Willkommen beim NABU Emsland-Mitte

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. 

 

 

NABU aktuell

Fledermausnacht am Haselünner See

Foto: Marien, C.
Foto: Marien, C.

Am Freitag, 23. August, 20:30 Uhr bietet der NABU Emsland Mitte eine Abendwanderung in Haselünne an. Dabei wird Fledermausexperte Thomas Fuchs (Tel.: 0 59 07 – 94 71 50) erst eine kurze Einführung über das Leben der interessanten Tiere geben. Anschließend werden Arten wie die Wasserfledermaus und Großer Abendsegler beobachtet und mit Ultraschall-Detektoren belauscht. Treffpunkt für die ca. zweistündige Veranstaltung, die auch für Kinder geeignet ist, ist – abweichend von den Angaben im Veranstaltungsprogramm des NABU - bereits um 20.30 Uhr am Parkplatz Haus am See „Seestern“, Am See 2. Festes Schuhwerk und kleine Taschenlampen sollten mitgebracht werden. NABU-Mitglieder und Kinder unter 14 J. nehmen kostenfrei teil, andere Interessenten zahlen 3 €.

Vortrag über Bienen und Hummeln

Foto: Bronsema, I.
Foto: Bronsema, I.

 

 

Am Donnerstag, 19. September, 19 Uhr wird ein Vortrag über Bienen und Hummeln angeboten. Schwerpunkte des Vortrags sind die Bedeutung, Entwicklung und Lebensweise dieser nützlichen Tierchen und wie wir ihnen  helfen können! Ein Vortrag von Hermann Hunfeld, Dortmund in der Cafeteria St. Vitus Werk, Zeissstr. 5, Meppenin Zusammenarbeit mit der Lokalen Aktionsgruppe Hasetal.

Von der Klebefalle ins Planschbecken

Karin Schaad mit Zwergfledermaus; Foto: Schaad, G.
Karin Schaad mit Zwergfledermaus; Foto: Schaad, G.

Fledermäuse sind immer neuen Gefahren ausgesetzt – NABU-Expertin zieht Bilanz -

Im Rahmen der Vortragsreihe „Natur am Donnerstag“ berichtete NABU-Fledermausexpertin Karin Schaad zahlreichen Interessierten von ihrem Einsatz zur Rettung der „kleinen Kobolde in Not“. Dabei zeigte sie beeindruckende Bilder von verunglückten Tieren und konnte mit vielen Geschichten aufwarten. Eine Familie in Dankern etwa wollte nur lästige Insekten loswerden, als sie eine Klebefalle auf die Veranda des Ferienhauses hängte. Womit sie nicht gerechnet hatte: Ein Braunes Langohr bekam Appetit auf die zappelnden Insekten – und wickelte sich beim Fangversuch komplett in den Klebestreifen ein. Nachdem erste Versuche einer Reinigung mit Öl nichts brachten, stieß man zum Glück auf den Fledermausnotruf des NABU. Karin Schaad konnte dem Tierchen schließlich helfen – mit gefühlt 1000 Wattestäbchen und jeder Menge Öl und Spezialreiniger, wie sie berichtete....mehr

 

 

Der Eichen-Prozessionsspinner

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Hätte die starke Ausbreitung des Eichen-Prozessionsspinners verhindert werden können?
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Trägt der Mensch Mitschuld an dem aktuellen Problem?
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Eichenprozessionsspinner.mp4
MP3 Audio Datei 34.1 MB

Der Bienenwolf

Foto/Text: Nerger, E.
Foto/Text: Nerger, E.

Am Rand einer inzwischen renaturierten Sandabbaustelle entdeckte ich in einer kleinen Steilwand aus abgetragenem Mutterboden eine Vielzahl von Löchern. Das machte mich neugierig und so beobachtete ich eine Zeit lang, ob sich einer der Baumeister zeigen würde. Schon nach kurzer Zeit blickten mich aus mehreren Löchern Gesichter an. Die Bewohner waren Hautflügler aus der Familie der Grabwespen: Bienenwölfe. Mehrere Nach-mittage beobachtete ich das Treiben der Insekten mit der Kamera. Es war hochinteressant.... mehr Text und Fotos

Uferschwalben fliegen aus

In unserer Region befindet sich in einer alten Sandentnahmestelle eine große Uferschwalbenkolonie von etwa 70 Paaren. Hier herrscht reger Betrieb. Zur Zeit  fliegen gerade die Jungtiere der zweiten Brut aus. Sie kehren aber immer wieder gerne in die Bruthöhle zurück, um sich von den Alttieren noch füttern zu lassen. Die Uferschwalbe ist unsere kleinste Schwalbenart und die Alttiere verlassen uns schon wieder Ende August Richtung Afrika. Die Jungtiere folgen dann später. Diese Schwalbenart ist auf Steilwände angewiesen, in die sie ihre etwa 70 cm langen Brutröhren gräbt, welche am Ende erweitert sind und eine mit Federn und Halmen ausgepolsterte Nistgrube aufweisen. Obwohl die Uferschwalbe gesetzlich geschützt ist und ihre Brutstätten nicht zerstört werden dürfen, kommt es leider trotzdem immer wieder zu Zerstörungen der Brutwände, weil dort weiter Sand abgebaut wird oder die Steilwände aus Sicherheitsgründen abgeschrägt werden. Durch Gespräche mit dem Betreiber der Sandgruben konnten wir schon manch eine Kolonie retten. Fotos/Text: Nerger, E.


Exkursion an die Hase

In der Hase bei Haselünne- Eltern hat sich nach der Renaturierung eine Insel gebildet. Foto/Text: Marien, C.
In der Hase bei Haselünne- Eltern hat sich nach der Renaturierung eine Insel gebildet. Foto/Text: Marien, C.

10.07.2019 Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für  Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) ist zuständig für die Unterhaltung der Hase. In den letzten Jahren hat sich diese Behörde sehr  dem Naturschutzgedanken geöffnet. So wurden große Teile des Haseufers aus der intensiven Unterhaltung herausgenommen und können sich nun  naturnah entwickeln. In einigen Abschnitten wurde die Hase aktiv bei der naturnahen Entwicklung unterstützt. Beispielsweise wurden Steinschüttungen an den Ufern entfernt, Kiesbänke angelegt, Ufer abgeflacht und Flutrinnen angelegt. Totholz wurde in den Fluss eingebaut um die Strömung zu lenken oder um ein weiteres Eintiefen des Flusses in das Gelände zu verringern. Unter der Leitung von Herrn Schwanken vom NLWKN wurde ein solcher renaturierter Abschnitt der Hase im Bereich Haselünne- Eltern besichtigt. Vorab gab es einen informativen Bildervortrag als Einleitung.

Nistkastenbetreuer unterwegs

Foto/Text: Schnieders, H.
Foto/Text: Schnieders, H.

Bei der letzten Besprechung der Nisthilfen AG im Januar wurde beschlossen, die Gebiete der einzelnen Nistkastenbetreuer kennenzulernen, und so auch  die Gemeinschaft zu fördern.
In diesem Jahr ging die Radtour vom Treffpunkt der Freilichtbühne zu Reinhard Gützlaff nach Schwefingen. Reinhard führte fachkundig durch sein großes, seit vielen Jahren von ihm betreutes Gebiet.
Bei der anschließenden Einkehr in die Dorfscheune wurden bei Kaffee und Kuchen verschiedene Themen rund um die Nistkastenbetreuung besprochen.  Zum Abschluss ging es zu dem Naturgarten vom NABU. Es war für alle ein bereichernder und kurzweiliger  Nachmittag.


Vortrag in der Grundschule Hemsen

Foto/Text: Schnieders, H.
Foto/Text: Schnieders, H.

Auf Einladung der Grundschule Hemsen hat die Nisthilfen AG einen Vortrag gehalten. 

Verschiedene Vogelnistkästen und Fledermauskästen wurden vorgestellt. Die Kinder zeigten ein großes Interesse, wie und wo die Kästen aufgehängt werden müssen.
Anschließend wurden auf dem Schulhof die schon vorhandenen Nistkästen und das große Insektenhotel mit dem begrünten Dach begutachtet.
Ein großes Lob an die Grundschule Hemsen, dass die Kinder schon in jungen Jahren für die Umwelt und Natur begeistert werden.

Berg-Laufkäfer im Bargerveen

Die etwa 1,5 cm langen Sandlaufkäfer leben von anderen Insekten und kleinen Spinnen. Sie sind sehr schnelle Läufer und gute Flieger. Neben dem bei uns vor allem in Moorgebieten häufig vorkommenden Feld-Sandlaufkäfer gibt her auch häufiger den Berg-Sandlaufkäfer, der zur Zeit gut in Bargerveen gut zu beobachten ist. Da die Käfer, gerade bei den zur Zeit hohen Temperaturen, immer in Bewegung sind, ist es nicht ganz einfach zu brauchbaren Bildern zu kommen. Aber erst auf den Bildern sieht man die gewaltigen Mandibeln, zwischen die man nicht geraten möchte.

Foto/Text: Nerger, E.


Veranstaltungen des NABU in unserer Region

  

August

Sa, 3. August, 12 – 19 Uhr
Hoffest auf dem Arche Naturhof Buschwiesen
mit NABU-Infostand. Ort: Ecke Klausenstraße/Am Schnappen, Freren

 

Do, 15. August, 20 Uhr
Kleine Kobolde in Not
Bildvortrag von Karin Schaad über die Versorgung von Findlingen und Aufzucht junger Fledermäuse; Ort: NABU Regionalgeschäftsstelle, Meppen, 1. Obergeschoss. Begrenzte Platzzahl, Anmeldung empfohlen, Kosten: 3€/0€*

Die Europäische Fledermausnacht oder „Batnight“ findet jedes Jahr Ende August statt. Auf zahlreichen Exkursionen vermitteln Experten spannendes Wissen über Fledermäuse. Dabei werden mit sogenannten „Bat-Detektoren“ die Ultraschalllaute der Fledermäuse hörbar gemacht – ein ganz besonderes Erlebnis, auch für Kinder!

 

Fr, 23. August, 20 – 22  Uhr
Batnight im Stadtpark Papenburg
mit Arnold Lind (04961-67732)
Treff: Eingang an der Ems-Zeitung, Am Stadtpark 35, Papenburg

 

Fr, 23. August, 20 Uhr

Batnight am Dieksee

mit Heiko Rebling und Thomas Weber,

Treff: Parkplatz der Jugendherberge, Lengericher Str. 62, Lingen

 

Fr, 23. August, 20:30 Uhr (geänderte Uhrzeit!!)
Fledermausnacht am Haselünner See
mit Thomas Fuchs (05907-947150)
 Treff: Parkplatz am See „Seestern“, Am See 2, Haselünne; Kosten: 3€/0€*

 

Sa, 24. August, 20 Uhr
Batnight am Saller See
mit Heiko Rebling und Thomas Weber,
Treff: Parkplatz am Restaurant Saller See zwischen Freren / Lengerich

 

Do, 29. August, 18 – 19.30 Uhr
Lebensadern auf Sand in Biene
Erkundung der Tier- und Pflanzenwelt des Sandmagerrasens am Biener Busch mit Bernward Rusche (0170-8035870), Sven Oltrop (FD Umwelt Stadt Lingen) und Helmut Reimann (Ameisenschutzwarte). Treff: Bookhofstraße 3, nördl. Biener Busch in Lingen-Biene.

 

Sa, 31. August, 9.30 Uhr
Safari am Bach
Ausgerüstet mit Kescher, Sieb und Lupe begeben wir uns auf die Suche nach kleinen Wasserbewohnern (Bachflohkrebsen, Köcherfliegenlarven …). Außerdem starten wir mit selbstgebauten, kleinen Booten ein Wettrennen. Aktion für Kinder in Begleitung, Rucksackverpflegung bitte mitbringen; Dauer ca. 2 Stunden. Leitung: Anne Risse (05907-9497354); Treff: Wasserwerk Grumsmühlen, an der L60 zwischen Lingen und Langen

 

*Der ermäßigte Preis gilt für NABU-Mitglieder und für Kinder bis 14 Jahren

 

 

Kontrolle der Steinkauzröhren

Foto: Niemann, D.
Foto: Niemann, D.

Bernd Quappen berichtet: Wir waren bisher an drei Tagen unterwegs und haben alle wichtigen Gebiete kontrolliert. Das Ergebnis war leider mit bisher 13 besetzten Röhren etwas ernüchternd. Auch wenn noch einige Kästen kontrolliert werden müssen, werden wir wohl nicht die guten Werte der vergangenen Jahre erreichen. Drei in den letzten Jahren besetzte Röhren waren für Steinkäuze leider nicht mehr nutzbar.  Eine Röhre war offensichtlich abgeschraubt und lag am Boden, eine Röhre samt Baum musste einem neuem Pferdestall weichen und die dritte Röhre lag neben einer Scheune, weil der zugehörige Baum gefällt worden war. Die meisten Standorte der Röhren wurden per GPS-Daten erfasst, um ein zukünftiges Auffinden der Röhren zu erleichtern.

Schön war's bei den Eidechsen

Foto: Kampf, H.-D., Text: Hübner, K.
Foto: Kampf, H.-D., Text: Hübner, K.

20 Erwachsene und 9 Kinder machten sich am 25. Mai unter Leitung von Tobias Suntrup auf die Suche nach Zauneidechsen am Wachendorfer See. Das Wetter war kühl und bedeckt. Würden wir da die wechselwarmen Tiere überhaupt zu sehen bekommen ? Erst ließ sich kein Eidechsenschwanz entdecken. Dann sah ein Teilnehmer etwas huschen! - Und schon war es weg.

So bewunderten wir den Sonnentau, der massenhaft am Ufer des Wachendorfer Sees wächst und erfolgreich Insekten - darunter auch einen Bläuling - gefangen hatte. Auch Wasserfrösche und Kaulquappen waren interessant anzusehen. Die Wasserminze roch gut, als wir ihre Blätter zwischen den Fingern verrieben. Und viele Insekten im und am Wasser fesselten die Aufmerksamkeit der Kinder. Und dann - wir waren einmal um den See herum - kam die Sonne heraus. Es wurde merklich wärmer und schon tauchten die Eidechsen auf. Erst eine und dann mehr, so dass nachher jeder Teilnehmer ausreichend Gelegenheit hatte, die schön grün gefärbten Männchen zu bestaunen. Das war toll !

Teichhuhn-Nachwuchs in Haren

Zu seinen Bildern gab unser Naturfotograf Dr. Erhard Nerger folgende Erläuterungen.

An unserem Gartenteich sind die letzten Tage wieder Grünfüßige Teichhühner geschlüpft. Das Gelege bestand aus 8 Eiern, aus denen 7 Junge geschlüpft sind. Ein Ei war faul. Die Teichrallen sind aus-gesprochen scheu. Wenn wir während der Brutzeit an den Teich gingen, liefen sie sofort vom Nest. Auch jetzt benötige ich das Tarnzelt, das ich aber wegen des Eisvogels sowieso dauernd aufgebaut habe, um zu Bildern zu kommen.
(Bilder vergrößern: Doppelklick auf Doppelpfeile im Bild )


Blütezeit in den Dörgener Moorwiesen

Blühende Feuchtwiese im Dörgener Moor
Blühende Feuchtwiese im Dörgener Moor
Wiesenschaumkraut
Wiesenschaumkraut

Nachdem die Projektgruppe Naturschutz in den letzten Jahren mehrere Entwässerungsgräben im Dörgener Moor angestaut hat, sind die dortigen Moorwiesen wieder nasser geworden. Das Wiesenschaumkraut lebt in feuchten Wiesen. Im Dörgener Moor war diese Pflanze bis vor wenigen Jahren fast verschwunden. Nach der Vernässung der Wiesen breitet es sich wieder aus. (Foto/Text: Marien, C.)

Der NABU-Naturschaugarten

 

 

  

Der NABU Naturschaugarten entsteht auf einem Grundstück der Stadt Meppen. Adresse: Meppen, Landwehr, links neben Hausnummer 85. Das Grundstück wurde zuvor als Pferdeweide genutzt und ist auf mehreren Seiten von Bäumen, zumeist Eichen, umsäumt.

Der Garten befindet sich noch im Aufbau, kann aber bereits jetzt jederzeit besucht werden. 

Wenn Sie an einem der ersten Samstage in den Monaten April bis Oktober von 10 bis 13 Uhr kommen, treffen Sie unser Gartenteam beim Arbeitseinsatz an (Foto/Text: Schaad, G.)

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Vernässung des Dörgener Moores

Foto/Text: Marien, C.
Foto/Text: Marien, C.

08.12.2018 Die Projektgruppe Naturschutz hat sich in den letzten Jahren verstärkt um die Wiedervernässung des Dörgener Moores bemüht. Drei Gräben wurden dazu an mehreren Stellen aufgestaut. Ein Staudamm hielt den Anforderungen bei extremer Witterung nicht stand und wurde von den Ehrenamtlichen mehrfach wieder hergerichtet. Nun sollte eine solide Lösung her, die allerdings den Einsatz von Maschinen notwendig machte. Die staatliche Moorverwaltung und der Landkreis Emsland unterstützten das Vorhaben und haben auf Initiative des NABU einen neuen Staudamm gebaut. 

Illegale Entwässerung im Dörgener Moor

Der Rohrdurchlass wurde runtergedreht. Das Wasser floss ab
Der Rohrdurchlass wurde runtergedreht. Das Wasser floss ab
Das Rohr wurde wieder hochgestellt und mit einem Schloss
Das Rohr wurde wieder hochgestellt und mit einem Schloss


30.03.2019 Die Projektgruppe Naturschutz hat sich in der Vergangenheit sehr dafür eingesetzt, den Nordteil des Dörgener Moores wiederzuvernässen. Mit Genehmigung der zuständigen Behörden wurden drei verschiedene Gräben an zehn Stellen angestaut. Dadurch wurden bereits tolle Erfolge erreicht. Der Bruchwald und die Moorwiesen im Naturschtzgebiet wurden wieder nasser, bereits verschwundene Arten siedelten sich wieder an. Leider scheint sich jemand daran zu stören und hat den Rohrdurchlass am letzten Staudamm wiederholt runtergedreht, so dass das bereits angestaute Wasser abfließen konnte. Nun hat die Projektgruppe Naturschutz den Rohrduchlass wieder hochgestellt und mit einem Schloss gesichert. Es bleibt zu hoffen, dass es nun nicht zu weiterem Vandalismus kommt. Fotos/Text: Marien, C.

Feldränder totgespritzt

Der graue  Pfahl am  Waldrand  markiert  die Grundstücksgrenze  Fotos/Text: Marien, C.
Der graue Pfahl am Waldrand markiert die Grundstücksgrenze Fotos/Text: Marien, C.

31.03.2019 Die Stadt Haselünne hat vor einigen Jahren Randstreifen an den Feldern ausgemessen und gekennzeichnet, die im städtischen Eigentum sind. Nachdem diese Feldränder zuvor jahrelang von den Landwirten mitgenutzt wurden, sollten sie sich nun naturnah entwickeln. Leider funktioniert dies an vielen Stellen nicht. Ein trauriges Beispiel findet sich am Rand des Naturschutzgebietes Dörgener Moor. Hier konnten sich die meisten Feldränder, ca, 5m breit, nicht naturnah entwickeln, weil sie von den Landwirten beackert, gemäht, gedüngt und totgespritzt werden. Der NABU setzt sich für ein engagierteres Vorgehen gegen diesen Naturfrevel ein und hofft auf ein Umdenken bei den Landwirten.

Vogel am Fenster ? – Naturschutz durch Nichtputzen

Foto: NABU-May, H.
Foto: NABU-May, H.

Kaum beginnt die Brutzeit, taucht das Problem wieder auf. Immer wieder rufen besorgte Bürger in der NABU-Regionalgeschäftsstelle an und melden Vögel, die immer wieder gegen oder an der Fensterscheibe hoch fliegen und auf sie einhacken. „Der Grund für dieses Verhalten ist, dass die Vögel im Fenster ihr Spiegelbild erblicken und dies für einen fremden Artgenossen in ihrem Brutrevier halten, der attackiert und vertrieben werden muss,“ erklärt Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU. Besonders häufig zeigen Bachstelzen, Buchfinken, Amseln und Rabenkrähen dieses Verhalten. Für die Vögel bedeutet dies zwar Stress, doch kommt es nur selten vor, dass sich die Tiere verletzen. Meist legt sich das Verhalten nach ein paar Tagen wieder von selbst. „Wer Abhilfe schaffen möchte, muss verhindern, dass die Scheibe spiegelt. Dazu können übergangsweise Fliegengitter, Pappen, Tücher oder ähnliches außen vor das Fenster gehängt oder die Rollläden geschlossen werden. Allerdings kommt es oft vor, dass der betreffende Vogel dann zum nächsten Fenster wechselt und sich da abreagiert,“ beschreibt Hübner aus eigener Erfahrung. Als vorbeugende Maßnahme ist es sinnvoll, beim Frühjahrsputz auf die Reinigung der Fenster zu verzichten, denn ungeputzte Scheiben spiegeln deutlich weniger. „Die ersten sonnigen Frühjahrstage kann man mit angenehmeren Dingen als Fensterputzen verbringen und wer Besuch bekommt, braucht sich nicht verschämt zu entschuldigen, sondern kann stolz auf seine hauseigene Naturschutzmaßnahme hinweisen,“ empfiehlt die Vogelschützerin als entspannte Vorgehensweise.

 

 

Entkusselung im Groß Fullener Moor

vorher
vorher
nachher
nachher

23.02.2019 Die Projektgruppe Naturschutz hat die Entkusselungsarbeiten im Groß Fullener Moor für diesen Winter beendet. An sechs Wochenenden fanden Arbeitseinsätze statt. Mit Motorsäge, Machete und Freischneider wurden die Gehölze im Moor zurückgeschnitten. Einzelne Bäume wurden nicht gefällt, sondern "geringelt". An diesen Bäumen wurde ringförmig die Rinde am Stamm entfernt, damit sie absterben. Solange sie stehen bleiben, dienen sie Vögeln als Ansitz und Wildbienen als Lebensraum.
Gehölze entziehen dem Moor viel Wasser und legen es auf diese Weise trocken. Außerdem ist ein offener bis halboffener Lebensraum wichtig für viele lichtbedürftige, bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die hier vorkommen. So wurde z.B. mit Freude festgestellt, dass sich die seltene Rosmarinheide im Gebiet wieder ausbreitet, nachdem sie schon fast verschwunden war.
Der NABU bedankt sich bei allen fleißigen Mitstreitern für die ehrenamtlich geleistete Arbeit. Fotos/Text: Marien, C.

Alte Handys für den Naturschutz

Foto: NABU-Hennigs, S.
Foto: NABU-Hennigs, S.

Der Naturschutzbund sammelt auch in diesem Jahr alte Handys. Wer Rohstoffe durch Handy-Recycling schonen und zugleich Naturschutzprojekte unterstützen möchte, kann sein Alt-Handy in der Regionalgeschäftsstelle (Haselünner Str. 15, Meppen)  jeweils montags 16-18 Uhr und dienstags 10-12 Uhr abgeben. In dieser Zeit besteht auch die Möglichkeit, Naturerlebnistipps zu teilen, Hinweise für naturnahe Gartengestaltung zu bekommen oder sonstige Fragen in Naturschutzangelegenheiten zu erörtern. Außerdem können Futtersilos oder Nistkästen erworben werden, um den Garten vogelfreundlicher zu gestalten.


E 233: NABU gibt kritische Stellungnahme ab

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum laufenden Planfeststellungsverfahrens für den ersten Planungsabschnitt der E 233 hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) nun eine umfassende und sehr kritische Stellungnahme abgegeben.  

Weit über 50 Seiten umfasst die Einwendung. Zunächst werden einige Verfahrensfehler aufgelistet. Wesentliche Unterlagen fehlen, etwa verschiedene Gutachten zum straßenverkehrsbedingten Stickstoffeintrag in angrenzende Lebensräume. Auch die kurze Einwendungsfrist wird angesichts des großen Umfangs von 37 Aktenordnern mit Planungsunterlagen bemängelt. 

Darüber hinaus sind aber auch zahlreiche inhaltliche Fehler bei den Planungsunterlagen zu beklagen. So wird in der Verkehrswirtschaftlichen Untersuchung von 2017 die Mautpflicht für Lkw auf der E233 seit dem 1.7.2018 nicht ausreichend berücksichtigt. Und die Schalltechnischen Untersuchungen nimmt zu geringe Verkehrszahlen an, so dass die Lärmemissionen unterschätzt werden.  Außerdem ist die Tiergruppe der Gastvögel in keiner Weise berücksichtigt worden, obwohl Bereiche von regionaler, landesweiter und sogar nationaler Bedeutung betroffen sind.  Bestandserfassungen anderer Tiergruppen sind veraltet und fehlerhaft. 

„Nach unserer Einschätzung ist das Vorhaben insbesondere aufgrund von Verstößen gegen arten- und habitatschutzrechtliche Vorgaben nicht genehmigungsfähig“, so Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU-Regionalverbandes Emsland / Grafschaft Bentheim. „Wir hoffen, dass unsere Stellungnahme nun dazu führt, dass das ganze Vorhaben noch einmal auf den Prüfstand gestellt und auch vor dem Hintergrund einer aktualisierten Kosten-Nutzen-Berechnung auf seine Erforderlichkeit überprüft wird.“ 

Die vollständige Stellungnahme des NABU steht als Download bereit. 

Wer gezielt die kritische Begleitung des Genehmigungsverfahrens der E 233 finanziell unterstützen will, kann dies durch eine Spende unter Angabe des Verwendungszwecks „Exit233“ auf das Konto des NABU Emsland Mitte, IBAN DE60266500010000011825 tun. Diese Spenden sind steuerlich absetzbar. Bis 200 € reicht den Finanzbehörden die Vorlage des Kontoauszugs. Ab einer Spendenhöhe von 200 € stellt der NABU Spendenbescheinigungen aus, sofern ihm die Postadresse des Spenders bekannt gemacht wird.

Download
NABU-Stellungnahme E233, 1. Bauabschnitt
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Mangelnder Schutz der Gewässer

Pressemitteilung des NABU Emsland / Grafschaft Bentheim.
Nach der vorgestellten Regelung zu Gewässerrandstreifen im niedersächsischen Wassergesetz, macht der NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim die Dringlichkeit einer umweltfreundlichen Agrarwende des Landes erneut deutlich. Der NABU kritisiert, dass in den neuen Regelungen kein ausreichender Schutz der Gewässer in Niedersachsen vorhanden ist.....mehr