Willkommen beim NABU Emsland-Mitte

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. 

 

 

NABU aktuell

Fledermausnacht am Haselünner See

Foto: Fuchs, S.
Foto: Fuchs, S.

Im Rahmen der Aktion „Europäischen Fledermausnacht“ bietet der NABU Emsland Mitte am Freitag, 24. August, eine Abendwanderung in Haselünne an. Dabei wird Fledermausexperte Thomas Fuchs (Tel.: 0 59 07 – 94 71 50) erst eine kurze Einführung über die interessanten Tiere geben. Anschließend werden Arten wie die Wasser-fledermaus und Großer Abendsegler beobachtet und mit Ultraschall-Detektoren belauscht. Treffpunkt für die ca. zweistündige Veranstaltung, die auch für Kinder geeignet ist, ist um 20.15 Uhr am Parkplatz Haus am See „Seestern“, Am See 2. Festes Schuhwerk und kleine Taschenlampen sollten mitgebracht werden. NABU-Mitglieder und Kinder unter 14 J. nehmen kostenfrei teil, andere Interessenten zahlen 3 €.  

Veranstaltet wird die Europäische Fleder-mausnacht vom Europäischen Büro für Fledermausschutz EUROBATS (Bonn) und dem NABU. Ziel ist es, über die geheimnisvollen Nachtjäger zu informieren und für den Schutz dieser gefährdeten Tiere zu werben. Zahlreiche Informationen über weitere Veranstaltungen und die Tiere selbst sowie Fledermausspiele und eine Gewinnspiel lassen sich auf der Internetseite www.batnight.de finden.

Von Prachtlibellen und Feuerfaltern

Foto/Text: Marien, C.
Foto/Text: Marien, C.

Der Diplom-Biologe Andreas Rakers führte im Rahmen unseres NABU-Veranstaltungsprogramms eine abend-liche Exkursion zum Thema "Insekten im Hasetal" bei Meppen-Bokeloh durch. Am Ufer der Hase konnten in diesem naturnahen Flussabschnitt unterschiedliche Insekten beobachtet und mit der fachlichen Hilfe des Biologen bestimmt werden. Dabei wurden auch bedrohte Arten gefunden. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit ihre Artenkenntnisse auf diesem Gebiet zu erweitern und erhielten spannende Informationen und Eindrücke.

Das Foto zeigt das Männchen einer gebänderten Prachtlibelle

Auch dem Teich fehlt Wasser

Fotos/Text: Marien, C.

21.07.2018 Die Natur leidet unter der anhaltenden Dürre. Das Bild zeigt den Naturteich im Garten unseres Mitgliedes Louise Marien. "Der Teich hatte noch nie einen so niedrigen Wasserstand" berichtet die Naturfreundin. Wasser nachfüllen möchte sie dennoch nicht. Der Teich bleibt der natürlichen Entwicklung überlassen. Daher wurden auch keine Fische eingesetzt. Lediglich im Herbst müssen regelmäßig Pflanzen zurückgedrängt werden, damit das Biotop 


nicht zuwächst und verlandet. Die Wasserpflanzen, die jungen Grasfrösche und die Libellen müssen sich daher derzeit mit einem kleineren Wasservorrat begnügen.
Trotz der Dürre blüht derzeit das weiße Schnabelried am Teichufer. Seine Samen wurden vermutlich durch Enten eingebracht. Es steht auf der roten Liste der bedrohten Arten.

Nützliche Hornissen im Garten

 

Im Garten von unserem NABU-Mitglied Dietmar Niemann haben Hornissen eine ideale Behausung gefunden. Sein Naturgarten bietet vielen Insekten ein ideales Umfeld.
Die Hornissen sind nicht aggressiv, es sei denn, man kommt ihnen zu nahe. Sie sind sehr nützlich, denn sie ernähren sich von lästigen Wespen, Heuschrecken, Pferdebremsen und auch gerne von den Raupen des Eichenwicklers. Leider stehen auch manchmal Bienen auf ihrem Speisezettel.

Fotos: Niemann, D.


Exkursionen/Veranstaltungen

 

Veranstaltungen im

       

August

 

So. 12. August, 10 – 13 Uhr
Naturoase aus Menschenhand
Besichtigung der NABU Naturstation „Weiße Riete“ in Schüttorf, Nähe Quendorfer See/ Campingplatz – weitere Infos siehe: www.nabu-grafschaft-bentheim.de

Do, 16. August, 18 Uhr
Lebensadern auf Sand in Biene
Erkundung der Tier- und Pflanzenwelt des Sandmagerrasens am Biener Busch mit Bernward Rusche (0170-8035870) und Sven Oltrop (FD Umwelt Stadt Lingen); Treff: Bookhofstraße 3, nördl. Biener Busch in Lingen-Biene

Do, 16. August, 20 Uhr
Natur am Donnerstag
Tiere und Pflanzen in Costa Rica Lichtbildvortrag mit Dr. Erhard Nerger. Ort: NABU Regionalgeschäftsstelle, Meppen, 1. Obergeschoss. Begrenzte Platzzahl, Anmeldung empfohlen. Kosten: 3€/0€*

 

 

Die Europäische Fledermausnacht oder „Batnight“ findet jedes Jahr Ende August statt. Auf zahlreichen Exkursionen vermitteln Experten spannendes Wissen über Fledermäuse. Dabei werden mit sogenannten „Bat-Detektoren“ die Ultraschalllaute der Fledermäuse hörbar gemacht – ein ganz besonderes Erlebnis, auch für Kinder!

Fr, 24. August, 20 Uhr
Batnight am Dieksee
mit Heiko Rebling und Thomas Weber (05977-1597). Treff: Parkplatz der Jugendherberge, Lengericher Str. 62, Lingen

Fr, 24. August, 20.15 Uhr
Fledermausnacht am Haselünner See
mit Thomas Fuchs (05907-947150). Treff: Parkplatz am See „Seestern“, Am See 2, Haselünne. Kosten: 3€/0€*

Fr, 24. August, 20 – 22 Uhr
Batnight im Stadtpark Papenburg
mit Arnold Lind (04961-67732). Treff: Eingang an der Ems-Zeitung, Am Stadtpark 35, Papenburg

Sa, 25. August, 20 Uhr
Batnight am Saller See
mit Heiko Rebling und Thomas Weber (05977-1597). Treff: Parkplatz am Restaurant Saller See, zwischen Freren/Lengerich

 

September

Sa, 1. September, 9.30 Uhr
Wie viele Farben hat das Leben?
Naturspaziergang für Großeltern und Enkel. Dauer: 2 - 2,5 St. mit Bernward Rusche (0170-8035870) Treff: vor dem Ludwig-Windthorst-Haus, Gerhard-Kues-Str. 16, Lingen-Holthausen

Fr, 7. September, 19.30 Uhr
Fledermausnacht in Schüttorf
mit Wolfgang Lefers, Treff: Schüttorf, Bürgerzentrum „Alte Kirchschule“, Kirchgasse 3. Info und Anmeldung: Gerd Busmann (05923-5657). Kosten: 3€/0€*


So, 23. September, 10 Uhr
Pilze finden und bestimmen
Pilzwanderung im Eleonorenwald bei Vrees mit Eugen Pawlowski. Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Umweltbildungszentrum Vrees. Treff: UBZ, Zum kleinen Esch 2, 49757 Vrees. Info: Hermann Brinker (05951-1333), Dr. Karin Geyer (04479-929369)

Fr, 28. September, 19 Uhr
Nächtliches Leben im Biener Busch
Taschenlampenwanderung zur Erkundung von dämmerungs- und nachtaktiven Kleinlebewesen, auch für Kinder in Begleitung von Erwachsenen mit Dipl Biol. Klaus Dieter Moormann. Treff: Eingang Biener Busch, Sportplatz Biene. Kosten: 3€/0€*

So, 30. September, 11 – 18 Uhr
Bauernmarkt
Meyers Mühle, Mühlenplatz in Papenburg.
Ausstellung der Naturschutzverbände zum Thema Landwirtschaft. Info: Leo Schwarte (04961-1276)

 

*Der ermäßigte Preis gilt für NABU-Mitglieder und für Kinder bis 14 Jahren

 

Neuntöter bekommen Nachwuchs

Der Neuntöter bevorzugt als Lebensraum offene Landschaften, wie Moore oder Heideflächen. Dieses Jahr sind besonders viele Brutpaare zu beobachten. In der  weiteren Nestumgebung eines Paares habe ich einige Tage angesessen und konnte wunderbar die Aufzucht der Jungen erleben. Jetzt sind alle 5 Küken ausgeflogen und flattern in der Gegend herum. Für die Eltern ist es manchmal gar nicht so einfach, die Nachkommenschaft im Gestrüpp zu finden. Aber diese machen sich wohl bemerkbar wenn sie einen Altvogel sehen. Interessant ist, dass eine gute Arbeitsteilung der Altvögel besteht. Jeder ist für ein bestimmtes Areal mit den darin befindlichen Jungen zuständig (Fotos/Text: Nerger, E.)


Hirschkäfer

 

Zur Zeit kann man wieder Europas größte Käfer, die Hirschkäfer, beobachten. Nachdem sie 4-5 Jahre als Larven im Totholz, meist von Eichen, unter der Erde gelebt haben, findet man sie im Juni und Juli als fertige Insekten vor allem an „blutenden“ Eichen -  das heißt Eichen, die kleine Wunden oder Saftmale haben -, wo sie den austretenden Baumsaft aufnehmen.

Fotos: Nerger, E.


Zauneidechsen am Wachendorfer See

Am Samstag, den 26. Mai wurden von Tobias Suntrup 22 Naturbegeisterte begrüßt. Nach kurzer Einführung wurde das gesamte Umfeld des Sees genau unter die Lupe genommen.

Mit der Unterstützung von Peter und Kerstin Kattke konnten alle Interessierten die wunderschönen Tiere aus allernächster Nähe bewundern.

Die Zauneidechsen befinden sich zurzeit in Paarungsstimmung und präsentierten sich in prächtigen Farben. Besonderes Highlight war das über mehrere Minuten andauernde Balzen eines Männchens um ein Weibchen.

Auch die Fotografen unter den Exkursionsteilnehmern konnten so manches Foto schießen. Hier ein paar gelungene Zauneidechsen-Aufnahmen von Guido Wolterink.

Der Eichenprozessionspinner rückt weiter nach Norden vor

Foto: NABU, May, H.
Foto: NABU, May, H.

Der Eichenprozessionsspinner richtet zur Zeit wieder erhebliche Schäden an. Aber auch für den Menschen sind die Raupen nicht ungefährlich. Der NABU hat dazu ein Hintergrundpapier herausgegeben (s. Download)

Download
NABU Hintergrundpapier zum Eichenprozess
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Der Eulen-Nachwuchs ist jetzt da

Die Steinkäuze werden jetzt flügge. Die Brutröhre war bewusst so angebracht, dass man die Küuzchen ohne zu stören auch vom Auto aus gut beobachten.

Dass alle 4 Jungen überlebt haben, ist Dietmar Niemann von der Eulen-AG zu verdanken, der nach einem Wolkenbruch voller Sorge noch in der Nacht nachgesehen hatte, ob alles in Ordnung ist und ein völlig durchnässtes Jungtier im Wasser unter der Brutröhre gefunden hatte. 

Fotos: Nerger, E.


Neue Veranstaltungsreihe beim NABU in Meppen

Foto: Nerger, E.
Foto: Nerger, E.

 

 

 Mit der „Jagd nach dem fliegenden Diamanten“, einem kleinen Filmabend über den Eisvogel, startet am Donnerstag, 19. April, um 20 Uhr eine neue Veranstaltungsreihe beim Naturschutzbund (NABU) in Meppen....weiter zum Berich der MTP


Seltene Wasseramsel auch in unserer Region


Unserem NABU-Naturfotografen Dr. Erhard Nerger gelang einige hervorragende Aufnahmen von einer Wasseramsel, die in unserer Gegend eher selten zu beobachten ist.

Dieser amselgroße Singvogel ist eigentlich ein Bewohner klarer Gebirgsflüsse. Er ernährt sich in erster Linie von Wasserinsekten, die er bei seinen Tauchgängen erbeutet. Sein kugelförmiges Nest baut er gerne in Halbhöhlen unter Brücken oder an Uferwänden.

Als Standvogel verlässt er sein Revier nur, wenn die Gewässer zufrieren. 


Nistkasten für Star und Wendehals

Star entsorgt Kot, Foto: NABU-Holl, L.
Star entsorgt Kot, Foto: NABU-Holl, L.

Da natürliche Höhlen in alten Bäumen immer weniger zur Verfügung stehen, helfen Sie dem Star, unser Vogel des Jahres, mit einem Nistkasten. Sowohl im Privatgarten als auch in öffentlichen Grünbereichen und in ländlichen Gebieten findet der Star so einen Platz, um seine Jungen aufzuziehen. Bringen Sie doch gleich mehrere Staren-Eigenheime an, denn der gesellige Star lebt gern in der Gemeinschaft.
Im Prinzip handelt es sich um einen vergrößerten Meisenkasten. Der Starenkasten benötigt ein Einflugloch mit 45 Millimetern Durchmesser. Bei geeigneter Umgebung (Streuobstwiesen, sonnige Lagen mit altem Baumbestand) bezieht  vielleicht auch der bedrohte Wendehals das geräumige Domizil...zur Bauanleitung

Vogel des Jahres 2018

Foto: NABU-G. Stoller
Foto: NABU-G. Stoller

 

 

 

Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel – den Menschen vertraut und weit verbreitet. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft....mehr

Mangelnder Schutz der Gewässer

Pressemitteilung des NABU Emsland / Grafschaft Bentheim.
Nach der vorgestellten Regelung zu Gewässerrandstreifen im niedersächsischen Wassergesetz, macht der NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim die Dringlichkeit einer umweltfreundlichen Agrarwende des Landes erneut deutlich. Der NABU kritisiert, dass in den neuen Regelungen kein ausreichender Schutz der Gewässer in Niedersachsen vorhanden ist.....mehr

 

Tag des Artenschutzes


Liste der bedrohten Tiere und Pflanzen im Emsland ist lang

Jutta Over (NABU Emsland/Grafschaft Bentheim): Die Zahl der bedrohten Arten nimmt zu

Lingen. Kiebitze gehören zu den absoluten Verlierern, sagt Jutta Over vom Nabu Emsland/Grafschaft Bentheim. Sie sind im Jahr 2017 im Emsland kaum noch zu sehen und stehen wie fast die Hälfte der 140 Brutvogelarten auf der Liste der gefährdeten Arten. Over hat für unsere Redaktion zum heutigen Tag des Artenschutzes eine Liste bedrohter Tiere und Pflanzen im Emsland erstellt.....mehr