Willkommen beim NABU Emsland-Mitte

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. 

 

 

NABU aktuell

Infoveranstaltung zur E233

Foto: NABU-May, H.
Foto: NABU-May, H.

Die Bürgerinitiative Exit 233 und der Naturschutzbund (NABU) Emsland/Grafschaft Bentheim laden gemeinsam zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Dienstag, den 18. September um 19 Uhr in der Gaststätte Köster, Bokeloher Str. 48, Meppen ein. Hauptthema ist das Planfeststellungsverfahren, das die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für den ersten Abschnitt des geplanten Ausbaus der E 233 eingeleitet hat. Zusammen mit Katja Hübner vom NABU informiert die BI alle Interessierten über den Ablauf des Verfahrens und die Einwendungsmöglichkeiten. Weitere Themen sind der Rückblick auf die Kundgebung im Juni und die Vorbereitung von öffentlichen Aktionen, mit denen der Widerstand gegen den autobahnähnlichen Ausbau deutlich gemacht werden soll. 

Wie heißt mein Lieblingsapfel?

Foto: Over, J.
Foto: Over, J.

Nach einigen Jahren Pause veranstaltet der NABU in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem Heimatverein Versen einen Apfeltag. Am 21. Oktober wird sich im Heimathaus Versen alles um den Apfel drehen, im Zentrum der Aktion steht die Bestimmung alter Apfelsorten aus der Region. Dafür konnte der NABU wieder zwei Spezialisten gewinnen. Der Biologe Dr. Jens Pallas wird gemeinsam mit Angelika Laumann vom Kreislehrgarten Steinfurt die vorgelegten Sorten unter die Lupe nehmen. „Wir sind schon gespannt, welche Sorten diesmal dabei sind“, sagt Jutta Over vom NABU Emsland/Grafschaft Bentheim. „Jetzt haben wir ein sehr gutes Apfeljahr, aber die Äpfel fallen wegen der Trockenheit schon früh ab. Daher empfehlen wir Gartenbesitzern, die ihre Apfelsorte bestimmen lassen möchten, rechtzeitig eine Probe zurückzulegen“. Die Probe sollte aus 3 – 5 madenfreien, unbeschädigten Äpfeln bestehen, die wegen der typischen Färbung möglichst von der Sonnenseite des Baumes stammen sollten. Bis zum Apfeltag wird die Probe am besten im Kühlschrank gelagert. Beim letzten Apfeltag in Meppen waren 75 verschiedene Sorten vorgelegt worden, von der Ananasrenette bis zum Winterglockenapfel.

Außerdem wird es rund um das Heimathaus ein buntes Angebot an Ständen geben. Die Besucher können Nistkästen und Obstgehölze erwerben, frisch gepresster Apfelsaft, Kaffee und Apfelkuchen werden ebenfalls angeboten. Weitere Apfeltage unter Beteiligung des NABU finden in Clusorth-Bramhar (30. September) und in Papenburg (20. Oktober) statt. Info: NABU 05931-4099630. 

Findelkinder in der Obhut von Dr. Erhard Nerger

Foto: Nerger, E.
Foto: Nerger, E.

 

 

Diese drei Flaschenkinder werden zur Zeit von Erhard Nerger aufgezogen. Sie wurden neben einem weiteren, leider toten Geschwister, von einer Familie in Papenburg gefunden. Als sie gebracht wurden, waren sie ca. 6 Wochen alt und hatten gerade erst die Augen geöffnet. Inzwischen haben sie ordentlich zugelegt, müssen aber immer noch alle 4-5 Stunden (auch nachts) gefüttert werden.

Vernässung des Dörgener Moores

Foto/Text: Marien, C. (August 2018)
Foto/Text: Marien, C. (August 2018)

Die Projektgruppe Naturschutz hat sich in den letzten Jahren verstärkt um die Wiedervernässung des Dörgener Moores bemüht. Drei Gräben wurden dazu an mehreren Stellen aufgestaut. Ein Staudamm hielt den Anforderungen bei extremer Witterung nicht stand und wurde von den Ehrenamtlichen mehrfach wieder hergerichtet. Nun sollte eine solide Lösung her, die allerdings den Einsatz von Maschinen notwendig machte. Die staatliche Moorverwaltung und der Landkreis Emsland unterstützten das Vorhaben und haben auf Initiative des NABU einen neuen Staudamm gebaut. Jetzt fehlt nur noch der Regen.

Seltener Kolbenwasserkäfer findet neue Heimat

Foto/Text: Schaad, G
Foto/Text: Schaad, G

Ein Naturgartenbesitzer in Meppen-Rühle beobachtete in den letzten Wochen ungewöhnlich viele große Wasserkäfer in seinen Gartenteichen. Dabei handelt es sich um den Gelbrandkäfer, Dytiscus marginalis, eine auch in Gartenteichen häufig anzutreffende Tierart. Die Käfer sind von außerhalb des Gartens in die Teiche eingeflogen, was ein normaler Vorgang ihrer Ausbreitung ist. Der Naturfreund vermutet, dass die große Zahl der „Neuzugänge“ eine Folge des Austrockens mancher Oberflächengewässer während der Trockenperiode in den letzten Wochen ist und viele Käfer sich fliegend eine neue Heimat suchen mussten.

Was den Gartenbesitzer besonders freute, war auch der erstmalige Zuzug eines Großen Kolbenwasserkäfers, Hydrophilus piceus, einer recht selten zu beobachtenden Art. Nach dem Fotografieren wurde dieser geschützte, in Deutschland vielerorts vom Aussterben bedrohte oder ausgestorbene Käfer sofort wieder in den Teich zurück gesetzt und hat dort eine neue Heimat gefunden. 

Das Beispiel zeigt erneut, dass naturnah angelegte Gartenteiche und Gärten einen Beitrag zum Schutz und zum Erhalt selten gewordener einheimischer Arten leisten können.

Von Prachtlibellen und Feuerfaltern

Foto/Text: Marien, C.
Foto/Text: Marien, C.

Auch dem Teich fehlt Wasser

Fotos/Text: Marien, C.

21.07.2018 Die Natur leidet unter der anhaltenden Dürre. Das Bild zeigt den Naturteich im Garten unseres Mitgliedes Louise Marien. "Der Teich hatte noch nie einen so niedrigen Wasserstand" berichtet die Naturfreundin. Wasser nachfüllen möchte sie dennoch nicht. Der Teich bleibt der natürlichen Entwicklung überlassen. Daher wurden auch keine Fische eingesetzt. Lediglich im Herbst müssen regelmäßig Pflanzen zurückgedrängt werden, damit das Biotop 


nicht zuwächst und verlandet. Die Wasserpflanzen, die jungen Grasfrösche und die Libellen müssen sich daher derzeit mit einem kleineren Wasservorrat begnügen.
Trotz der Dürre blüht derzeit das weiße Schnabelried am Teichufer. Seine Samen wurden vermutlich durch Enten eingebracht. Es steht auf der roten Liste der bedrohten Arten.

Nützliche Hornissen im Garten

 

Im Garten von unserem NABU-Mitglied Dietmar Niemann haben Hornissen eine ideale Behausung gefunden. Sein Naturgarten bietet vielen Insekten ein ideales Umfeld.
Die Hornissen sind nicht aggressiv, es sei denn, man kommt ihnen zu nahe. Sie sind sehr nützlich, denn sie ernähren sich von lästigen Wespen, Heuschrecken, Pferdebremsen und auch gerne von den Raupen des Eichenwicklers. Leider stehen auch manchmal Bienen auf ihrem Speisezettel.

Fotos: Niemann, D.


Exkursionen/Veranstaltungen

 

Veranstaltungen im

        

September

Sa, 1. September, 9.30 Uhr
Wie viele Farben hat das Leben?
Naturspaziergang für Großeltern und Enkel. Dauer: 2 - 2,5 St. mit Bernward Rusche (0170-8035870) Treff: vor dem Ludwig-Windthorst-Haus, Gerhard-Kues-Str. 16, Lingen-Holthausen

Fr, 7. September, 19.30 Uhr
Fledermausnacht in Schüttorf
mit Wolfgang Lefers, Treff: Schüttorf, Bürgerzentrum „Alte Kirchschule“, Kirchgasse 3. Info und Anmeldung: Gerd Busmann (05923-5657). Kosten: 3€/0€*


So, 23. September, 10 Uhr
Pilze finden und bestimmen
Pilzwanderung im Eleonorenwald bei Vrees mit Eugen Pawlowski. Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Umweltbildungszentrum Vrees. Treff: UBZ, Zum kleinen Esch 2, 49757 Vrees. Info: Hermann Brinker (05951-1333), Dr. Karin Geyer (04479-929369)

Fr, 28. September, 19 Uhr
Nächtliches Leben im Biener Busch
Taschenlampenwanderung zur Erkundung von dämmerungs- und nachtaktiven Kleinlebewesen, auch für Kinder in Begleitung von Erwachsenen mit Dipl Biol. Klaus Dieter Moormann. Treff: Eingang Biener Busch, Sportplatz Biene. Kosten: 3€/0€*

So, 30. September, 11 – 18 Uhr
Bauernmarkt
Meyers Mühle, Mühlenplatz in Papenburg.
Ausstellung der Naturschutzverbände zum Thema Landwirtschaft. Info: Leo Schwarte (04961-1276)

 

*Der ermäßigte Preis gilt für NABU-Mitglieder und für Kinder bis 14 Jahren

 

Neuntöter bekommen Nachwuchs

Der Neuntöter bevorzugt als Lebensraum offene Landschaften, wie Moore oder Heideflächen. Dieses Jahr sind besonders viele Brutpaare zu beobachten. In der  weiteren Nestumgebung eines Paares habe ich einige Tage angesessen und konnte wunderbar die Aufzucht der Jungen erleben. Jetzt sind alle 5 Küken ausgeflogen und flattern in der Gegend herum. Für die Eltern ist es manchmal gar nicht so einfach, die Nachkommenschaft im Gestrüpp zu finden. Aber diese machen sich wohl bemerkbar wenn sie einen Altvogel sehen. Interessant ist, dass eine gute Arbeitsteilung der Altvögel besteht. Jeder ist für ein bestimmtes Areal mit den darin befindlichen Jungen zuständig (Fotos/Text: Nerger, E.)


Hirschkäfer

 

Zur Zeit kann man wieder Europas größte Käfer, die Hirschkäfer, beobachten. Nachdem sie 4-5 Jahre als Larven im Totholz, meist von Eichen, unter der Erde gelebt haben, findet man sie im Juni und Juli als fertige Insekten vor allem an „blutenden“ Eichen -  das heißt Eichen, die kleine Wunden oder Saftmale haben -, wo sie den austretenden Baumsaft aufnehmen.

Fotos: Nerger, E.


Zauneidechsen am Wachendorfer See

Am Samstag, den 26. Mai wurden von Tobias Suntrup 22 Naturbegeisterte begrüßt. Nach kurzer Einführung wurde das gesamte Umfeld des Sees genau unter die Lupe genommen.

Mit der Unterstützung von Peter und Kerstin Kattke konnten alle Interessierten die wunderschönen Tiere aus allernächster Nähe bewundern.

Die Zauneidechsen befinden sich zurzeit in Paarungsstimmung und präsentierten sich in prächtigen Farben. Besonderes Highlight war das über mehrere Minuten andauernde Balzen eines Männchens um ein Weibchen.

Auch die Fotografen unter den Exkursionsteilnehmern konnten so manches Foto schießen. Hier ein paar gelungene Zauneidechsen-Aufnahmen von Guido Wolterink.

Der Eulen-Nachwuchs ist jetzt da


Neue Veranstaltungsreihe beim NABU in Meppen

Foto: Nerger, E.
Foto: Nerger, E.

 

 

 Mit der „Jagd nach dem fliegenden Diamanten“, einem kleinen Filmabend über den Eisvogel, startet am Donnerstag, 19. April, um 20 Uhr eine neue Veranstaltungsreihe beim Naturschutzbund (NABU) in Meppen....weiter zum Berich der MTP


Seltene Wasseramsel auch in unserer Region


Unserem NABU-Naturfotografen Dr. Erhard Nerger gelang einige hervorragende Aufnahmen von einer Wasseramsel, die in unserer Gegend eher selten zu beobachten ist.

Dieser amselgroße Singvogel ist eigentlich ein Bewohner klarer Gebirgsflüsse. Er ernährt sich in erster Linie von Wasserinsekten, die er bei seinen Tauchgängen erbeutet. Sein kugelförmiges Nest baut er gerne in Halbhöhlen unter Brücken oder an Uferwänden.

Als Standvogel verlässt er sein Revier nur, wenn die Gewässer zufrieren. 


Vogel des Jahres 2018

Foto: NABU-G. Stoller
Foto: NABU-G. Stoller

 

 

 

Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel – den Menschen vertraut und weit verbreitet. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft....mehr

Mangelnder Schutz der Gewässer

Pressemitteilung des NABU Emsland / Grafschaft Bentheim.
Nach der vorgestellten Regelung zu Gewässerrandstreifen im niedersächsischen Wassergesetz, macht der NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim die Dringlichkeit einer umweltfreundlichen Agrarwende des Landes erneut deutlich. Der NABU kritisiert, dass in den neuen Regelungen kein ausreichender Schutz der Gewässer in Niedersachsen vorhanden ist.....mehr

 

Tag des Artenschutzes


Liste der bedrohten Tiere und Pflanzen im Emsland ist lang

Jutta Over (NABU Emsland/Grafschaft Bentheim): Die Zahl der bedrohten Arten nimmt zu

Lingen. Kiebitze gehören zu den absoluten Verlierern, sagt Jutta Over vom Nabu Emsland/Grafschaft Bentheim. Sie sind im Jahr 2017 im Emsland kaum noch zu sehen und stehen wie fast die Hälfte der 140 Brutvogelarten auf der Liste der gefährdeten Arten. Over hat für unsere Redaktion zum heutigen Tag des Artenschutzes eine Liste bedrohter Tiere und Pflanzen im Emsland erstellt.....mehr