Willkommen beim NABU Emsland-Mitte

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.  

NABU aktuell

Neue Bewohner im Naturschaugarten

Foto/Text: Schaad, K.
Foto/Text: Schaad, K.

Auf einer kleinen, halbwegs vor Regen geschützten, aber sonnig gelegenen Sandfläche im Garten sind neben den dort schon vorhandenen Sandwespenlarven neue Nachbarn eingezogen: Die auf dem Foto erkennbaren sieben kleinen Trichter im Sand verraten, dass dort die Larven der Ameisenjungfer, die so genannten „Ameisenlöwen" auf Beute lauern. Jede Larve hat sich durch Auswerfen von trockenem Sand einen Trichter gebaut, in den unvorsichtige Kleininsekten - wie eben Ameisen etc. - abrutschen können, um dann von dem am Trichterboden eingegrabenen „Löwen“ mit kräftigen Klauenzangen gepackt, durch Giftinjektion gelähmt und schließlich verspeist zu werden. Opfer, die beim Hineinrutschen aus dem Trichter zu fliehen versuchen, werden durch Bewerfen mit Sand daran gehindert

Wie pflege ich das Insektenhotel?

Foto/Text: Schaad, K.
Foto/Text: Schaad, K.

Oft ist zu lesen, dass bei Wildbienen-Nisthilfen keine Pflege nötig sei, da die Insekten verlassene. Niströhren selbst reinigen und dann wieder beziehen. Wenn die Nistangebote neu, an einem sonnigen Standort, bevorzugt in Süd-Ost Richtung aufgestellt und besonders vor Schlagregen gutgeschützt sind, kann man sie unbesorgt sich selbst überlassen. Je nach Wildbienenart dauert es unterschiedlich lange, bis Reinigung oder Austausch von Niströhren sinnvoll sind. Die Rostroten und Gehörnten Mauerbienen, die im Frühjahr als erstes erscheinen, bevorzugen neue, saubere Nisteingänge. Sie besiedeln sehr gerne Schilfrohre und können rasch größere Bestände bilden, die jedoch nach drei bis vier Jahren wieder abnehmen, wenn nicht regelmäßig neue, saubere Niströhren zur Verfügung gestellt werden. Die Weibchen von Löcher- und Scherenbienen säubern alte Niströhren recht sorgfältig, was an den Müllbergen am Fuße der Nisthilfen zu erkennen ist. Dieser „Müll“ besteht aus altem Pollen, Larvenkot und Kokonhäuten und sollte vorsichtig mit einem kleinen Besen oder größerem Pinselentfernt werden. Je älter die Nisthilfen sind, umso mehr Brutröhren sind hinter den geschlossenen Verschlussdeckeln bereits abgestorben, z.B. durch Verpilzung. Um festzustellen, hinter welchen Deckeln sich noch intakte oder abgestorbene Brut befindet, kann man in der Zeit von Herbst bis Winter die Deckel mit einem Tupfen Wasserfarbe markieren. Wo Wildbienen schlüpfen, verschwindet durch das Öffnen der Verschlüsse auch die Farbmarkierung. Sind im Herbst immer noch Farbmarkierungen zu sehen, hat man den Nachweis, dass es sich um abgestorbene Bruthandelt. Diese Gänge können in harten Materialien wie Holz oder Keramik mit Hilfe von Nägeln, Schrauben und Bürstchen gereinigt werden, je gründlicher, umso besser. Dann stehen im folgenden Frühling wieder viele potenzielle Brutröhren zur Verfügung. Stellt man allerdings fest, dass z.B. in einem Holzklotz ein Großteil der Gänge abgestorbene Brut enthält, ist wahrscheinlich der komplette Austausch des Klotzes vorteilhafter. Hilfreiche Informationen zu diesem Thema können angesehen werden unter www.naturgartenfreude.de, einer Webseite von Werner David, der auch das sehr empfehlenswerte Buch „Fertig zum Einzug: Nisthilfen für Wildbienen“ geschrieben hat. Fertige Nisthilfen bietet der NABU in seiner Geschäftsstelle an.

Der Wilde Wald

NABU EL-Mitte, Rusche, B.
NABU EL-Mitte, Rusche, B.

„Natur Natur sein lassen“ lautet die Philosophie des Nationalparks Bayerischer Wald. Trotz eines massiven Widerstands ist diese Vision zu einem bahnbrechenden Vorzeigeprojekt geworden. Weil der Mensch nicht in die Natur eingreift, wächst aus den einstigen Wirtschaftswäldern ein Urwald heran, ein einzigartiges Ökosystem und ein Refugium der Artenvielfalt. Menschen aus aller Welt besuchen ihn. Sie suchen Antworten auf die Frage, warum wir mehr wilde Natur brauchen und was wir von ihr lernen können, um Wälder in Zeiten des Klimawandels auch für künftige Generationen zu bewahren. Den Wilden Wald gibt es in Lingen nun gleich im Dreierpack! Zum einen der Film: Das Centralkino Lingen zeigt ihn in Kooperation mit dem NABU Emsland/Grafschaft Bentheim am Donnerstag, 19. Mai, Freitag, 20. Mai und Montag, 23. Mai 2022 jeweils um 20:00 Uhr (Eintritt 7 Euro). Zu sehen gibt es dabei eine traumhaft gefilmte Wildnis mit faszinierenden Bildern, die etwa 90 Minuten ein tolles Seherlebnis bieten. 

Darüber hinaus gibt es an den drei Filmabenden ein von der Gesellschaftsbrauerei Viechtach extra dazu gebrautes Bier zu kaufen. Die Brauerei wird das Bier selbst in Lingen vorbeibringen, damit wir den Wilden Wald hier nicht nur sehen, sondern auch schmecken können!

Und wer möchte, kann den Wilden Wald dann auch noch mit nach Hause nehmen. Das dazugehörige Buch von Alexandra von Poschinger ist von der Buchhandlung Holzberg zusammen mit weiteren „Waldbüchern“ in ausreichender Stückzahl zur Verfügung gestellt worden. Neben dem Büchertisch hat auch der NABU einen Infostand im Kino.

Rückfragen gerne bei Bernward Rusche (NABU Emsland-Süd), Tel.: 0170-8035870. 

Kleiber im NABU-Garten

Foto: Nerger, E.
Foto: Nerger, E.

 

Dr. Erhard Nerger schrieb:

Heute Nachmittag (10. Mai) war ich im NABU-Garten. Einer der Nistkästen ist vom Kleiber angenommen worden. Er füttert schon fleißig.

 

 

Kleiner NABU-Steckbrief:

Hoch und runter klettert der blau-orange Kleiber den Baum, kein Wunder, dass er auch Spechtmeise genannt wurde. Abwärts schafft er es sogar kopfüber, was ihm kein anderer Vogel nachmachen kann. Der kleine Singvogel ist mit seiner Färbung unverwechselbar, man kann ihn überall da entdecken, wo einige ältere Laubbäume stehen. Hier zieht der Kleiber seinen Nachwuchs groß und verklebt zum Schutz der Jungvögel sogar den Eingang seiner Nisthöhle. Er ist 12 -15 cm groß.

Streifzug durch das Wesuweer Moor

Zur Zeit sind im Wesuweer Moor häufig diese beiden Libellenarten zu beobachten. Dr. Erhard Nerger konnte das mit hervorragenden Aufnahmen dokumentieren.

Jungvögel nicht unnötig aus der Natur entnehmen

Foto: Nerger, E., Amseljunges
Foto: Nerger, E., Amseljunges

Es ist Brutzeit. Schon verlassen die ersten Jungvögel ihre Nester. Beim NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim klingelt regelmäßig das Telefon. „Immer wieder rufen bei uns besorgte Bürger an, die Jungvögel gefunden haben und diesen helfen möchten“, so Mitarbeiterin Katja Hübner. „In den meisten Fällen handelt es sich bei scheinbar hilflosen Tieren jedoch nicht um Waisen, sondern um fast flugfähige Jungvögel mit relativ vollständigem Gefieder, die durch – besonders kläglich klingende - Bettelrufe noch mit ihren Eltern in Verbindung stehen“, erklärt Hübner. Auch Eulen verlassen oftmals als halbgroße Jungvögel die zu eng gewordene Brutstätte und sitzen bis zur Flugfähigkeit als "Ästlinge" im bodennahen Strauchwerk. Solange menschliche Beobachter sich in der Nähe der Jungtiere aufhalten, kehren die Altvögel nicht zu diesen zurück. „Wer einen solchen kräftig wirkenden Scheinwaisen findet, sollte ihn deshalb nicht einsammeln, sondern am besten in Ruhe lassen oder erforderlichenfalls an einen geschützten Ort, wie etwa eine Hecke, umsetzen“, so Hübner. Noch nackte Jungvögel sollten möglichst vorsichtig ins Nest zurückgesetzt werden. Die Vögel stören sich - im Gegensatz zu manchen Säugetieren – nicht am menschlichen Geruch. Jungvögel werden daher auch nach dem Umsetzen wieder von den Alttieren angenommen und versorgt.

Hier sind Fledermäuse das ganze Jahr willkommen

Foto: Wiegmann, H.
Foto: Wiegmann, H.

NABU zeichnet "Fledermausfreundliches Haus" aus

 

Das Haus der Familie Hanvey-Daal in Groß Hesepe wurden durch einige Maßnahmen in den letzten Monaten zu einem fledermausfreundlichen Haus umgebaut. So wurden beispielsweise auf dem Dachboden mehrere neue Fledermausquartiere angebracht. Nun ist es für die Fledermäuse möglich, durch ein kleines Einflugloch in den Dachboden zu gelangen, wo extra für sie geschreinerte Quartiere auf sie warten.....mehr lesen

Schwalben willkommen heißen

Foto: Nerger, E.
Foto: Nerger, E.

 

 

Die ersten Rauchschwalben kehren gerade aus den afrikanischen Überwinterungsgebieten zurück, freut sich Hanna Clara Wiegmann vom NABU Emsland/ Grafschaft Bentheim. „Sie haben eine enorme Wegstrecke hinter sich, die kräftezehrend war – es sind tausende Kilometer, die sie über Wüste, Savanne und Mittelmeer zu uns zurücklegen müssen.“...mehr lesen

Strukturvielfalt schafft biologische Vielfalt

Foto: Quappen, B.
Foto: Quappen, B.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des NABU Emsland Mitte berichtete Maike Hoberg von der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland über die Ergebnisse des abgeschlossenen Hotspot Projektes „Lebensadern auf Sand“. So konnten u.a. der Fleckenbach bei Bernte von einem schnurgeraden Graben in einen mäandrierenden Bach verwandelt und ein Ems-Seitenarm als Kinderstube für Fische hergestellt werden. "Wichtig ist es Strukturvielfalt zu schaffen", hob Hoberg hervor, "dann bekommt man auch biologische Vielfalt". Außerdem konnten die Menschen in der Region in die Umsetzung des Projektes einbezogen und für diesen Lebensraum begeistert werden. Maike Hoberg warb weiterhin für das neue Hotspot Projekt „Vielfalt in Geest und Moor“. Als Dankeschön für den Vortrag überreichte Ulrich Wilde, erster Vorsitzender des NABU Emsland Mitte, Maike Hoberg einen Fledermauskasten. 

Weiterhin wurden auf der Mitgliederversammlung die langjährigen Mitglieder geehrt. Der Vorsitzende des NABU Emsland Mitte, Ulrich Wilde, betonte, wie wichtig für den Verein eine langjährige Unterstützung ist. Zusätzlich präsentierten einige der vielzähligen Arbeitsgruppen des Vereins ihre Aktivitäten und Ergebnisse und stellten ihre aktuellen Projekte vor. Ulrich Wilde bedankte sich bei allen Projektgruppen und lobte die hervorragende Arbeit der vielen Ehrenamtlichen.

Niedersachsens 20.000 NAJU Mitglied kommt aus Emsbüren

Foto: Wiegmann, H.
Foto: Wiegmann, H.

Emsbüren –Martha ist 9 Jahre, kommt aus Emsbüren und ist das 20.000 NAJU Mitglied in Niedersachsen. Sie ist seit dem Sommer in der neu gegründeten NAJU Gruppe Emsbüren die von Sonja Schräer und Silvia Marek geleitet wird. Martha besucht die regelmäßigen Gruppentreffen in denen beispielswiese gekeschert wird, sodass auch einmal die Flusslebewesen genauer betrachten und erkunden werden können, aber auch eine Streuobstwiese wurde schon besucht und erforscht und Spiele gehören natürlich auch immer zu den Gruppentreffen dazu. Insgesamt sind 15 Kinder in der NAJU Gruppe in Emsbüren....mehr lesen

Brutsaison beginnt!

Foto: Hübner, K., Junge Amsel
Foto: Hübner, K., Junge Amsel

 

 Schonzeit beachten und Hecken nur mit Vorsicht pflegen.

 

Der 1. März ist ein ganz besonderes Datum für den Pflege- und Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern. Denn laut Bundesnaturschutzgesetz beginnt an diesem Tag die Nist- und Brutzeit für Vögel. In der Zeit vom 1. März bis 30. September sind daher Fällungen und Schnittmaßnahmen im öffentlichen Raum nicht erlaubt, um die Tiere nicht beim Nestbau oder bei ihrem Brutgeschäft zu stören....mehr lesen

 

 

Neue NABU Kindergruppe in Meppen

Foto: Risse, A.
Foto: Risse, A.

Anmeldungen ab sofort für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren

 Meppen – Die neu gegründete NABU Kindergruppe wird voraussichtlich am 01.März mit dem ersten Kindergruppentreffen starten und sich dann regelmäßig jeden ersten Dienstag im Monat von 16:00 – 18:00 Uhr treffen. Maßgeblich für den Start sind die zu diesem Zeitpunkt geltenden Coronaverordnungen. Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit aber auch Artenkenntnisse werden Thema bei den Gruppentreffen sein. So kann beispielsweise den Fragen nachgegangen werden, welcher Baum ist das eigentlich, welche Vögel fliegen hier und was für ein Käfer krabbelt durch den Garten? Aber auch wie kann jeder Plastikmüll reduzieren, wie pflanze ich selber Gemüse an und was benötigt der Boden eigentlich dafür. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren für das erste Treffen. Die Kindergruppenleitung übernehmen Sandra Vissering und Andreas Rakers, vom NABU Emsland Mitte. „Mir liegt das Thema Umweltbildung sehr am Herzen und daher habe ich mich zusammen mit Andreas dazu entschieden, eine NABU Kindergruppe zu gründen. Ich habe viele Ideen, die wir in der Gruppe umsetzten, erforschen und machen können und ich freue mich schon sehr auf den Start“, berichtet Sandra Vissering. Andreas Rakers fügt bestätigend hinzu: „Die Ferienpassaktionen, die ich bislang für den NABU angeboten habe, machen jedes Mal eine Menge Spaß, die Kinder sind immer sehr interessiert und gemeinsam können viele spannende Themen erforscht werden. Auch ich freue mich auf die neue Kindergruppe“. Anmeldungen oder Fragen nimmt die Leitung gern entgegen. Sandra Vissering erreichen Sie unter der Telefonnummer 0151-67506440 oder 05931-17255 und Andreas Rakers unter 0152-23143614 oder 05936-1677.

Kopfweidenpflege

Die Projektgruppe Naturschutz war wieder im Dörgener Moor aktiv. Hier wurden bereits vor einigen Jahren mehr als 30 Kopfweiden von den ehrenamtlichen Naturschützern gepflanzt. Früher wurden Kopfweiden regelmäßig beschnitten, um Weidenruten zum Flechten von Körben zu nutzen. Heute ist diese Nutzung weitgehend verschwunden. Kopfweiden benötigen jedoch regelmäßige Pflegeschnitte, damit sie ihre typische Kopfform bekommen und behalten. Ein solcher Pflegeschnitt wurde nun wieder an den Kopfweiden im Dörgener Moor durchgeführt. Kopfweiden bieten einen wichtigen Brutplatz für verschiedene Vögel, Insekten und Fledermäuse. Bei diesem Arbeitseinsatz halfen auch unsere Kinder wieder tatkräftig mit. Ein Teil der abgeschnittenen Weidenruten ging an den Meppener Waldkindergarten. Dort wollen die Kinder mit ihren Erzieherinnen interessante Dinge aus den Weidenruten bauen, wie z.B. ein Weidentipi oder einen Weidenflechtzaun. Foto/Text: Marien, C.

NABU-Fledermauspflegestation zieht Jahresbilanz

Kleine Bartfledermaus beim Wiegen, Foto: Hübner, K.
Kleine Bartfledermaus beim Wiegen, Foto: Hübner, K.

Insgesamt wurden 53 Fledermäuse 2021 aufgenommen

Die NABU Fledermauspflegestation in Meppen wird seit 2016 von Karin Schaad geleitet. Das Jahr 2021 war aber ein Rekordjahr, in dem bislang die meisten Fledermäuse abgegeben wurden. Insgesamt 53 Findlinge wurden versorgt, die hilflos, verletzt, geschwächt oder erkrankt waren. Darunter befanden sich unterschiedliche Fledermausarten. Am häufigsten waren die Zwergfledermäuse, gefolgt von dem Braunen Langohr und der Breitflügelfledermaus. Außerdem gab es eine geringe Anzahl von Rauhaut- und Kleinen Bartfledermäusen und jeweils einen Großen Abendsegler und eine Brandt-, Wasser- und Teichfledermaus. Etwa 75% der Tiere waren erwachsen. Bei dem Rest handelte es sich um Säuglinge oder Jungtiere. Diese waren besonders pflegeaufwendig. „Über die Hälfte der Fledermäuse konnten wir glücklicherweise wieder auswildern“, freut sich Karin Schaad, Leiterin der Fledermauspflegestation. „Momentan haben wir nur noch zwei Fledermäuse, die unter kontrollierten Bedingungen Winterschlaf halten. Die werden nach dem Winter ausgewildert.“

Auffällig ist, dass bereits vor dem 1. April eine hohe Anzahl an Fundtieren bei der Station abgegeben wurde. „Daher ist es wünschenswert und notwendig, dass Fledermauskartierungen für Bauvorhaben nicht erst ab April beginnen, sondern schon früher starten“, fordert Katja Hübner vom NABU Regionalverband Emsland/ Grafschaft Bentheim. "Denn wir sehen, dass Fledermäuse auch schon in der Zeit davor aktiv sind. Und das wird durch den Klimawandel mit den milderen Wintern sicher noch zunehmen."

Wer eine verletzte Fledermaus findet, sollte sich schnellstmöglich an den Fledermausnotruf unter der Telefonnummer: 0151-15902708 wenden.  

12 Naturschutz-Tipps für das neue Jahr

Kernbeißer, Foto: Nerger, E.
Kernbeißer, Foto: Nerger, E.

Werden Sie Naturschutzmacher!

 

Haus und Garten naturnah gestalten und sich für die heimische Tierwelt einsetzen. Das kann jeder tun. Jeden Monat. Hier finden Sie 12 Naturschutz-Tipps rund ums Jahr, die sich ohne viel Aufwand umsetzen lassen. Machen Sie mit!

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NABU-Infohotline für alle Natur-Interessierten

Foto: NABU
Foto: NABU

 

 

Telefonische Beratung zu Naturschutzthemen

 

030 – 284 984 – 6000

Alle Naturbegeisterten und Engagierten sollten sich diese Nummer notieren – als direkten Draht zum Naturschutz, als kompetente Info-Hotline des NABU.
Rufen Sie an bei Fragen rund um Vögel, Pflanzen, Insekten, Igel, Natur- und Umweltschutz sowie Gartenthemen

NABU Reiseprogramm 2022

Foto: Dienesch, E.
Foto: Dienesch, E.

Wer möchte nicht die Gelegenheit haben, den majestätischen Steinadler in seinem Revier, in dem auch das Murmeltier und bunte Wiesenblumen auf Almen ihr Zuhause haben, zu erleben, oder zahllose Weißstörche im romantischen Masuren, mit etwas Glück auch Delfine vor Cornwalls blühenden Steilküsten oder den Wanderfalken im Pfälzerwald zu erblicken? All das ist möglich – unter fachkundiger Leitung des NABU-Niedersachsen-Reiseteams. Denn gerade ist das Programm „Natur und Reisen“ für 2022 erschienen – und es feiert ein Jubiläum: es ist das 25. in Folge und wieder um neue Ziele erweitert. ...mehr lesen

Bingo-Umweltstiftung fördert NABU-Projekt „Flotte Käfer“ im Emsland und in der Grafschaft Bentheim

Foto: Schaad, G.
Foto: Schaad, G.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) unterstützt den NABU-Regionalverband Emsland/Grafschaft Bentheim mit 23 000 Euro für das Projekt „Flotte Käfer“. Mit Hilfe der Förderung wollen die Naturschützer Biotope für verschiedene Käferarten in der Region schaffen. Damit soll der Lebensraum der Käfer verbessert und zugleich öffentliches Interesse für ihre Bedürfnisse geweckt werden. „Käfer sind die artenreichste und individuenstärkste Gruppe der Insekten, die ebenfalls vom „Insektensterben“ betroffen ist“, begründet Projektleiter Andreas Rakers die Initiative....mehr lesen

 

Greifvögel sind streng geschützt

Foto: Dienesch, E.
Foto: Dienesch, E.

Bedingt durch zwei aktuelle Anlässe möchte der Naturschutzbund (NABU) darüber informieren, dass sämtliche Greifvögel, die im Emsland und der Grafschaft Bentheim vorkommen zu den streng geschützten Arten gehören. Nicht nur die Tiere selbst, sondern auch ihre Lebensräume, Nester und Eier stehen unter Schutz. Die Vögel dürfen nicht verletzt, gefangen oder getötet werden und es ist nicht erlaubt sie zu stören oder ihre Nester zu beschädigen. In der Grafschaft Bentheim ereignete sich ein Vorfall, bei dem versucht wurde einen Wanderfalken zu vertreiben, indem er mit einer Drohne beunruhigt und zusätzlich mit Schreckschuss-Munition beschossen wurde. Der zweite Fall geschah im Landkreis Emsland.  Hier wurde in einer sogenannten Drahtgitterfalle auch noch eine lebendige Krähe als Köder angeboten, obwohl es verboten ist, lebende Vögel als Lockmittel zu verwenden. Beide Fälle wurden den zuständigen Behörden gemeldet.