Willkommen beim NABU Emsland-Mitte

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. 

 

 

NABU aktuell

Kita und Schule in Esterfeld:                                                                    Kritische NABU-Stellungnahme im LSG-Entlassungsverfahren

Foto: Over, J.
Foto: Over, J.

Im Zusammenhang mit dem geplanten Bau einer Kindertagesstätte und einer Grundschule in Esterfeld hat jetzt der NABU im Verfahren zur Entlassung der betroffenen Fläche aus dem Schutzregime des Landschaftschutzgebietes „Emstal“ eine Stellungnahme abgeben

Grundsätzlich hält der NABU die Entlassung von Flächen aus dem LSG „Emstal“ für Baumaßnahmen für kritisch. Im Hinblick auf die Kindertagesstätte und Schule seien die diskutierten Alternativstandorte aus rein naturschutzfachlicher Sicht günstiger gewesen. Dies gelte besonders auch deshalb, weil die auf dem Vorhabengrundstück kleinflächig vorhandenen Binnendünen mit dem darauf wachsenden Stieleichen-Birken-Wald als typische Landschaftselemente grundsätzlich unbedingt zu erhalten seien. Zudem sorge sich der NABU darum, dass es im Sinne einer „Salamitaktik“ zu weiteren Planungen von Baumaßnahmen im Geltungsbereich des LSG kommen könnte. 

Darüber hinaus wird an den vorgelegten Planungsunterlagen bemängelt, dass Brutvögel und Fledermäuse nicht über den vollständigen Kartierzeitraum hin erfasst wurden.  Auch fehlten Aussagen, wo und mit welchen Maßnahmen der Eingriff kompensiert werden soll. Die vorgesehenen Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen erscheinen dem NABU insbesondere im Hinblick auf die zahlreichen nachgewiesenen Fledermausarten nicht ausreichend.  

Der vollständige Wortlaut der NABU-Stellungnahme ist mit nebenstehender pdf-Datei einzusehen. Jedermann kann noch bis zum 18.11.19 eine Stellungnahme in dem Verfahren abgeben. Die Unterlagen dazu sind auf der Internet-Seite der Stadt Meppen eingestellt.

Für Rückfragen: 

NABU-Regionalgeschäftsstelle,

Katja Hübner, Tel.: 0 59 31 / 40 99 630

Download
Aufhebung eines Teilbereichs des LSG „Emstal“ bei Meppen für Kindertagesstätte und Grundschule Versener Straße
NABU-Stellungnahme .pdf
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Wenn die Nacht zum Tage wird

Foto: Jürges, W.
Foto: Jürges, W.

Der NABU befasst sich in einer Kooperation mit der Sternwarte Neuenhaus mit der Störwirkung von Licht in der Natur und bietet dazu am 13. November um 20 Uhr einen Vortragsabend an. Uwe Dulle von der Sternwarte wird zu dem Thema referieren, danach besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Umweltfreundliche Stadtbeleuchtung“ des NABU anzusehen und Himmelsbeobachtungen durch das Teleskop vorzunehmen. Bei guter Sicht können Planeten, Nebel und Galaxien beobachtet werden. Die Veranstaltung findet in der Sternwarte Neuenhaus, Veldhausener Straße 46 statt. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 5 €, für Kinder 2 €. Der Erlös kommt den Artenschutzprojekten des NABU zugute...mehr lesen

Veranstaltungen des NABU in unserer Region

 

 November

Fr, 8. November, 17 Uhr
Auf den Spuren heimischer Eulen und Käuze
Abendwanderung mit Dipl Biol. Klaus Dieter
Moormann, auch für Kinder in Begleitung von Erwachsenen. Treff: Eingang Biener Busch, Sportplatz Biene. Kosten: 3€/0€*

 

Mi, 13. November, 20 bis ca. 22 Uhr
Wenn die Nacht zum Tage wird
Lichtverschmutzung und ihre Auswirkungen auf die Tierwelt; Vortrag von Uwe Dulle mit anschließender Himmelsbeobachtung durch das Teleskop. Bei guter Sicht können Planeten, Nebel und Galaxien bewundert werden.
Ort: Sternwarte Neuenhaus, Veldhausener Str. 46; Eintritt: Erwachsene 5 €, Kinder 2 €

 

Do, 21. November, 20 Uhr
Naturwunder Hammrich - rechts und links der Ems
Vortrag von Klaas–Hermann Diddens, Bunde
Ort: Scheune in Naschkes Garten, Mittelkanal links 63, Papenburg
Kontakt: Kalle Augustin (04961-71852)

 

 

*Der ermäßigte Preis gilt für NABU-Mitglieder und für Kinder bis 14 Jahren 

 

Entkusselung im Fullener Moor

 vor dem Entkusseln                                                               nach dem Entkusseln          

Im Fullener Moor befindet sich eine wiedervernässte Moorheide. Die Projektgruppe Naturschutz im NABU hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Moorheide vom Gehölzbewuchs zu befreien (entkusseln). Die Gehölze entziehen dem Moor viel Wasser und trocknen es auf diese Weise aus. Darüber hinaus benötigen die meisten bedrohten Arten der Moore einen mehr oder weniger offenen Lebensraum. Bei fortschreitender Verbuschung werden diese bedrohten Arten verdrängt. Mit dieser Entkusselungsmaßnahme wurde bereits im vergangenen Winter begonnen. Nun werden die Arbeiten fortgesetzt. (Fotos/Text: Marien, C.)

Igel: Wann benötigen sie unsere Hilfe?!?

  

  

Nicht alle Igel benötigen unsere Hilfe, dieses gilt es wohl zu unterscheiden.

 

In der Igel-Nothilfe von Rita Gölnitz 
(Tel.: (05931 14530) werden verletzte, kranke, untergewichtige (bis 400 Gramm) sowie verwaiste Igelbabies aufgenommen.

...mehr informieren


siehe auch

...Video 1 und...Video 2

  Fotos: Gölnitz, P.

NABU-Gartenteam zieht am Saisonende Bilanz

Foto: Over, J.
Foto: Over, J.

Feinere Gartenabfälle, wie unerwünschte Wildkräuter aus Gemüse- und Blumenbeeten, kommen im NABU-Garten auf den Komposthaufen. Wobei "Haufen" eine Untertreibung ist: Eine vierkammerige Anlage, gefördert durch die Bingo-Stiftung, aus Lochklinkern gemauert, nimmt die organischen Abfälle auf. Über verschiedene Stadien der Kompostierung, die auf Infotafeln kurz erklärt werden, entsteht ein wertvoller, feinkrümeliger Humus. Allerdings nur, wenn Kompostwürmer dort ihre Arbeit aufnehmen. Daher hatte Karin Schaad etwas Rohkompost aus dem eigenen Garten zur Animpfung dabei - Würmer inklusive. Humus hat die Fläche nämlich bitter nötig, denn der Boden besteht überwiegend aus nährstoffarmem Sand. Für die Blumenwiese und die Wildsträucher ist das zwar kein Problem, Obst und Gemüse benötigen aber ab und zu eine organische Düngegabe. Auch Trockenperioden werden von den Pflanzen besser überstanden, wenn eine Humusdecke den Boden bedeckt. In diesem Sommer wäre es allerdings trotzdem schwierig geworden, wenn der Nachbar, Jens Wekenborg, nicht auch dieses Jahr wieder erlaubt hätte, Gießwasser für den Garten bei ihm abzuzapfen. 

Abschließend kontrollieren die Ehrenamtlichen noch das Insektenhotel. In den Gängen haben sich etliche Wildbienen verpuppt und werden so den Winter überdauern. Auf die nächste Gartensaison kann man sich also schon wieder freuen - es wird wieder blühen, summen und brummen!

Neuste "Errungenschaft" ist eine Komposttoilette, ebenfalls gefördert durch die Bingo Umweltstiftung.

Unschädlich aber lästig: Amerikanische Kiefernwanzen suchen Winterquartier

Foto: Hübner, K.
Foto: Hübner, K.

 

Eingewanderte Wanzenart sucht Unterschlupf in Häusern

Der Herbst hat begonnen und viele Insektenarten machen sich auf die Suche nach geschützten Orten zum Überwintern. So auch die Amerikanische Kiefernwanze, auch Zapfwanze oder Stinkwanze genannt.  Die ursprünglich aus dem Westen Nordamerikas stammende Wanzenart dringt dazu besonders gern in Wohnungen und Häuser ein. 

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Laub tut gut

Foto: Juerges, W.
Foto: Juerges, W.

NABU rät:  Laub möglichst liegen lassen / Besen und Rechen statt Laubsauger & Co.

Die Tage werden kürzer, die Blätter färben sich allmählich bunt und sammeln sich in Gärten und auf Wegen. Jutta Over vom NABU Emsland/Grafschaft Bentheim rät: „Im Garten sollte man das Laub nach Möglichkeit liegen lassen und so für einen geschlossenen Stoffkreislauf sorgen.“ Was auf den Rasen fällt, verteilt man am besten auf den Beeten. Denn während das verrottende Laub den Grashalmen nicht gut tut, liefert es für die Pflanzen im Beet wertvolle Nährstoffe. Zudem schützt es Pflanzen und Boden vor Austrocknung und Frost. Kleintiere in der Laubstreu verwandeln das Laub in Humus. Mit einem auf diese Weise entwickelten natürlichen Humusboden sind die Pflanzen besser gewappnet, falls wieder ein Dürresommer kommt...mehr

Freischneiden im Esterfelder Moor

Die Projektgruppe Naturschutz hält das Esterfelder Moor wird offen.
Die Projektgruppe Naturschutz hält das Esterfelder Moor wird offen.

Das Esterfelder Moor ist eines der ökologisch wertvollsten Kleinmoore in Nordwestdeutschland. Es beherbergt eine Reihe stark bedrohter Pflanzenarten, wie z.B. die sehr seltene Blasenbinse. Da dieses Moor vor einigen Jahren zu verbuschen drohte, hat die Projektgruppe Naturschutz die dortigen Gehölze bereits vor längerer Zeit entfernt. Die Gehölze hätten durch ihre Beschattung seltene Pflanzenarten verdrängt und dem Moor viel Wasser entzogen. Um eine erneutes Zuwachsen zu verhindern, wird es von den ehrenamtlichen Naturschützern regelmäßig freigeschnitten. So wurde dies auch nun wieder durchgeführt. (Foto/Text: Marien, C.)

Gute Aufarbeitung – teils schwere Schäden

Foto: NABU
Foto: NABU

 NABU zieht ein Jahr nach dem Moorbrand Bilanz

Ein Jahr nach dem Ausbruch des verheerenden Feuers im NSG Tinner/Staverner Dose stellt der NABU Emsland/Grafschaft Bentheim fest, dass die Aufarbeitung seitens der Bundeswehr konsequent und fachlich fundiert vorgenommen wird. Der NABU ist in einen Arbeitskreis zur Aufarbeitung des Moorbrandes eingebunden und hatte dort konkrete Vorschläge zur Wiedervernässung unterbreitet. „Wir begrüßen, dass die Bundeswehr inzwischen ein erstes Vernässungsprojekt im Riefmoor, nördlich der Brandfläche, auf den Weg gebracht hat“, sagt NABU-Geschäftsführerin Jutta Over. „Nun hoffen wir, dass auch im Kernbereich schnell Maßnahmen umgesetzt werden, denn angesichts der extremen Trockenheit ist es für das Moor sonst möglicherweise zu spät....mehr lesen 

E233 – NABU: „Genehmigung in 2020 völlig illusorisch“ - -Geltendes Umweltrecht ist einzuhalten

Foto: NABU-May. H.
Foto: NABU-May. H.

Mit Bezug auf den Bericht vom 6.9.20 in der Meppener Tagespost bezeichnet der NABU die Hoffnung des Landkreises Emsland, die Planungsreife für den ersten Bauabschnitt Ende 2020 zu erreichen, als völlig illusorisch. Aufgrund der erforderlichen umfänglichen Neukartierungen von Tierarten mit nachfolgender Überarbeitung der Unterlagen ist nach Auffassung des Naturschutzbundes eine Genehmigung frühestens Ende 2021 möglich...mehr

 

Geltendes Umweltrecht ist einzuhalten....mehr

Büffel in der Heide

Wasserbüffel beweiden eine halboffene Heide im Fullener Moor
Wasserbüffel beweiden eine halboffene Heide im Fullener Moor
Birken werden geschält und abgeknickt. Fotos/Text: Marien, C.
Birken werden geschält und abgeknickt. Fotos/Text: Marien, C.

24.08.2019 Die Projektgruppe Naturschutz im NABU engagiert sich seit Jahren im Fullener Moor. Verschiedene Moorbereiche wurden bisher auf die Initiative der ehrenamtlichen Naturschützer hin wiedervernässt. Weiterhin werden verschiedene Methoden der Biotoppflege angewendet. Eine abgetorfte Fläche, die sich im Eigentum der Stadt Meppen befindet, konnte nicht im vollen Umfang wiedervernässt werden, da die ehemals wasserundurchlässige Schicht unter dem ehemaligen Moor an vielen Stellen durchtrennt wurde. Das für die Moorregeneration wichtige Wasser kann daher nicht auf der gesammten Fläche gehalten werden. Stattdessen hat sich eine halboffene Heidelandschaft entwickelt. Ein Lebensraum für viele bedrohte Arten, wie z.B. die hier vorkommenden Ziegenmelker und Kreuzottern. Um die Heide zu erhalten, werden seit diesem Jahr Wasserbüffel zur Beweidung eingesetzt. Eine bisher ungewöhliche Art der Biotoppflege auf derartigen Flächen. Bis jetzt konnte ein gutes Fazit gezogen werden. Die weitere Entwicklung wird mit Spannung erwartet.

Der Bienenwolf

Foto/Text: Nerger, E.
Foto/Text: Nerger, E.

Am Rand einer inzwischen renaturierten Sandabbaustelle entdeckte ich in einer kleinen Steilwand aus abgetragenem Mutterboden eine Vielzahl von Löchern. Das machte mich neugierig und so beobachtete ich eine Zeit lang, ob sich einer der Baumeister zeigen würde. Schon nach kurzer Zeit blickten mich aus mehreren Löchern Gesichter an. Die Bewohner waren Hautflügler aus der Familie der Grabwespen: Bienenwölfe. Mehrere Nach-mittage beobachtete ich das Treiben der Insekten mit der Kamera. Es war hochinteressant.... mehr Text und Fotos


Vortrag in der Grundschule Hemsen

Foto/Text: Schnieders, H.
Foto/Text: Schnieders, H.

Auf Einladung der Grundschule Hemsen hat die Nisthilfen AG einen Vortrag gehalten. 

Verschiedene Vogelnistkästen und Fledermauskästen wurden vorgestellt. Die Kinder zeigten ein großes Interesse, wie und wo die Kästen aufgehängt werden müssen.
Anschließend wurden auf dem Schulhof die schon vorhandenen Nistkästen und das große Insektenhotel mit dem begrünten Dach begutachtet.
Ein großes Lob an die Grundschule Hemsen, dass die Kinder schon in jungen Jahren für die Umwelt und Natur begeistert werden.

Berg-Laufkäfer im Bargerveen

Die etwa 1,5 cm langen Sandlaufkäfer leben von anderen Insekten und kleinen Spinnen. Sie sind sehr schnelle Läufer und gute Flieger. Neben dem bei uns vor allem in Moorgebieten häufig vorkommenden Feld-Sandlaufkäfer gibt her auch häufiger den Berg-Sandlaufkäfer, der zur Zeit gut in Bargerveen gut zu beobachten ist. Da die Käfer, gerade bei den zur Zeit hohen Temperaturen, immer in Bewegung sind, ist es nicht ganz einfach zu brauchbaren Bildern zu kommen. Aber erst auf den Bildern sieht man die gewaltigen Mandibeln, zwischen die man nicht geraten möchte.

Foto/Text: Nerger, E.


Vogel am Fenster ? – Naturschutz durch Nichtputzen

Foto: NABU-May, H.
Foto: NABU-May, H.

Kaum beginnt die Brutzeit, taucht das Problem wieder auf. Immer wieder rufen besorgte Bürger in der NABU-Regionalgeschäftsstelle an und melden Vögel, die immer wieder gegen oder an der Fensterscheibe hoch fliegen und auf sie einhacken. „Der Grund für dieses Verhalten ist, dass die Vögel im Fenster ihr Spiegelbild erblicken und dies für einen fremden Artgenossen in ihrem Brutrevier halten, der attackiert und vertrieben werden muss,“ erklärt Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU. Besonders häufig zeigen Bachstelzen, Buchfinken, Amseln und Rabenkrähen dieses Verhalten. Für die Vögel bedeutet dies zwar Stress, doch kommt es nur selten vor, dass sich die Tiere verletzen. Meist legt sich das Verhalten nach ein paar Tagen wieder von selbst. „Wer Abhilfe schaffen möchte, muss verhindern, dass die Scheibe spiegelt. Dazu können übergangsweise Fliegengitter, Pappen, Tücher oder ähnliches außen vor das Fenster gehängt oder die Rollläden geschlossen werden. Allerdings kommt es oft vor, dass der betreffende Vogel dann zum nächsten Fenster wechselt und sich da abreagiert,“ beschreibt Hübner aus eigener Erfahrung. Als vorbeugende Maßnahme ist es sinnvoll, beim Frühjahrsputz auf die Reinigung der Fenster zu verzichten, denn ungeputzte Scheiben spiegeln deutlich weniger. „Die ersten sonnigen Frühjahrstage kann man mit angenehmeren Dingen als Fensterputzen verbringen und wer Besuch bekommt, braucht sich nicht verschämt zu entschuldigen, sondern kann stolz auf seine hauseigene Naturschutzmaßnahme hinweisen,“ empfiehlt die Vogelschützerin als entspannte Vorgehensweise.

 

 

Alte Handys für den Naturschutz

Foto: NABU-Hennigs, S.
Foto: NABU-Hennigs, S.

Der Naturschutzbund sammelt auch in diesem Jahr alte Handys. Wer Rohstoffe durch Handy-Recycling schonen und zugleich Naturschutzprojekte unterstützen möchte, kann sein Alt-Handy in der Regionalgeschäftsstelle (Haselünner Str. 15, Meppen)  jeweils montags 16-18 Uhr und dienstags 10-12 Uhr abgeben. In dieser Zeit besteht auch die Möglichkeit, Naturerlebnistipps zu teilen, Hinweise für naturnahe Gartengestaltung zu bekommen oder sonstige Fragen in Naturschutzangelegenheiten zu erörtern. Außerdem können Futtersilos oder Nistkästen erworben werden, um den Garten vogelfreundlicher zu gestalten.


E 233: NABU gibt kritische Stellungnahme ab

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum laufenden Planfeststellungsverfahrens für den ersten Planungsabschnitt der E 233 hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) nun eine umfassende und sehr kritische Stellungnahme abgegeben.  

Weit über 50 Seiten umfasst die Einwendung. Zunächst werden einige Verfahrensfehler aufgelistet. Wesentliche Unterlagen fehlen, etwa verschiedene Gutachten zum straßenverkehrsbedingten Stickstoffeintrag in angrenzende Lebensräume. Auch die kurze Einwendungsfrist wird angesichts des großen Umfangs von 37 Aktenordnern mit Planungsunterlagen bemängelt. 

Darüber hinaus sind aber auch zahlreiche inhaltliche Fehler bei den Planungsunterlagen zu beklagen. So wird in der Verkehrswirtschaftlichen Untersuchung von 2017 die Mautpflicht für Lkw auf der E233 seit dem 1.7.2018 nicht ausreichend berücksichtigt. Und die Schalltechnischen Untersuchungen nimmt zu geringe Verkehrszahlen an, so dass die Lärmemissionen unterschätzt werden.  Außerdem ist die Tiergruppe der Gastvögel in keiner Weise berücksichtigt worden, obwohl Bereiche von regionaler, landesweiter und sogar nationaler Bedeutung betroffen sind.  Bestandserfassungen anderer Tiergruppen sind veraltet und fehlerhaft. 

„Nach unserer Einschätzung ist das Vorhaben insbesondere aufgrund von Verstößen gegen arten- und habitatschutzrechtliche Vorgaben nicht genehmigungsfähig“, so Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU-Regionalverbandes Emsland / Grafschaft Bentheim. „Wir hoffen, dass unsere Stellungnahme nun dazu führt, dass das ganze Vorhaben noch einmal auf den Prüfstand gestellt und auch vor dem Hintergrund einer aktualisierten Kosten-Nutzen-Berechnung auf seine Erforderlichkeit überprüft wird.“ 

Die vollständige Stellungnahme des NABU steht als Download bereit. 

Wer gezielt die kritische Begleitung des Genehmigungsverfahrens der E 233 finanziell unterstützen will, kann dies durch eine Spende unter Angabe des Verwendungszwecks „Exit233“ auf das Konto des NABU Emsland Mitte, IBAN DE60266500010000011825 tun. Diese Spenden sind steuerlich absetzbar. Bis 200 € reicht den Finanzbehörden die Vorlage des Kontoauszugs. Ab einer Spendenhöhe von 200 € stellt der NABU Spendenbescheinigungen aus, sofern ihm die Postadresse des Spenders bekannt gemacht wird.

Download
NABU-Stellungnahme E233, 1. Bauabschnitt
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Mangelnder Schutz der Gewässer

Pressemitteilung des NABU Emsland / Grafschaft Bentheim.
Nach der vorgestellten Regelung zu Gewässerrandstreifen im niedersächsischen Wassergesetz, macht der NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim die Dringlichkeit einer umweltfreundlichen Agrarwende des Landes erneut deutlich. Der NABU kritisiert, dass in den neuen Regelungen kein ausreichender Schutz der Gewässer in Niedersachsen vorhanden ist.....mehr