Willkommen beim NABU Emsland-Mitte

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. 

 

 

NABU aktuell


Kontrolle der Steinkauzröhren

Foto: Niemann, D.
Foto: Niemann, D.

Bernd Quappen berichtet: Wir waren bisher an drei Tagen unterwegs und haben alle wichtigen Gebiete kontrolliert. Das Ergebnis war leider mit bisher 13 besetzten Röhren etwas ernüchternd. Auch wenn noch einige Kästen kontrolliert werden müssen, werden wir wohl nicht die guten Werte der vergangenen Jahre erreichen. Drei in den letzten Jahren besetzte Röhren waren für Steinkäuze leider nicht mehr nutzbar.  Eine Röhre war offensichtlich abgeschraubt und lag am Boden, eine Röhre samt Baum musste einem neuem Pferdestall weichen und die dritte Röhre lag neben einer Scheune, weil der zugehörige Baum gefällt worden war. Die meisten Standorte der Röhren wurden per GPS-Daten erfasst, um ein zukünftiges Auffinden der Röhren zu erleichtern.

Schön war's bei den Eidechsen

Foto: Kampf, H.-D., Text: Hübner, K.
Foto: Kampf, H.-D., Text: Hübner, K.

20 Erwachsene und 9 Kinder machten sich am 25. Mai unter Leitung von Tobias Suntrup auf die Suche nach Zauneidechsen am Wachendorfer See. Das Wetter war kühl und bedeckt. Würden wir da die wechselwarmen Tiere überhaupt zu sehen bekommen ? Erst ließ sich kein Eidechsenschwanz entdecken. Dann sah ein Teilnehmer etwas huschen! - Und schon war es weg.

So bewunderten wir den Sonnentau, der massenhaft am Ufer des Wachendorfer Sees wächst und erfolgreich Insekten - darunter auch einen Bläuling - gefangen hatte. Auch Wasserfrösche und Kaulquappen waren interessant anzusehen. Die Wasserminze roch gut, als wir ihre Blätter zwischen den Fingern verrieben. Und viele Insekten im und am Wasser fesselten die Aufmerksamkeit der Kinder. Und dann - wir waren einmal um den See herum - kam die Sonne heraus. Es wurde merklich wärmer und schon tauchten die Eidechsen auf. Erst eine und dann mehr, so dass nachher jeder Teilnehmer ausreichend Gelegenheit hatte, die schön grün gefärbten Männchen zu bestaunen. Das war toll !

Teichhuhn-Nachwuchs in Haren

Zu seinen Bildern gab unser Naturfotograf Dr. Erhard Nerger folgende Erläuterungen.

An unserem Gartenteich sind die letzten Tage wieder Grünfüßige Teichhühner geschlüpft. Das Gelege bestand aus 8 Eiern, aus denen 7 Junge geschlüpft sind. Ein Ei war faul. Die Teichrallen sind aus-gesprochen scheu. Wenn wir während der Brutzeit an den Teich gingen, liefen sie sofort vom Nest. Auch jetzt benötige ich das Tarnzelt, das ich aber wegen des Eisvogels sowieso dauernd aufgebaut habe, um zu Bildern zu kommen.
(Bilder vergrößern: Doppelklick auf Doppelpfeile im Bild )


Blütezeit in den Dörgener Moorwiesen

Blühende Feuchtwiese im Dörgener Moor
Blühende Feuchtwiese im Dörgener Moor
Wiesenschaumkraut
Wiesenschaumkraut

Nachdem die Projektgruppe Naturschutz in den letzten Jahren mehrere Entwässerungsgräben im Dörgener Moor angestaut hat, sind die dortigen Moorwiesen wieder nasser geworden. Das Wiesenschaumkraut lebt in feuchten Wiesen. Im Dörgener Moor war diese Pflanze bis vor wenigen Jahren fast verschwunden. Nach der Vernässung der Wiesen breitet es sich wieder aus. (Foto/Text: Marien, C.)

Veranstaltungen des NABU in unserer Region

  

Juni

 

 

Do, 20. Juni, 20 Uhr
Natur am Donnerstag
Die Kinderstube der Steinkäuze – Bildvortrag von Eric Dienesch; Ort: NABU Regionalgeschäftsstelle Meppen, 1. Obergeschoss. Begrenzte Platzzahl, Anmeldung empfohlen. Kosten: 3€/0€*

 

Do, 27. Juni, 17 – 20 Uhr
Kostbarkeiten der Natur – Teil 1
Wir erkunden Pflanzen des Sommers und bereiten eine heilende Tinktur zu. Referentin: Anna Theresia Husmann; Treff: Parkplatz Volkspark Bokel (gegenüber Autohaus Giese), Papenburg
Anmeldung: info@nabu-emsland-nord.de, Kalle Augustin (04961-71852); Teilnehmergebühr: 10€ plus ca. 1,50€ für die Tinktur

 

Do, 27. Juni, 18 – 19 Uhr
Lebensadern auf Sand in Wachendorf.
Spaziergang durch blütenreiches Magergrünland, feuchte Lebensräume und Gehölzstrukturen. Leitung: Bernward Rusche (0170-8053870) und Sven Oltrop (FD Umwelt Stadt Lingen). Treff: Parken am nördl. Rand Dalumer Str. 25/26, Lingen-Wachendorf

 

Sa, 29. Juni, 15 – ca 17 Uhr
Besuch auf dem Biohof Hüseman
Bei einem Rundgang durch Ställe, über Äcker und Wiesen wird deutlich, wie Ökolandbau im Einklang mit Tier und Natur gelingen kann. Kontakt: Gerd Busmann (05923-5657)
Treff: am Hofladen Hüseman in Nordhorn-Hesepe, Feldkämpe 7 

 

*Der ermäßigte Preis gilt für NABU-Mitglieder und für Kinder bis 14 Jahren

 

E 233: NABU stellt klar: „Planfeststellung noch nicht abgeschlossen“

Foto: NABU-May, H.
Foto: NABU-May, H.

 

 

Emsland. Betroffene Anwohner und Gegner des 4spurigen Ausbaus der E233 müssen die Hoffnung noch nicht aufgeben. Das Planfeststellungsverfahren für den elf Kilometer langen Abschnitt zwischen der A31 und der B70 ist noch lange nicht abgeschlossen, stellt der NABU klar....mehr

Jungvögel nicht unnötig aus der Natur entnehmen

Foto: Nerger, E.
Foto: Nerger, E.

Es ist Brutzeit. Schon verlassen die ersten Jungvögel ihre Nester. Beim NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim steht jetzt das Telefon nicht still. „Immer wieder rufen bei uns besorgte Bürger an, die Jungvögel gefunden haben und diesen helfen möchten“, so Mitarbeiterin Katja Hübner. „In den meisten Fällen handelt es sich bei scheinbar hilflosen Tieren jedoch nicht um Waisen, sondern um fast flugfähige Jungvögel mit relativ voll-ständigem Gefieder, die durch – besonders kläglich klingende - Bettelrufe noch mit ihren Eltern in Verbindung stehen“, erklärt Hübner. Auch Eulen verlassen oftmals als halbgroße Jungvögel die zu eng gewordene Brutstätte und sitzen bis zur Flugfähigkeit als "Ästlinge" im bodennahen Strauchwerk. Solange menschliche Beobachter sich in der Nähe der Jungtiere aufhalten, kehren die Altvögel nicht zu diesen zurück. „Wer einen solchen kräftig wirkenden Scheinwaisen findet, sollte ihn deshalb nicht einsammeln, sondern am besten in Ruhe lassen oder erforderlichenfalls an einen geschützten Ort, wie etwa eine Hecke, umsetzen“, so Hübner. Noch nackte Jungvögel sollten möglichst vorsichtig ins Nest zurückgesetzt werden. Die Vögel stören sich - im Gegensatz zu manchen Säugetieren – nicht am menschlichen Geruch. Jungvögel werden daher auch nach dem Umsetzen wieder von den Alttieren angenommen und versorgt.

Haubertaucher sind geschlüpft

 

Unser Naturfotograf Dr. Erhard Nerger hat in diesen Tagen in der Nähe von Meppen eindrucksvolle Aufnahmen von gerade geschlüpften Haubentauchern gemacht.

Auf zweien der Bilder sieht man, wie die Eltern Federn an die Jungen verfüttern. Das ist bei den Tauchern üblich und soll angeblich den Magen vor Fischgräten schützen.

 

 


Exkursion ins Bargerveen

13.04.2019 Bei frischem Aprilwetter fand eine Exkursion in das Bargerveen statt. Das Moorschutzgebiet befindet sich direkt hinter der Grenze in den benachbarten Niederlanden. Unter der Leitung von Christian Höbel vom NABU-Emsland-Mitte und Erik Bloeming von der niederländischen Naturschutzbehörde wurde ins-besondere nach Vogelarten gesucht. Die Naturfreunde wurden mit schönen Naturerlebnissen belohnt. Schwarzkehlchen, Löffelenten, Bekassinen, und sogar ein Rotmilan sind nur einige beispielhaft genannte Vogelarten, die in dem rund 2500 ha großen Gebiet beobachtet werden konnten. (Foto/Text: Marien, C.)

Der NABU-Naturschaugarten entsteht

 

 

  

Der NABU Naturschaugarten entsteht auf einem Grundstück der Stadt Meppen. Adresse: Meppen, Landwehr, links neben Hausnummer 85. Das Grundstück wurde zuvor als Pferdeweide genutzt und ist auf mehreren Seiten von Bäumen, zumeist Eichen, umsäumt.

Der Garten befindet sich noch im Aufbau, kann aber bereits jetzt jederzeit besucht werden. 

Wenn Sie an einem der ersten Samstage in den Monaten April bis Oktober von 10 bis 13 Uhr kommen, treffen Sie unser Gartenteam beim Arbeitseinsatz an (Foto/Text: Schaad, G.)

...mehr

 

Vernässung des Dörgener Moores

Foto/Text: Marien, C.
Foto/Text: Marien, C.

08.12.2018 Die Projektgruppe Naturschutz hat sich in den letzten Jahren verstärkt um die Wiedervernässung des Dörgener Moores bemüht. Drei Gräben wurden dazu an mehreren Stellen aufgestaut. Ein Staudamm hielt den Anforderungen bei extremer Witterung nicht stand und wurde von den Ehrenamtlichen mehrfach wieder hergerichtet. Nun sollte eine solide Lösung her, die allerdings den Einsatz von Maschinen notwendig machte. Die staatliche Moorverwaltung und der Landkreis Emsland unterstützten das Vorhaben und haben auf Initiative des NABU einen neuen Staudamm gebaut. 

Illegale Entwässerung im Dörgener Moor

Der Rohrdurchlass wurde runtergedreht. Das Wasser floss ab
Der Rohrdurchlass wurde runtergedreht. Das Wasser floss ab
Das Rohr wurde wieder hochgestellt und mit einem Schloss
Das Rohr wurde wieder hochgestellt und mit einem Schloss


30.03.2019 Die Projektgruppe Naturschutz hat sich in der Vergangenheit sehr dafür eingesetzt, den Nordteil des Dörgener Moores wiederzuvernässen. Mit Genehmigung der zuständigen Behörden wurden drei verschiedene Gräben an zehn Stellen angestaut. Dadurch wurden bereits tolle Erfolge erreicht. Der Bruchwald und die Moorwiesen im Naturschtzgebiet wurden wieder nasser, bereits verschwundene Arten siedelten sich wieder an. Leider scheint sich jemand daran zu stören und hat den Rohrdurchlass am letzten Staudamm wiederholt runtergedreht, so dass das bereits angestaute Wasser abfließen konnte. Nun hat die Projektgruppe Naturschutz den Rohrduchlass wieder hochgestellt und mit einem Schloss gesichert. Es bleibt zu hoffen, dass es nun nicht zu weiterem Vandalismus kommt. Fotos/Text: Marien, C.

Feldränder totgespritzt

Der graue  Pfahl am  Waldrand  markiert  die Grundstücksgrenze  Fotos/Text: Marien, C.
Der graue Pfahl am Waldrand markiert die Grundstücksgrenze Fotos/Text: Marien, C.

31.03.2019 Die Stadt Haselünne hat vor einigen Jahren Randstreifen an den Feldern ausgemessen und gekennzeichnet, die im städtischen Eigentum sind. Nachdem diese Feldränder zuvor jahrelang von den Landwirten mitgenutzt wurden, sollten sie sich nun naturnah entwickeln. Leider funktioniert dies an vielen Stellen nicht. Ein trauriges Beispiel findet sich am Rand des Naturschutzgebietes Dörgener Moor. Hier konnten sich die meisten Feldränder, ca, 5m breit, nicht naturnah entwickeln, weil sie von den Landwirten beackert, gemäht, gedüngt und totgespritzt werden. Der NABU setzt sich für ein engagierteres Vorgehen gegen diesen Naturfrevel ein und hofft auf ein Umdenken bei den Landwirten.

NABU Emsland-Mitte: Viel für die Natur bewegt

Ehrung langjähriger Mitglieder; Foto: Suntrup,T.
Ehrung langjähriger Mitglieder; Foto: Suntrup,T.

NABU Emsland Mitte blickt auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück

Auf der Mitgliederversammlung des NABU Emsland Mitte im voll besetzten Saal des Kolpinghauses wurden vielfältige Aktivitäten für den Artenschutz vorgestellt.

Zum Auftakt gab es einen Vortrag von Maike Hoberg, Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland, über das Blühwiesenförderprogramm. Abseits von Katalogbildern erläuterte Hoberg, dass Blumenwiesen je nach Standort und Entwicklungs-dauer verschieden aussehen. Magere Standorte sind demnach besonders wertvoll für heimische Blühpflanzen. Diese Flächen sehen von weitem nicht spektakulär aus, aber aus der Nähe kann man viele Blüten und Blütenbesucher entdecken. 

Im Anschluss an den Vortrag wurden einige langjährige Mitglieder mit der Treuenadel geehrt: Ulrich Brosius, Hans Johannsen und Walter Manz sind seit 40 Jahren Mitglied und gehören somit zu den Gründungsmitgliedern. Sarah Höbel und Ute Kirchhoff erhielten die Treuenadel für 20-jährige Mitgliedschaft......mehr

 

Vogel am Fenster ? – Naturschutz durch Nichtputzen

Foto: NABU-May, H.
Foto: NABU-May, H.

Kaum beginnt die Brutzeit, taucht das Problem wieder auf. Immer wieder rufen besorgte Bürger in der NABU-Regionalgeschäftsstelle an und melden Vögel, die immer wieder gegen oder an der Fensterscheibe hoch fliegen und auf sie einhacken. „Der Grund für dieses Verhalten ist, dass die Vögel im Fenster ihr Spiegelbild erblicken und dies für einen fremden Artgenossen in ihrem Brutrevier halten, der attackiert und vertrieben werden muss,“ erklärt Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU. Besonders häufig zeigen Bachstelzen, Buchfinken, Amseln und Rabenkrähen dieses Verhalten. Für die Vögel bedeutet dies zwar Stress, doch kommt es nur selten vor, dass sich die Tiere verletzen. Meist legt sich das Verhalten nach ein paar Tagen wieder von selbst. „Wer Abhilfe schaffen möchte, muss verhindern, dass die Scheibe spiegelt. Dazu können übergangsweise Fliegengitter, Pappen, Tücher oder ähnliches außen vor das Fenster gehängt oder die Rollläden geschlossen werden. Allerdings kommt es oft vor, dass der betreffende Vogel dann zum nächsten Fenster wechselt und sich da abreagiert,“ beschreibt Hübner aus eigener Erfahrung. Als vorbeugende Maßnahme ist es sinnvoll, beim Frühjahrsputz auf die Reinigung der Fenster zu verzichten, denn ungeputzte Scheiben spiegeln deutlich weniger. „Die ersten sonnigen Frühjahrstage kann man mit angenehmeren Dingen als Fensterputzen verbringen und wer Besuch bekommt, braucht sich nicht verschämt zu entschuldigen, sondern kann stolz auf seine hauseigene Naturschutzmaßnahme hinweisen,“ empfiehlt die Vogelschützerin als entspannte Vorgehensweise.

 

 

Entkusselung im Groß Fullener Moor

vorher
vorher
nachher
nachher

23.02.2019 Die Projektgruppe Naturschutz hat die Entkusselungsarbeiten im Groß Fullener Moor für diesen Winter beendet. An sechs Wochenenden fanden Arbeitseinsätze statt. Mit Motorsäge, Machete und Freischneider wurden die Gehölze im Moor zurückgeschnitten. Einzelne Bäume wurden nicht gefällt, sondern "geringelt". An diesen Bäumen wurde ringförmig die Rinde am Stamm entfernt, damit sie absterben. Solange sie stehen bleiben, dienen sie Vögeln als Ansitz und Wildbienen als Lebensraum.
Gehölze entziehen dem Moor viel Wasser und legen es auf diese Weise trocken. Außerdem ist ein offener bis halboffener Lebensraum wichtig für viele lichtbedürftige, bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die hier vorkommen. So wurde z.B. mit Freude festgestellt, dass sich die seltene Rosmarinheide im Gebiet wieder ausbreitet, nachdem sie schon fast verschwunden war.
Der NABU bedankt sich bei allen fleißigen Mitstreitern für die ehrenamtlich geleistete Arbeit. Fotos/Text: Marien, C.

Alte Handys für den Naturschutz

Foto: NABU-Hennigs, S.
Foto: NABU-Hennigs, S.

Der Naturschutzbund sammelt auch in diesem Jahr alte Handys. Wer Rohstoffe durch Handy-Recycling schonen und zugleich Naturschutzprojekte unterstützen möchte, kann sein Alt-Handy in der Regionalgeschäftsstelle (Haselünner Str. 15, Meppen)  jeweils montags 16-18 Uhr und dienstags 10-12 Uhr abgeben. In dieser Zeit besteht auch die Möglichkeit, Naturerlebnistipps zu teilen, Hinweise für naturnahe Gartengestaltung zu bekommen oder sonstige Fragen in Naturschutzangelegenheiten zu erörtern. Außerdem können Futtersilos oder Nistkästen erworben werden, um den Garten vogelfreundlicher zu gestalten.


E 233: NABU gibt kritische Stellungnahme ab

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum laufenden Planfeststellungsverfahrens für den ersten Planungsabschnitt der E 233 hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) nun eine umfassende und sehr kritische Stellungnahme abgegeben.  

Weit über 50 Seiten umfasst die Einwendung. Zunächst werden einige Verfahrensfehler aufgelistet. Wesentliche Unterlagen fehlen, etwa verschiedene Gutachten zum straßenverkehrsbedingten Stickstoffeintrag in angrenzende Lebensräume. Auch die kurze Einwendungsfrist wird angesichts des großen Umfangs von 37 Aktenordnern mit Planungsunterlagen bemängelt. 

Darüber hinaus sind aber auch zahlreiche inhaltliche Fehler bei den Planungsunterlagen zu beklagen. So wird in der Verkehrswirtschaftlichen Untersuchung von 2017 die Mautpflicht für Lkw auf der E233 seit dem 1.7.2018 nicht ausreichend berücksichtigt. Und die Schalltechnischen Untersuchungen nimmt zu geringe Verkehrszahlen an, so dass die Lärmemissionen unterschätzt werden.  Außerdem ist die Tiergruppe der Gastvögel in keiner Weise berücksichtigt worden, obwohl Bereiche von regionaler, landesweiter und sogar nationaler Bedeutung betroffen sind.  Bestandserfassungen anderer Tiergruppen sind veraltet und fehlerhaft. 

„Nach unserer Einschätzung ist das Vorhaben insbesondere aufgrund von Verstößen gegen arten- und habitatschutzrechtliche Vorgaben nicht genehmigungsfähig“, so Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU-Regionalverbandes Emsland / Grafschaft Bentheim. „Wir hoffen, dass unsere Stellungnahme nun dazu führt, dass das ganze Vorhaben noch einmal auf den Prüfstand gestellt und auch vor dem Hintergrund einer aktualisierten Kosten-Nutzen-Berechnung auf seine Erforderlichkeit überprüft wird.“ 

Die vollständige Stellungnahme des NABU steht als Download bereit. 

Wer gezielt die kritische Begleitung des Genehmigungsverfahrens der E 233 finanziell unterstützen will, kann dies durch eine Spende unter Angabe des Verwendungszwecks „Exit233“ auf das Konto des NABU Emsland Mitte, IBAN DE60266500010000011825 tun. Diese Spenden sind steuerlich absetzbar. Bis 200 € reicht den Finanzbehörden die Vorlage des Kontoauszugs. Ab einer Spendenhöhe von 200 € stellt der NABU Spendenbescheinigungen aus, sofern ihm die Postadresse des Spenders bekannt gemacht wird.

Download
NABU-Stellungnahme E233, 1. Bauabschnitt
Adobe Acrobat Dokument 678.4 KB

Mangelnder Schutz der Gewässer

Pressemitteilung des NABU Emsland / Grafschaft Bentheim.
Nach der vorgestellten Regelung zu Gewässerrandstreifen im niedersächsischen Wassergesetz, macht der NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim die Dringlichkeit einer umweltfreundlichen Agrarwende des Landes erneut deutlich. Der NABU kritisiert, dass in den neuen Regelungen kein ausreichender Schutz der Gewässer in Niedersachsen vorhanden ist.....mehr