Willkommen beim NABU Emsland-Mitte

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. 

 

 

NABU aktuell

Artenvielfalt im Bliesgau

Foto: Fuchs, S.
Foto: Fuchs, S.

Meppen. In der Reihe „Natur am Donnerstag“ lädt der NABU am kommenden Donnerstag (18.10.) zu einem Lichtbildervortrag über die Artenvielfalt im Bliesgau ein. Thomas Fuchs wird einen fotografischen Streifzug durch das Biosphärenreservat Bliesgau unternehmen, bei dem die Trockenrasen und Streuobstwiesen mit ihrer großen Vielfalt an Orchideen und Schmetterlingen und die Buchenwälder mit eindrucksvolle Sandstein-felsformationen im Mittelpunkt stehen werden. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im 1. OG der NABU Regionalgeschäftsstelle, Meppen, Haselünner Str. 15. Aufgrund der begrenzten Platzzahl wird eine Anmeldung unter 05931- 40 99 630 empfohlen. NABU-Mitglieder und Kinder unter 14 J. nehmen kostenfrei teil, andere Interessenten zahlen 3 €.

Wie heißt mein Lieblingsapfel?

Foto: Over, J.
Foto: Over, J.

Nach einigen Jahren Pause veranstaltet der NABU in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem Heimatverein Versen einen Apfeltag. Am 21. Oktober wird sich im Heimathaus Versen alles um den Apfel drehen, im Zentrum der Aktion steht die Bestimmung alter Apfelsorten aus der Region. Dafür konnte der NABU wieder zwei Spezialisten gewinnen. Der Biologe Dr. Jens Pallas wird gemeinsam mit Angelika Laumann vom Kreislehrgarten Steinfurt die vorgelegten Sorten unter die Lupe nehmen. „Wir sind schon gespannt, welche Sorten diesmal dabei sind“, sagt Jutta Over vom NABU Emsland/Grafschaft Bentheim. „Jetzt haben wir ein sehr gutes Apfeljahr, aber die Äpfel fallen wegen der Trockenheit schon früh ab. Daher empfehlen wir Gartenbesitzern, die ihre Apfelsorte bestimmen lassen möchten, rechtzeitig eine Probe zurückzulegen“. Die Probe sollte aus 3 – 5 madenfreien, unbeschädigten Äpfeln bestehen, die wegen der typischen Färbung möglichst von der Sonnenseite des Baumes stammen sollten. Bis zum Apfeltag wird die Probe am besten im Kühlschrank gelagert. Beim letzten Apfeltag in Meppen waren 75 verschiedene Sorten vorgelegt worden, von der Ananasrenette bis zum Winterglockenapfel.

Außerdem wird es rund um das Heimathaus ein buntes Angebot an Ständen geben. Die Besucher können Nistkästen und Obstgehölze erwerben, frisch gepresster Apfelsaft, Kaffee und Apfelkuchen werden ebenfalls angeboten. Weitere Apfeltage unter Beteiligung des NABU finden in Clusorth-Bramhar (30. September) und in Papenburg (20. Oktober) statt. Info: NABU 05931-4099630. 

Biotoppflege im Fullener Moor

Fotos/Text: Marien, C.
Fotos/Text: Marien, C.
Zwei frisch geschlüpfte Ziegenmelker
Zwei frisch geschlüpfte Ziegenmelker

09.10.018 Im Fullener Moor befindet sich eine Moorwiese, die gemeinsam von der Projektgruppe Naturschutz und dem Naturschutzverein "Land Unter e.V." gepflegt wird. Um die Fläche als Lebensraum für Offenlandarten wie z.B. Ziegenmelker, Kreuzotter und verschiedene Orchideen zu erhalten, beweidet Land Unter e.V. mit Bentheimer Landschafen die Fläche. Da zum Schutz der bedrohten Arten die Beweidung regelmäßig erst spät im Jahr aufgenommen wird, wachsen Weiden und Traubenkirschen zuvor bereits hoch auf. Daher wird ergänzend zur Beweidung der Gehhölzaufschlag jährlich durch die Projektgruppe Naturschutz zurückgeschnitten.
https://www.nabu-emsland-mitte.de/unsere-projekte/projektgruppe-naturschutz/fullener-moor/
http://www.bentheimer-landschaf.de/unsere-schutzgebiete/ein-moor-voller-orchideen/

Schönster emsländischer Naturgarten liegt in Meppen

Foto: MTP-Moormann
Foto: MTP-Moormann

 

 

Unsere NABU Naturgarten- und Fledermausexpertin Karin Schaad aus Meppen-Rühle hat den Naturgartenwettbewerb des Emsländischen Heimatbundes gewonnen....mehr

Pflegemaßnahmen im Esterfelder Moor

Foto/Text: Marien, C.
Foto/Text: Marien, C.

Auch in diesem Jahr hat die Projektgruppe Naturschutz den Gehölzaufschlag aus jungen Birken, Kiefern und Weiden im Naturschutzgebiet Esterfelder Moor in Meppen beseitigt.  Das gut erhaltene Kleinmoor war bis vor acht Jahren noch weitgehend verbuscht. Um das Moor vor der Austrocknung durch die Gehölze zu bewahren und um den hier vorkommenden seltenen und lichtbedürftigen Arten den Lebensraum zu erhalten, wurde das Moor ab 2010 entkusselt. So nennt man die Beseitigung der Bäume. Damit der wertvolle Lebensraum nicht erneut zuwächst, werden junge, aufkommende Gehölze einmal im Jahr zurückgeschnitten.

Findelkinder in der Obhut von Dr. Erhard Nerger

Foto: Nerger, E.
Foto: Nerger, E.

 

 

Diese drei Flaschenkinder werden zur Zeit von Erhard Nerger aufgezogen. Sie wurden neben einem weiteren, leider toten Geschwister, von einer Familie in Papenburg gefunden. Als sie gebracht wurden, waren sie ca. 6 Wochen alt und hatten gerade erst die Augen geöffnet. Inzwischen haben sie ordentlich zugelegt, müssen aber immer noch alle 4-5 Stunden (auch nachts) gefüttert werden.

Vernässung des Dörgener Moores

Foto/Text: Marien, C. (August 2018)
Foto/Text: Marien, C. (August 2018)

Die Projektgruppe Naturschutz hat sich in den letzten Jahren verstärkt um die Wiedervernässung des Dörgener Moores bemüht. Drei Gräben wurden dazu an mehreren Stellen aufgestaut. Ein Staudamm hielt den Anforderungen bei extremer Witterung nicht stand und wurde von den Ehrenamtlichen mehrfach wieder hergerichtet. Nun sollte eine solide Lösung her, die allerdings den Einsatz von Maschinen notwendig machte. Die staatliche Moorverwaltung und der Landkreis Emsland unterstützten das Vorhaben und haben auf Initiative des NABU einen neuen Staudamm gebaut. Jetzt fehlt nur noch der Regen.

Seltener Kolbenwasserkäfer findet neue Heimat

Foto/Text: Schaad, G
Foto/Text: Schaad, G

Ein Naturgartenbesitzer in Meppen-Rühle beobachtete in den letzten Wochen ungewöhnlich viele große Wasserkäfer in seinen Gartenteichen. Dabei handelt es sich um den Gelbrandkäfer, Dytiscus marginalis, eine auch in Gartenteichen häufig anzutreffende Tierart. Die Käfer sind von außerhalb des Gartens in die Teiche eingeflogen, was ein normaler Vorgang ihrer Ausbreitung ist. Der Naturfreund vermutet, dass die große Zahl der „Neuzugänge“ eine Folge des Austrockens mancher Oberflächengewässer während der Trockenperiode in den letzten Wochen ist und viele Käfer sich fliegend eine neue Heimat suchen mussten.

Was den Gartenbesitzer besonders freute, war auch der erstmalige Zuzug eines Großen Kolbenwasserkäfers, Hydrophilus piceus, einer recht selten zu beobachtenden Art. Nach dem Fotografieren wurde dieser geschützte, in Deutschland vielerorts vom Aussterben bedrohte oder ausgestorbene Käfer sofort wieder in den Teich zurück gesetzt und hat dort eine neue Heimat gefunden. 

Das Beispiel zeigt erneut, dass naturnah angelegte Gartenteiche und Gärten einen Beitrag zum Schutz und zum Erhalt selten gewordener einheimischer Arten leisten können.

Von Prachtlibellen und Feuerfaltern

Foto/Text: Marien, C.
Foto/Text: Marien, C.

Der Diplom-Biologe Andreas Rakers führte im Rahmen unseres Veranstaltungsprogrammes eine abendliche Exkurion zum Thema Insekten in das Hasetal bei Meppen-Bokeloh. Am Ufer der Hase konnten in diesem naturnahen Flussabschnitt unterschiedliche Insekten beobachtet und mit der fachlichen Hilfe des Biologen bestimmt werden. Dabei wurden auch bedrohte Arten gefunden. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit ihre Artenkenntnisse auf diesem Gebiet zu erweitern und erhielten spannende Informationen und Eindrücke.

Auch dem Teich fehlt Wasser

Fotos/Text: Marien, C.

21.07.2018 Die Natur leidet unter der anhaltenden Dürre. Das Bild zeigt den Naturteich im Garten unseres Mitgliedes Louise Marien. "Der Teich hatte noch nie einen so niedrigen Wasserstand" berichtet die Naturfreundin. Wasser nachfüllen möchte sie dennoch nicht. Der Teich bleibt der natürlichen Entwicklung überlassen. Daher wurden auch keine Fische eingesetzt. Lediglich im Herbst müssen regelmäßig Pflanzen zurückgedrängt werden, damit das Biotop 


nicht zuwächst und verlandet. Die Wasserpflanzen, die jungen Grasfrösche und die Libellen müssen sich daher derzeit mit einem kleineren Wasservorrat begnügen.
Trotz der Dürre blüht derzeit das weiße Schnabelried am Teichufer. Seine Samen wurden vermutlich durch Enten eingebracht. Es steht auf der roten Liste der bedrohten Arten.


Exkursionen/Veranstaltungen


 

Veranstaltungen im        

Oktober

 

Mi. 3. Oktober, 10.30 - ca.12.30 Uhr
Pilze essbar oder giftig?
Exkursion zum Kennenlernen heimischer Pilze im Bentheimer Wald. Leitung: Sigmar Birken, Winfried Grenzheuser, Dr. Klaus Kaplan (05922-2683), Horst Mücke. Treff: Parkplatz am Kurzentrum Bad Bentheim, hinter dem Freibecken des Kurbades. Kosten: 3/0€*

Do, 18. Oktober, 20 Uhr
Natur am Donnerstag
Artenvielfalt im Bliesgau. Lichtbildervortrag von Thomas Fuchs. 25 Orchideenarten sowie eine reichhaltige Schmetterlingsfauna kennzeichnen die „Toskana des Saarlandes“. Ort: NABU Regionalgeschäftsstelle, Meppen, 1. Obergeschoss. Begrenzte Platzzahl, Anmeldung empfohlen. Kosten: 3€/0€*

Sa, 20. Oktober, 13 - 17 Uhr
Apfeltag in Naschkes Garten in Papenburg
Saftpresse, Bestimmung alter Apfelsorten, Apfelkuchen, Kinderaktionen. Info: Wolbert Schmitz (0151-51768535)

So, 21. Oktober, 11 - 17 Uhr
Großer NABU-Apfeltag in Versen
Apfelsorten-Bestimmung, Ausstellung und Verkauf von Obstgehölzen, Nistkästen uvm. Heimathaus Meppen-Versen, Feuerstiege 1B

 

*Der ermäßigte Preis gilt für NABU-Mitglieder und für Kinder bis 14 Jahren

 


Hirschkäfer

 

Zur Zeit kann man wieder Europas größte Käfer, die Hirschkäfer, beobachten. Nachdem sie 4-5 Jahre als Larven im Totholz, meist von Eichen, unter der Erde gelebt haben, findet man sie im Juni und Juli als fertige Insekten vor allem an „blutenden“ Eichen -  das heißt Eichen, die kleine Wunden oder Saftmale haben -, wo sie den austretenden Baumsaft aufnehmen.

Fotos: Nerger, E.


Neue Veranstaltungsreihe beim NABU in Meppen

Foto: Nerger, E.
Foto: Nerger, E.

 

 

 Mit der „Jagd nach dem fliegenden Diamanten“, einem kleinen Filmabend über den Eisvogel, startet am Donnerstag, 19. April, um 20 Uhr eine neue Veranstaltungsreihe beim Naturschutzbund (NABU) in Meppen....weiter zum Berich der MTP


Seltene Wasseramsel auch in unserer Region


Unserem NABU-Naturfotografen Dr. Erhard Nerger gelang einige hervorragende Aufnahmen von einer Wasseramsel, die in unserer Gegend eher selten zu beobachten ist.

Dieser amselgroße Singvogel ist eigentlich ein Bewohner klarer Gebirgsflüsse. Er ernährt sich in erster Linie von Wasserinsekten, die er bei seinen Tauchgängen erbeutet. Sein kugelförmiges Nest baut er gerne in Halbhöhlen unter Brücken oder an Uferwänden.

Als Standvogel verlässt er sein Revier nur, wenn die Gewässer zufrieren. 


Vogel des Jahres 2018

Foto: NABU-G. Stoller
Foto: NABU-G. Stoller

 

 

 

Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel – den Menschen vertraut und weit verbreitet. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft....mehr

Mangelnder Schutz der Gewässer

Pressemitteilung des NABU Emsland / Grafschaft Bentheim.
Nach der vorgestellten Regelung zu Gewässerrandstreifen im niedersächsischen Wassergesetz, macht der NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim die Dringlichkeit einer umweltfreundlichen Agrarwende des Landes erneut deutlich. Der NABU kritisiert, dass in den neuen Regelungen kein ausreichender Schutz der Gewässer in Niedersachsen vorhanden ist.....mehr

 

Tag des Artenschutzes


Liste der bedrohten Tiere und Pflanzen im Emsland ist lang

Jutta Over (NABU Emsland/Grafschaft Bentheim): Die Zahl der bedrohten Arten nimmt zu

Lingen. Kiebitze gehören zu den absoluten Verlierern, sagt Jutta Over vom Nabu Emsland/Grafschaft Bentheim. Sie sind im Jahr 2017 im Emsland kaum noch zu sehen und stehen wie fast die Hälfte der 140 Brutvogelarten auf der Liste der gefährdeten Arten. Over hat für unsere Redaktion zum heutigen Tag des Artenschutzes eine Liste bedrohter Tiere und Pflanzen im Emsland erstellt.....mehr