herzlich willkommen. Wer Interesse an aktiver Mitarbeit hat, kann sich gerne bei Karin Schaad (05931/17519) melden.

Insekten im September

Der insektenfreundliche Naturschaugarten ist auch im September noch für die Tiere attraktiv. So jagen dort gegenwärtig verschiedene Libellenarten und die Hornissen des im aufgestellten Kasten prächtig entwickelten Hornissenvolks. Die zahlreichen stehen gelassenen, mittlerweile braun gefärbten Stauden-Stängel haben eine aus mindestens 5 Paaren bestehende Population der Gemeinen Winterlibelle (Sympecma fusca) angelockt, die im Garten später hoffentlich auch überwintern werden. Diese Libellenart ist in unserer Gegend die einzige, die lebend überwintert und sie bevorzugt, selbst weitgehend braun gefärbt, braune Pflanzenteile als herbst- und winterliche Sitzwarte. Fotos/Text: Schaad, G.

Besichtigung der renaturierten Dalumer Moorbeeke

Begradigter Bachlauf
Begradigter Bachlauf
Renaturierter Bachlauf
Renaturierter Bachlauf

Unter dem Motto "neues Leben am Bach" führte eine Veranstaltung zur renaturierten Dalumer Moorbeeke. Siegfrid Bollmer vom Fachbereich Umwelt beim Landkreis Emsland konnte fachkundig und detailliert Informationen zu dem Naturschutzprojekt geben. Erste Vögel, Pflanzen und Insekten haben den neuen Lebensraum bereits erobert. Fazit: Ein rundum gelungenes Projekt, das gerne nachgeahmt werden sollte. Fotos/Text: Marien, C.

Neue NAJU-Gruppe in Emsbüren

Foto: Wiegmann, H.
Foto: Wiegmann, H.

 

15 Kindern lernen spielerisch die Natur kennen 

 

Der NABU Emsland Süd hat eine neue NAJU Kindergruppe gegründet. Die NAJU ist die die Kinder- und Jugendorganisation des NABU. Die Gruppe wird von der Heilpädagogin Sonja Schräer gemeinsam mit Silvia Marek geleitet. ...mehr lesen

 

 

Hirschkäfer in Not


Im Naturschutzgebiet Biener Busch habe ich einem Hirschkäfer-Männchen in auswegloser Lage wieder „auf die Beine“ geholfen. Mit fast 9cm ist er der größte Käfer in Mitteleuropa und mittlerweile relativ selten geworden. Auf der bundesweiten Roten Liste wird der Hirschkäfer in der Kategorie 2 „stark gefährdet“ geführt. Der Biener Busch bietet mit viel Alt- und Totholz und alten Eichen gute Lebensbedingungen für den Hirschkäfer.
Fotos/Text: Bronsema, I.

Der NABU-Garten im Sommer

Dr. Erhard Nerger, stellv. Vorsitzender des NABU Emsland-Mitte, merkt anerkennend an:
„Aus dem NABU-Garten ist nach mehreren Jahren harter Arbeit ein wirkliches Vorzeigeprojekt geworden. Man kann die Arbeit von Karin und Gerhard Schaad und ihren Helfer*innen gar nicht hoch genug einschätzen. Mit viel Liebe und Arbeit haben sie hier ein Kleinod geschaffen. Durch den Bau der Remise, für deren Planung und Beantragung von Fördergeldern vor allem Thomas Fuchs verantwortlich zeichnet, ist das Ganze noch weiter aufgewertet worden.“

Die Remise ist jetzt fertig. Diese hat einen abgeschlossenen Teil zur Aufbewahrung von Gartengeräten sowie einen offenen überdachten Bereich mit Sitzbank und Tisch, in dem sich fleißige Gärtner und Besucher ausruhen oder Schutz vor Regenschauern finden können. 
Hackschnitzelwege sind angelegt. Dazu musste in Handarbeit Sandboden ausgehoben und an anderer Stelle im Garten abgelagert werden. Viele der im NABU-Garten wachsenden Pflanzen sind beschildert, damit interessierte Besucher den Namen der Pflanze erfahren können. 

Wer Lust zum Mitgärtnern hat und aktiv etwas für die Naturvielfalt tun möchte, bitte bei Karin Schaad, Tel. 05931/17519, melden. Fotos: Schaad, G. / Bronsema, I., Text: Schaad, G. 

 

Am 01. August ging es in der Sendung "Bingo! - Die Umweltlotterie" unter anderem um das Thema Kompost. Dafür war Karin Schaad, vom NABU Emsland Mitte mit dem Reporter Andreas Gervelmeyer im Naturschaugarten in Meppen. Hier gibt es unteranderem eine Vier-Kammer-Kompostanlage, die umgeschichtet werden musste. 
Den Beitrag finden Sie hier: 
Tei1:
Teil2:

Heidi Patzer übernimmt NABU-Igelstation

Foto: Gölnitz, P.
Foto: Gölnitz, P.

 

Über 40 Jahre hat Rita Gölnitz verletzte und geschwächte Igel bei sich zu Hause aufgenommen. Frau Gölnitz päppelte sie auf, bis sie wieder fit genug waren, um im Freien zu überleben. 

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Dr. Erhard Nerger rettet einen Falken

Foto: Nerger, Dr. E.
Foto: Nerger, Dr. E.

Dr. Erhard Nerger berichtet: Nach einigen Wochen Pflege konnte ich jetzt einen bei uns sehr seltenen Falken, den Merlin, in der Tinner Dose geheilt frei lassen. Der männliche  Vogel war mir aus Meppen als Turmfalke gebracht worden und konnte seinen rechten Flügel nicht ordentlich gebrauchen, wohl auf Grund eines Bänderschadens. Gebrochen war jedenfalls nichts. Merline sind die kleinsten Falken Europas und brüten im Norden und Osten Europas, Asiens und Nordamerikas. Bei uns erscheinen sie ab und an auf dem Durchzug

Kaum noch Kiebitz & Co - Woran liegt es?

Foto: Nerger, Dr. E. Uferschnepfe
Foto: Nerger, Dr. E. Uferschnepfe

 

Aktuell erreichen den Naturschutzbund (NABU) immer wieder Anfragen, warum kaum noch Wiesenvögel wie Kiebitz, Großer Brachvogel und Feldlerche zu sehen sind. „Tatsächlich brechen die Bestände dieser Arten massiv ein“, erklärt Erhard Nerger, Vorsitzender des NABU-Regionalverbandes Emsland/ Grafschaft Bentheim. „Hauptursache ist die Intensivierung der Landwirtschaft und Zerstörung von Lebensräumen durch Bebauung. 

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Greifvögel sind streng geschützt

Foto: Dienesch, E.
Foto: Dienesch, E.

Bedingt durch zwei aktuelle Anlässe möchte der Naturschutzbund (NABU) darüber informieren, dass sämtliche Greifvögel, die im Emsland und der Grafschaft Bentheim vorkommen zu den streng geschützten Arten gehören. Nicht nur die Tiere selbst, sondern auch ihre Lebensräume, Nester und Eier stehen unter Schutz. Die Vögel dürfen nicht verletzt, gefangen oder getötet werden und es ist nicht erlaubt sie zu stören oder ihre Nester zu beschädigen. In der Grafschaft Bentheim ereignete sich ein Vorfall, bei dem versucht wurde einen Wanderfalken zu vertreiben, indem er mit einer Drohne beunruhigt und zusätzlich mit Schreckschuss-Munition beschossen wurde. Der zweite Fall geschah im Landkreis Emsland.  Hier wurde in einer sogenannten Drahtgitterfalle auch noch eine lebendige Krähe als Köder angeboten, obwohl es verboten ist, lebende Vögel als Lockmittel zu verwenden. Beide Fälle wurden den zuständigen Behörden gemeldet.