Willkommen beim NABU Emsland-Mitte

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.  

NABU aktuell

NABU: Eicheln, Eckern, Zapfen satt – bleiben Waldvögel dem Futterhaus fern?

Foto: NABU_Derer, F.
Foto: NABU_Derer, F.

Vom 6. bis 8. Januar findet die 13. „Stunde der Wintervögel“ statt
Emsland/ Grafschaft Bentheim – Vögel zählen ab dem Dreikönigstag: Vom 6. bis 8. Januar 2023 findet zum 13. Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt. Der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) rufen dazu auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden....mehr lesen

Tierquälerei im Emsland: Landwirt fängt und erschlägt streng geschützten Habicht – Tierschützer filmen alles – Polizei leitet Strafverfahren ein

Foto: NABU
Foto: NABU

LENGERICH/NIEDERSACHSEN. Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord haben im Emsland einen Fall von schwerer Tierquälerei und Artenschutzkriminalität aufgedeckt und die Polizei verständigt. Als Verdächtiger wurde am Mittwoch ein etwa 50jähriger Landwirt und Jagdscheininhaber ermittelt, der rund um seinen Hof in der Gemeinde Lengerich zwei Anlagen für den illegalen Fang von Greifvögeln aufgebaut und mit lebenden Tauben beködert hatte. Entdeckt wurden die verbotenen Fallen am Mittwochmorgen bei einer Suchaktion der Vogelschützer, die einen Hinweis aus der Bevölkerung erhalten hatten.
Da in einer der Fallen ein frisch gefangenes Habichtweibchen saß, wurde die Polizeistation in Spelle eingeschaltet, deren Streifenwagen etwa 40 Minuten später auf einem 400 Meter entfernten Feldweg eintraf. Während die Beamten sich dort mit den Hinweisgebern trafen, fuhr eine Person mit einem PKW zu der Falle und erschlug dort den Habicht mit einer Metallstange. Was der Täter nicht wusste: Um den gefangenen Vogel in der Zwischenzeit nicht aus den Augen zu lassen, hatten die Vogelschützer eine Kamera installiert, die alles aufzeichnete. Nachdem der Mann zwei Mal mit der Stange auf den Habicht eingeschlagen hatte, schmetterte er das Tier danach noch zwei weitere Male mit dem Kopf gegen die Stoßstange seines Autos. Wenige Minuten später wurde er beim Verlassen des Tatortes von den Polizeibeamten abgefangen. Als Motiv gab er an, das örtliche „Niederwild“ sowie sein Geflügel vor dem Habicht schützen zu wollen. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz und das Tierschutzgesetz eingeleitet. Im Falle einer Verurteilung droht dem Mann eine hohe Geldstrafe sowie der Verlust des Jagdscheins.
Das Komitee gegen den Vogelmord hat heute ein Video veröffentlicht, das die Tat in allen Einzelheiten zeigt und auch der Polizei als Beweismittel zur Verfügung gestellt wird. Das Video kann hier bei YouTube angeschaut werden: https://youtu.be/Q4_SKS2NXU0

Braunkehlchen - Vogel des Jahres 2023

Foto: NABU, Derer, F.
Foto: NABU, Derer, F.

Deutschland hat einen neuen Vogel des Jahres: 2023 trägt das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) den Titel und löst damit den Wiedehopf ab. Mit sagenhaften 58.600 Stimmen hat es die öffentliche Wahl mit deutlichem Abstand gewonnen. Fast 135.000 Menschen nahmen an der Aktion vom NABU und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) teil.

Den Gewinnervogel wird im kommenden Jahr ins Rampenlicht gerückt. Als Bewohner von Wiesen und Weiden gehört das Braunkehlchen zu den Arten, die unter den Folgen der intensiven Landwirtschaft leiden. In Niedersachsen ist das Braunkehlchen vom Aussterben bedroht...mehr lesen

Projektgruppe Naturschutz - Biotoppflege

Herbst und Winter sind die Jahreszeiten der Biotoppflege. Auch auf den Flächen, die von der Projektgruppe Naturschutz betreut werden, hat die Pflegesaison wieder begonnen. Im Esterfelder Moor wurde der Gehölzaufschlag zurückgeschnitten. Dazu fand ein umfangreicher Arbeitseinsatz der ehrenamtlichen Naturschützer statt. Im Beel an der Hase in Meppen-Bokeloh wurde von einem Fachbetrieb ein neuer Weidezaun aufgebaut, nachdem der alte Zaun sehr abgängig war. Unterstützung kam in der Angelegenheit vom Fachbereich Naturschutz des Landkreises Emsland.
Direkt nach der Fertigstellung des Zaunes, der nun auch wolfsabweisend ist, wurde die alljährliche Herbstbeweidung mit Schafen aufgenommen. Auf der Orchideenwiese im Fullener Moor hat bereits die herbstliche Beweidung mit Schafen stattgefunden. Die Projektgruppe Naturschutz hat hier nun "nachgeputzt" und Gehölzaufschlag und Brombeeren zurückgeschnitten. Eine Heidefläche im Fullener Moor, die im vergangenen Winter umfangreich durch die Projektgruppe Naturschutz entkusselt wurde, wird bereits seit einigen Monaten mit Wasserbüffeln beweidet. Weitere Biotoppflegemaßnahmen werden noch folgen. Das beeindruckende Arteninventar der betreuten Flächen zeigt, dass sich die Arbeit lohnt. Fotos/Text: Marien, C.

NABU unterstützt Windkraftnutzung – geltendes Naturschutzrecht ist aber einzuhalten

Mäusebussard; Foto: Nerger, E.
Mäusebussard; Foto: Nerger, E.

Klimaschutz und Energiekrise erfordern einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung und somit auch der Windkraftnutzung. Dies gilt auch für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim, obwohl hier bereits jetzt sehr viele Windkraftanlagen stehen und neue Standorte immer häufiger in Bereichen liegen, die aus naturschutzfachlicher Sicht kritisch zu beurteilen sind. In internen Diskussions-prozessen hat der NABU Emsland/ Grafschaft Bentheim nun für sich entschieden, dass Windkraftnutzung – wie auch bereits in der Vergangenheit - so weit wie möglich unterstützt werden soll. Allerdings wollen die Umweltschützer auch weiterhin auf die Einhaltung des geltenden Natur- und Artenschutzrechts bestehen. ....mehr lesen

Hast du ein Herz für Vögel ??

......dann suchen wir genau dich zur Unterstützung unserer heimischen Vögel.

Unsere Nisthilfen-AG betreut Nisthilfen in verschiedenen Brutgebieten im Bereich Meppen. Es wäre schön, wenn du bereit wärst, ehrenamtlich ein paar Tage im Jahr bei der Betreuung der Nistkästen zu helfen.

Wir würden uns über deine Mitarbeit in unserem tollen Team sehr freuen.

Kontakt: NABU Geschäftsstelle, Haselünner Str. 15, 49716 Meppen,
Telefon: 05931 4099630, Frau Hanna Clara Wiegmann
Helmut Schnieders: he.schnieders@t-online.de      

Fotos/Text: Schnieders, H.
Fotos/Text: Schnieders, H.

Fledermausschutz durch Jedermann

Braunes Langohr; Foto: Schaad, K.
Braunes Langohr; Foto: Schaad, K.
Braunes Langohr Klebefallenopfer; Foto: Schaad, G.
Braunes Langohr Klebefallenopfer; Foto: Schaad, G.

Keine Fliegen-Klebfallen im Außenbereich verwenden    

Fliegen sind lästig und können Krankheiten übertragen. Abhilfe können Klebfallen schaffen, die im Haus aufgehängt werden. Im Außenbereich sollten diese Fallen jedoch keine Verwendung finden, da sie auch zur tödlichen Falle für Fledermäuse werden können....mehr lesen

Neue Bewohner im Naturschaugarten

Foto/Text: Schaad, K.
Foto/Text: Schaad, K.

Auf einer kleinen, halbwegs vor Regen geschützten, aber sonnig gelegenen Sandfläche im Garten sind neben den dort schon vorhandenen Sandwespenlarven neue Nachbarn eingezogen: Die auf dem Foto erkennbaren sieben kleinen Trichter im Sand verraten, dass dort die Larven der Ameisenjungfer, die so genannten „Ameisenlöwen" auf Beute lauern. Jede Larve hat sich durch Auswerfen von trockenem Sand einen Trichter gebaut, in den unvorsichtige Kleininsekten - wie eben Ameisen etc. - abrutschen können, um dann von dem am Trichterboden eingegrabenen „Löwen“ mit kräftigen Klauenzangen gepackt, durch Giftinjektion gelähmt und schließlich verspeist zu werden. Opfer, die beim Hineinrutschen aus dem Trichter zu fliehen versuchen, werden durch Bewerfen mit Sand daran gehindert

Wie pflege ich das Insektenhotel?

Foto/Text: Schaad, K.
Foto/Text: Schaad, K.

Oft ist zu lesen, dass bei Wildbienen-Nisthilfen keine Pflege nötig sei, da die Insekten verlassene. Niströhren selbst reinigen und dann wieder beziehen. Wenn die Nistangebote neu, an einem sonnigen Standort, bevorzugt in Süd-Ost Richtung aufgestellt und besonders vor Schlagregen gutgeschützt sind, kann man sie unbesorgt sich selbst überlassen. Je nach Wildbienenart dauert es unterschiedlich lange, bis Reinigung oder Austausch von Niströhren sinnvoll sind. Die Rostroten und Gehörnten Mauerbienen, die im Frühjahr als erstes erscheinen, bevorzugen neue, saubere Nisteingänge. Sie besiedeln sehr gerne Schilfrohre und können rasch größere Bestände bilden, die jedoch nach drei bis vier Jahren wieder abnehmen, wenn nicht regelmäßig neue, saubere Niströhren zur Verfügung gestellt werden. Die Weibchen von Löcher- und Scherenbienen säubern alte Niströhren recht sorgfältig, was an den Müllbergen am Fuße der Nisthilfen zu erkennen ist. Dieser „Müll“ besteht aus altem Pollen, Larvenkot und Kokonhäuten und sollte vorsichtig mit einem kleinen Besen oder größerem Pinselentfernt werden. Je älter die Nisthilfen sind, umso mehr Brutröhren sind hinter den geschlossenen Verschlussdeckeln bereits abgestorben, z.B. durch Verpilzung. Um festzustellen, hinter welchen Deckeln sich noch intakte oder abgestorbene Brut befindet, kann man in der Zeit von Herbst bis Winter die Deckel mit einem Tupfen Wasserfarbe markieren. Wo Wildbienen schlüpfen, verschwindet durch das Öffnen der Verschlüsse auch die Farbmarkierung. Sind im Herbst immer noch Farbmarkierungen zu sehen, hat man den Nachweis, dass es sich um abgestorbene Bruthandelt. Diese Gänge können in harten Materialien wie Holz oder Keramik mit Hilfe von Nägeln, Schrauben und Bürstchen gereinigt werden, je gründlicher, umso besser. Dann stehen im folgenden Frühling wieder viele potenzielle Brutröhren zur Verfügung. Stellt man allerdings fest, dass z.B. in einem Holzklotz ein Großteil der Gänge abgestorbene Brut enthält, ist wahrscheinlich der komplette Austausch des Klotzes vorteilhafter. Hilfreiche Informationen zu diesem Thema können angesehen werden unter www.naturgartenfreude.de, einer Webseite von Werner David, der auch das sehr empfehlenswerte Buch „Fertig zum Einzug: Nisthilfen für Wildbienen“ geschrieben hat. Fertige Nisthilfen bietet der NABU in seiner Geschäftsstelle an.

Neue NABU Kindergruppe in Meppen

Foto: Risse, A.
Foto: Risse, A.

Anmeldungen ab sofort für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren

 Meppen – Die neu gegründete NABU Kindergruppe wird voraussichtlich am 01.März mit dem ersten Kindergruppentreffen starten und sich dann regelmäßig jeden ersten Dienstag im Monat von 16:00 – 18:00 Uhr treffen. Maßgeblich für den Start sind die zu diesem Zeitpunkt geltenden Coronaverordnungen. Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit aber auch Artenkenntnisse werden Thema bei den Gruppentreffen sein. So kann beispielsweise den Fragen nachgegangen werden, welcher Baum ist das eigentlich, welche Vögel fliegen hier und was für ein Käfer krabbelt durch den Garten? Aber auch wie kann jeder Plastikmüll reduzieren, wie pflanze ich selber Gemüse an und was benötigt der Boden eigentlich dafür. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren für das erste Treffen. Die Kindergruppenleitung übernehmen Sandra Vissering und Andreas Rakers, vom NABU Emsland Mitte. „Mir liegt das Thema Umweltbildung sehr am Herzen und daher habe ich mich zusammen mit Andreas dazu entschieden, eine NABU Kindergruppe zu gründen. Ich habe viele Ideen, die wir in der Gruppe umsetzten, erforschen und machen können und ich freue mich schon sehr auf den Start“, berichtet Sandra Vissering. Andreas Rakers fügt bestätigend hinzu: „Die Ferienpassaktionen, die ich bislang für den NABU angeboten habe, machen jedes Mal eine Menge Spaß, die Kinder sind immer sehr interessiert und gemeinsam können viele spannende Themen erforscht werden. Auch ich freue mich auf die neue Kindergruppe“. Anmeldungen oder Fragen nimmt die Leitung gern entgegen. Sandra Vissering erreichen Sie unter der Telefonnummer 0151-67506440 oder 05931-17255 und Andreas Rakers unter 0152-23143614 oder 05936-1677.

NABU-Infohotline für alle Natur-Interessierten

Foto: NABU
Foto: NABU

 

 

Telefonische Beratung zu Naturschutzthemen

 

030 – 284 984 – 6000

Alle Naturbegeisterten und Engagierten sollten sich diese Nummer notieren – als direkten Draht zum Naturschutz, als kompetente Info-Hotline des NABU.
Rufen Sie an bei Fragen rund um Vögel, Pflanzen, Insekten, Igel, Natur- und Umweltschutz sowie Gartenthemen

Bingo-Umweltstiftung fördert NABU-Projekt „Flotte Käfer“ im Emsland und in der Grafschaft Bentheim

Foto: Schaad, G.
Foto: Schaad, G.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) unterstützt den NABU-Regionalverband Emsland/Grafschaft Bentheim mit 23 000 Euro für das Projekt „Flotte Käfer“. Mit Hilfe der Förderung wollen die Naturschützer Biotope für verschiedene Käferarten in der Region schaffen. Damit soll der Lebensraum der Käfer verbessert und zugleich öffentliches Interesse für ihre Bedürfnisse geweckt werden. „Käfer sind die artenreichste und individuenstärkste Gruppe der Insekten, die ebenfalls vom „Insektensterben“ betroffen ist“, begründet Projektleiter Andreas Rakers die Initiative....mehr lesen

 

Greifvögel sind streng geschützt

Foto: Dienesch, E.
Foto: Dienesch, E.

Bedingt durch zwei aktuelle Anlässe möchte der Naturschutzbund (NABU) darüber informieren, dass sämtliche Greifvögel, die im Emsland und der Grafschaft Bentheim vorkommen zu den streng geschützten Arten gehören. Nicht nur die Tiere selbst, sondern auch ihre Lebensräume, Nester und Eier stehen unter Schutz. Die Vögel dürfen nicht verletzt, gefangen oder getötet werden und es ist nicht erlaubt sie zu stören oder ihre Nester zu beschädigen. In der Grafschaft Bentheim ereignete sich ein Vorfall, bei dem versucht wurde einen Wanderfalken zu vertreiben, indem er mit einer Drohne beunruhigt und zusätzlich mit Schreckschuss-Munition beschossen wurde. Der zweite Fall geschah im Landkreis Emsland.  Hier wurde in einer sogenannten Drahtgitterfalle auch noch eine lebendige Krähe als Köder angeboten, obwohl es verboten ist, lebende Vögel als Lockmittel zu verwenden. Beide Fälle wurden den zuständigen Behörden gemeldet.