Willkommen beim NABU Emsland-Mitte

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.


Aktuelle Projekte und Neuigkeiten

14.06.2024

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 35/24 | 10. JUNI 2024 

Besonderheiten im Borkener Paradies

Die Baumexkursion findet am 15.Juni um 14 Uhr statt

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 Emsland/ Grafschaft Bentheim –Wegen seiner knorrigen Eichen, Sanddünen und Heiden ist das Borkener Paradies ein beliebtes Ausflugsziel. Unter dem Thema „Besonderheiten im Borkener Paradies“ möchte der NABU, der BUND und die Bürgerinitiative EXIT233 in einer gemeinschaftlichen Exkursion zeigen, dass es dort noch mehr zu entdecken gibt als die „paradiesische“ Landschaft. Das Borkener Paradies ist eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete im Emsland. Hier leben seltene Pflanzen und Tiere wie der Ährige Ehrenpreis und der Mondhornkäfer. Auf der geführten Wanderung wird erklärt, warum die Eichen hier so urtümlich gewachsen sind, wie die besondere Landschaft entstand, was Hude- und Allmendweiden sind und warum es Borkener und nicht Versener Paradies heißt. Die Bedrohungen, welche für den Fortbestand und die Zukunft des Borkener Paradieses bestehen, z.B. durch eine Erweiterung der nahen E233, werden ebenfalls angesprochen. 

Diese Exkursion, unter der Leitung von Dipl.-Biol. Andreas Rakers, findet am Samstag, den 15. Juni um 14 Uhr statt. Treffpunkt ist beim Versener Aussichtsturm.


14.06.2024

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 36/24 | 11. JUNI 2024 

Lichtbildervortrag „Heimische Wiesenvögel“

Natur am Donnerstag am 20.06 um 19 Uhr in Meppen

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Emsland/ Grafschaft Bentheim – Am 20.06 um 19 Uhr zeigt Thomas Weber vom NABU einen Lichtbildervortrag über die heimischen Wiesenvögel. Ort: NABU Regionalgeschäftsstelle, Haselünner Straße 15 in Meppen, 1. Obergeschoss. Begrenzte Platzzahl, Anmeldung empfohlen 05931-4099630 oder unter nabu.el-noh@t-online.de


14.06.2024

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 34/24 | 06. JUNI 2024  

Mitmachaktion für Kinder - wir bauen eine Vogelfutterstation

Eine Aktion für die „Woche der Natur“ der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung

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Haselünne - Der NABU Emsland Mitte bietet am 19. Juni von 16 – 18 Uhr ein Angebot für vogelinteressierte Kinder an. Die Aktion findet bei den Heimathäusern statt und es geht dabei rund um das Thema Gartenvögel. In dieser Mitmachaktion können die Kinder Vogelfutterstationen für den eigenen Garten bauen.

Die Aktion ist frei für alle Interessierte! Die Plätze sind aber begrenzt, Anmeldungen werden unter 05931-4099630 oder unter nabu.el-noh@t-online.de entgegengenommen.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung hat in diesem Jahr die „Woche der Natur in Niedersachsen“ initiiert, dort werden über 1000 Veranstaltungen von unterschiedlichen Anbietern durchgeführt. Weitere Naturerlebnisse befinden sich auf der Homepage: https://www.bingo-umweltlotterie.de/woche-der-natur-2024/veranstaltungen


24.05.2024

Orchideen zerstört für Foto

Auf einer Projektfläche unserer Projektgruppe Naturschutz beginnt derzeit das Knabenkraut zu blühen. Dieser Orchideenbestand ist in den vergangenen Jahren häufig zum Fotomotiv geworden. Leider hat nun ein Fotograf für ein tolles Foto offenbar in Kauf genommen, dabei ca. 50 Knabenkräuter nieder zu treten. Unter verantwortungsvollen Naturfotografen ist so ein Vorgehen tabu. Wir gönnen jedem Naturfreund ein schönes Naturerlebnis, allerdings immer mit Rücksichtnahme auf die Natur.

Text: Carsten Marien / Foto: Anonym


24.05.2024

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 30/24 | 23. MAI 2024

NABU: Endergebnis der 20. „Stunde der Gartenvögel“NABU Emsland/ Grafschaft Bentheim blickt auf die Ergebnisse und gibt Tipps für vogelfreundliche Gärten

Emsland/ Grafschaft Bentheim – Bestes Frühlingswetter lockte am langen Wochenende vom 9. bis 12. Mai zum Vogelzählen in Gärten, Parks und auf den Balkon. Mehr als 6.500 Menschen haben an der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“ in Niedersachsen teilgenommen und über 130.000 Vögel gemeldet. In den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim zählten etwa 380 Vogelfreunde über 6500 Vögel. Jetzt liegen die Ergebnisse von Deutschlands größter Citizen-Science-Aktion vor, die bereits zum 20. Mal vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV organisiert wurde. Auf Platz eins der am häufigsten gesichteten Vögel im Emsland und der Grafschaft Bentheim landete – wie fast immer – der Hausperling, gefolgt von Amsel, Kohlmeise und Blaumeise.

 

„Das überdurchschnittlich warme Frühjahr hat sich offenbar in der Vogelwelt bemerkbar gemacht, indem einige Arten früher zurückgekehrt sind oder mit der Brut früher gestartet haben“, sagt Hanna Clara Wiegmann, von der NABU Regionalgeschäftsstelle Emsland/ Grafschaft Bentheim. Daran habe auch der kurze Kälteeinbruch im April nichts geändert. So wurde beispielsweise im Emsland und der Grafschaft Bentheim der Zilpzalp im Vergleich zum Vorjahr häufiger gesichtet. „Als Mittel- und Kurzstreckenzieher ist er, wie auch einige andere Arten, etwas früher aus seinem Winterquartier zurück nach Deutschland gekommen.“

 

Im Landesvergleich gibt es von den Insektenfressern weniger gute Nachrichten zu vermelden. Die Sichtungen von Mehlschwalben sind im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gesunken, die von Rauchschwalben sogar um 26 Prozent. Das könnte vor allem mit dem winterlichen Intermezzo während der Zugrückkehr im April zu tun haben. In den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland bestätigt sich der Trend nicht, hier nahmen die Meldungen von Mehl- und Rauchschwalben im Vergleich zum Vorjahr sogar zu, lediglich im Emsland sanken die Meldungen, wie im Landestrend, bei der Mehlschwalbe um 11 Prozent.

 

Jetzt den Vögeln mit einem vogelfreundlichen Garten unter die Flügel greifen

 

Die Ergebnisse der Stunde der Gartenvögel zeigen deutlich, dass heimische Gartenvögel Unterstützung benötigen. Lebensraumverlust, Nahrungsmangel und klimatische Veränderungen setzen vielen Arten zu. Der NABU Niedersachsen ruft daher alle Gartenbesitzende und Naturfreunde und -freundinnen auf, ihre Gärten in ein vogel- und naturschutzfreundliches Paradies zu verwandeln:

Natürliche Vielfalt schaffen: Heimische Sträucher und Bäume pflanzen, die den Vögeln Nahrung und Nistplätze bieten. Diese Pflanzen bieten nicht nur unseren Vögeln, sondern auch zahlreichen Insekten und anderen Kleintieren Lebensraum und Nahrung.

 

Wilde Ecken zulassen: Ein Teil des Gartens sollte ungemäht und unaufgeräumt bleiben – hier finden viele Tiere Unterschlupf und Nahrung. Solche Bereiche sind wichtige Rückzugsorte für Wildtiere und fördern die Artenvielfalt.

 

Wasserstellen einrichten: Vogeltränken und kleine Teiche bereitstellen, besonders in heißen Sommermonaten. Wasserstellen sind lebenswichtig für viele Tiere und bieten zusätzlich Beobachtungsmöglichkeiten. Hier bitte immer auf die Hygiene achten und die Vogeltränken täglich reinigen, um die Ausbreitung von Krankheitserregern zu vermeiden.

 

 

Nistkästen aufhängen: Durch das Aufhängen von Nistkästen zusätzliche Brutplätze anbieten. Verschiedene Nistkastenmodelle können unterschiedlichen Vogelarten angepasst werden und bieten ihnen Schutz.

 

Insekten fördern: Auf Pestizide verzichten und eine insektenfreundliche Bepflanzung fördern. Ein reiches Angebot an Insekten ist die Grundlage für eine erfolgreiche Aufzucht vieler Jungvögel.

 

Naturerlebnis ermöglichen: Beobachtungsmöglichkeiten schaffen, um die Faszination der Vogelwelt zu erleben und zu fördern. Sichtschutzhecken und Sitzgelegenheiten laden dazu ein, die Natur zu beobachten, ohne sie zu stören.

 

Diese und weitere Maßnahmen helfen nicht nur den Vögeln, sondern bereichern auch die heimische Artenvielfalt. Jeder kann einen Beitrag leisten, damit Gartenvögel auch in Zukunft eine Heimat finden.

 

Die nächste Vogelzählung findet mit der „Stunde der Wintervögel“ vom 10. bis 12. Januar 2025 statt.

 

Mehr Infos und Ergebnisse nach Bundesländern und Grafiken: www.stundedergartenvoegel.de

 

Mehr zu 20 Jahre Vogelzählung: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/ergebnisse/34859.html

 

Pressebilder und Grafiken: www.NABU.de/sdg-medieninfos


16.05.2024

Esterfelder Moor

Nach den ergiebigen Niederschlägen im Winter ist der Wasserstand im Esterfelder Moor auch jetzt noch hoch. In den vergangenen Jahren hatte das kleine Esterfelder Moor sehr unter den Dürren gelitten und trocknete zeitweise weitgehend aus. Besonders kleine Feuchtgebiete verfügen oftmals nicht über größere Wasservorräte oder Zuflüsse, die in Trockenzeiten eine letzte Wasserversorgung darstellen. Umso erfreulicher ist es, dass sich die Torfmoose nach dem nassen Winter wieder großflächig im Esterfelder Moor ausbreiten. Auch den anderen moortypischen Pflanzenarten geht es zur Zeit gut in dem Kleinmoor.

 

Foto / Text: Carsten Marien


16.05.2024

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 28/24 | 16. MAI 2024 

NABU PM: NABU: Deutschland sucht seine Igel und Maulwürfe - Ab 17. Mai sollen die heimlichen Gartenbewohner beobachtet und gemeldet werden

Umwelt/Garten

 

NABU: Deutschland sucht seine Igel und Maulwürfe

 

Ab 17. Mai sollen die heimlichen Gartenbewohner beobachtet und gemeldet werden

 

 

Emsland/ Grafschaft Bentheim – Sie leben in vielen Gärten, werden aber nur selten gesichtet: Maulwurf und Igel gehören zu den eher heimlichen Bewohnern. Um mehr über ihr Vorkommen zu erfahren, startet am 17. Mai die zweite bundesweite Zählaktion "Deutschland sucht Igel und Maulwurf". Bis zum 27. Mai sind jeder und jede aufgerufen, Beobachtungen zu melden und so einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. „Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv; und vom Maulwurf bemerkt man oft nur die Maulwurfshügel“, sagt Hanna Clara Wiegmann von der NABU-Regionalgeschäftsstelle Emsland/ Grafschaft Bentheim. „Es gilt also ganz genau hinzuschauen.“

 

Igel leben häufig in den Gärten und Parks von Siedlungen. Hier sind sie Gefahren durch den Straßenverkehr und von Mährobotern ausgesetzt. Zu Schaffen machen ihnen auch wenig naturnah gestalteter Gärten, in denen sie kaum Nahrung und Unterschlupf finden. „Mehr Daten könnten helfen, gezielte Schutzmaßnahmen einzuleiten“, so Wiegmann. Dies gelte umso mehr, weil der Igel inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht. Konkrete Bestandszahlen fehlen zum Maulwurf ebenfalls. Er lebt außer von Regenwürmern auch von Raupen, Schnecken und Engerlingen – damit ist er ein Nützling, was manchem Gärtner, der den fleißigen Buddler aus dem Garten vertreiben möchte, offenbar nicht bewusst ist.

 

„Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ ist ein gemeinsames Projekt von NABU|naturgucker, NABU, LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern), Deutscher Wildtier Stiftung, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung und Deutscher Gartenbau-Gesellschaft 1822. Ziel ist es, ein langfristiges Monitoring zu Verbreitung und Vorkommen von Igel und Maulwurf in Deutschland zu etablieren, um gezielte Artenschutzmaßnahmen initiieren zu können. 2023 wurde die Meldeaktion ins Leben gerufen. Ein zweiter Meldezeitraum für dieses Jahr läuft vom 20. bis 30. September.

 

Mehr Infos: https://NABU-naturgucker.info/aktiv-werden/naturbeobachtungen-melden/igel-und-maulwurf

 

 

Für Rückfragen

 

Dr. Milena Stillfried, NABU-Expertin für Citizen Science, Tel. +49 (0)173 5118850, E-Mail: Milena.Stillfried@NABU.de


05.05.2024

NABU EMSLAND/ GRAFSCHAFT BENTHEIM | NR 26/24 | 03. MAI 2024   

E233: Erster großer Erfolg für NABU – Behörde gibt nach

Emsland. Im Zusammenhang mit dem geplanten vierstreifigen Ausbau der E233 (Planungsabschnitt 1) ist der NABU vor das Bundesverwaltungsgericht gezogen, um nach der Erteilung der Baugenehmigung einen Baustopp zu erwirken. Nun hat er einen ersten großen Erfolg erzielt: Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat nach Erhalt der Begründung des Eilantrags mitgeteilt, dass sie von sich aus - also ohne überhaupt die gerichtliche Entscheidung abzuwarten - bis zum 30. Juni 2025 einen Baustopp anordnet.

 

„Offenbar hat die Behörde erkannt, dass sie im Eilverfahren vor Gericht eine Niederlage erleiden wird“, erklärt der Berliner Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht Thorsten Deppner, der den NABU in dieser Angelegenheit vertritt. „Deshalb macht sie von sich aus einen Rückzieher und setzt die sogenannte ‚sofortige Vollziehung‘ aus. Damit kann erst einmal nicht mit dem Bau begonnen werden.“

 

Der NABU ist begeistert. „So schnell hatten wir auf einen ersten Erfolg gar nicht zu hoffen gewagt“, freut sich Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU-Regionalverbandes. „Natürlich wussten wir, dass wir gute Argumente haben. Der Planfeststellungsbeschluss weist gravierende Fehler und Verstöße gegen europäisches Habitat- und Artenschutzrecht auf. Durch den Ausbau und die Stickstoffemissionen des zunehmenden Kfz-Verkehrs würden europarechtlich geschützte Erlen-Eschen-Auwälder, nährstoffarme Stillgewässer und die geschützte Pflanzenart ‚Schwimmendes Froschkraut‘ sowie sieben vom Aussterben bedrohten Falterarten erheblich beeinträchtigt. Im Sinne des Schutzes der Natur, des Klimas und der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sind wir hoffnungsvoll, dass wir auch in der Hauptsache, dem eigentlichen Klageverfahren, erfolgreich sein werden.“

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Für Rückfragen:

Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU-Regionalverbandes Emsland / Grafschaft Bentheim, Tel.: 05931- 40 99 630

 


19.04.2024

Natur am Donnerstag

Im Rahmen der Vortragsreihe "Natur am Donnerstag" hat Johannes Weise als Leiter der ökologischen Station Grafschaft Bentheim Emsland (ÖGE) einen Vortrag über die Arbeit seiner Einrichtung gehalten. Dazu gehört die Erfassung verschiedener Arten und ihrer Bestandszahlen in Naturschutzgebieten, sowie der Gelegeschutz von bodenbrütenden Wiesenvogelarten. Auch bestimmte Biotopschutzmaßnahmen konnten umgesetzt werden. Darunter die Verbesserrung der Vernässung im Fullener Moor, einer Projektfläche der Projektgruppe Naturschutz im NABU Emsland Mitte.
Die Veranstaltung fand im Vortragsraum der NABU Geschäftsstelle in Meppen statt. Der Vortragsraum war voll besetzt. Johannes Weise brachte interessante Informationen und schöne Bilder. Ein rundum gelungener Abend.

Foto / Text: Carsten Marien


14.03.2024

Jahreshauptversammlung

Der NABU-Emsland-Mitte hat seine alljährliche Jahreshauptversammlung im Gymnasium Marianum in Meppen abgehalten.


Erster Vorsitzender Ulrich Wilde berichtete in der gut besuchten Veranstaltung über die Arbeit des NABU im vergangenen Jahr. Der NABU-Emsland-Mitte hat mittlerweile ca. 2400 Mitglieder und ist damit eine der stärksten Gruppen in Niedersachsen. Weiterhin stellte er das neue Veranstaltungsprogramm der Region Emsland und Grafschaft Bentheim vor, worin auch viele Angebote im mittleren Emsland vorhanden sind. Die Veranstaltungen decken einen breiten Themenbereich ab, so dass für jeden etwas dabei ist. Der Kassenbericht wurde von Sabine Otte vorgetragen und belegte, dass die Finanzen solide aufgestellt sind. Auch die Kassenprüfung belegte eine ordentliche Kassenführung.


Die Arbeitsgruppen Projektgruppe Naturschutz, Naturgarten-AG, Fledermausschutz und Ausbau der E233 haben über ihre Arbeit und Neuigkeiten im letzten Jahr berichtet.


Mehrere langjährige Mitglieder mit einem Jubiläum von 20, 30 und sogar 40 Jahren wurden geehrt und für ihre Treue unter anderem mit einem Nistkasten belohnt.

 

Fotos: Sarah Marien / Text: Carsten Marien


14.03.2024

Klimaschutzpreis

Die Naturgarten-AG im NABU-Emsland-Mitte wurde für ihre Arbeit mit dem Klimaschutzpreis der Stadt Meppen gewürdigt. Sie teilt sich den zweiten Platz mit dem Naturschutzverein Land Unter e.V.

Dieser Preis honoriert umweltfreundliches Engagement z B. von Vereinen, Schulen oder Privatpersonen im gesamten Stadtgebiet. Der Naturschaugarten steht allen interessierten Personen offen und gibt viele Anregungen zur Gestaltung von Naturgärten, die von den Besuchern in ihren eigenen Gärten umgesetzt werden können. Er ist eine beliebte Anlaufstelle für Naturfreunde aus Meppen und der Umgebung. Auch bietet der Garten Gelegenheit, zur Entspannung in der Natur.

 

Die ehrenamtlichen Aktiven der Naturgarten-AG sind mit viel Engagement aktiv und entwickeln den Naturgarten kontinuierlich weiter. Das Preisgeld soll für weitere Projekte im Naturgarten verwendet werden.

 

Wir gratulieren auch den anderen Preisträgern

 

Foto: Hanna Wiegmann / Text: Carsten Marien


22.02.2024

Vermehrung des Gagelstrauches

Im Fullener Moor kommen in einem Moorheidebereich zwei letzte Bestände des bedrohten Gagelstrauches vor. Die Projektgruppe Naturschutz hat diesen Bereich im Januar entkusselt, um dem Gagelstrauch wieder Licht und Platz zu geben (wie bereits berichtet). Anderenfalls wäre der Gagelstrauch dort von den anderen Gehölzen verdrängt worden.


Um den Gagelstrauch noch weiter im Naturschutzgebiet zu verbreiten, wurde nun ein Versuch gestartet. Dazu wurden von den noch vorhandenen Gagelsträuchern einige sorgfältig ausgewählte Zweige abgeschnitten. Diese Zweige wurden an drei Stellen, die geeignet erschienen, als Stecklinge in den Boden eingesetzt. Nun hoffen die ehrenamtlichen Naturschützer auf das Anwachsen und Austreiben der Stecklinge im Frühjahr und Sommer.

Fotos / Text: Carsten Marien


18.02.2024

Nisthilfeninfostand

Die Nisthilfen-AG des NABU-Emsland-Mitte hatte wieder ihren Nisthilfeninfostand vor der NABU-Geschäftsstelle aufgebaut. Hier gab es die Gelegenheit Nistkästen oder Bauanleitungen für Nisthilfen zum Selberbauen zu erwerben. Auch Fütterungseinrichrungen für Vögel waren vorhanden. Die fachkundigen, ehrenamtlichen Naturschützer der Nisthilfen-AG gaben gerne Informationen rund um das Thema Nisthilfen und Vogelfütterung.

Fotos / Text: Carsten Marien


14.02.2024

Kopfweidenpflege im Dörgener Moor

Im Naturschutzgebiet Dörgener Moor wurden vor einigen Jahren über 30 Kopfweiden von der Projektgruppe Naturschutz gepflanzt. Damit die Kopfweiden ihre typische Kopfform bekommen und behalten, müssen diese regelmäßig beschnitten werden. Kopfweiden, besonders ältere Exemplare, sind ein bedeutender Lebensraum für verschiedene Arten, wie z.B. den Steinkauz oder Fledermäuse. Einem Pflegeschnitt wurden nun die Kopfweiden im Dörgener Moor wieder von der Projektgruppe Naturschutz unterzogen. Fleißig mitgeholfen haben auch die Kinder der Aktiven in der Projektgruppe Naturschutz.

Text: Carsten Marien - Fotos: Sarah Marien


26.01.2024

E 233: NABU prüft Klage

Für den ersten Planungsabschnitt für den vierstreifigen Ausbau der E233 wurde jetzt der Planfeststellungsbeschluss fertiggestellt. Dieser genehmigt den geplanten Ausbau der Bundesstraßen von der A31 bis kurz hinter die Kreuzung mit der B70. Der NABU prüft nun, ob im Rahmen eines Klageverfahrens gegen den Beschluss vorgegangen werden kann.

 

Bereits seit 2018 hat sich der NABU mit umfassenden Stellungnahmen intensiv an dem laufenden Genehmigungsverfahren beteiligt. „Wir haben immer wieder auf die massiven Klimaschäden und zu erwartenden Beeinträchtigungen der Anwohner und Erholungssuchenden durch Lärm hingewiesen. Viele landwirtschaftliche Flächen werden versiegelt oder verlieren ihre Anbindung an die bewirtschaftenden Höfe. Lebensräume streng geschützter Arten werden zerstört und europarechtlich geschützte Lebensräume durch Stickstoffeinträge beeinträchtigt,“ erklärt Katja Hübner vom NABU-Regionalverband den Widerstand der Umweltschützer. „Wir können nicht erkennen, dass diesen Belangen im Genehmigungsverfahren ausreichend Rechnung getragen wurde. Deshalb lassen wir von Rechtsanwalt Thorsten Deppner die Unterlagen prüfen und werden gegebenenfalls eine Klage einreichen,“ so die Umweltschützerin.

 

Dabei steht der NABU nicht allein da. Organisatorisch wird er unter anderem von der Bürgerinitiative (BI) Exit233 und dem Verein Verkehrswende Cloppenburg/Emsland (VCE) unterstützt. „Der Klimawandel und Artensterben verlangen nach einer Reduzierung von Verkehr und nach einer Verlagerung auf klimaverträgliche Alternativen,“ so Dr. Irmtraud Kannen, Vorsitzende des VCE. „Und zudem sind die zu erwartenden Kosten von mindestens 1,1 Mrd. Euro für den Straßenausbau angesichts der knappen öffentlichen Kassen und dem hohen Sanierungsbedarf der vorhandenen Brücken und Straßen nicht zu vertreten,“ ergänzt Dr. Karsten Osmers als Sprecher der BI.

 

Wie funktioniert das mit der Klage? - Spenden erbeten !

 

Als anerkannter Umweltverband erhebt der NABU eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss vor dem Bundesverwaltungsgericht. Eine solche Klage verursacht erhebliche Gerichts- und insbesondere Anwaltskosten, die sich im Vorfeld nicht exakt prognostizieren lassen – wir rechnen mit mehr als 50.000 Euro. Das kann der NABU nicht alleine finanzieren und bittet deshalb um Spenden. Dafür wurde ein eigenes Spendenkonto eingerichtet:

 

Kontoinhaber:   Naturschutzbund Deutschland NABU e.V.

IBAN:               DE25 2665 0001 1091 1178 28

Bank:               Sparkasse Emsland

BIC:                 NOLADE21EMS

Verwendungszweck: „Einzelspende Klage E 233, meine Postadresse

 

Spenden können steuerlich geltend gemacht werden. Für Beträge ab 300 € stellt der NABU eine Spendenbescheinigung aus, wenn die Postadresse des Spenders im Verwendungszweck der Überweisung angegeben wird. Für kleinere Beträge reicht dem Finanzamt der Nachweis durch den Kontoauszug.

Text: Katja Hübner - Fotos: Erhard Nerger / Tobias Suntrup


25.01.2024

Rettung des Gagelstrauches

Am Rand des Groß Fullener Moores befinden sich zwei letzte Bestände des seltenen Gagelstrauches in einer ehemaligen Moorheidefläche. Beide Bestände drohten jedoch durch Birken, Kiefern und Traubenkirschen verdrängt zu werden. Um die bedrohte Gehölzart zu erhalten und im Optimalfall weiter auszubreiten, haben die ehrenamtlichen Naturschützer der Projektgruppe Naturschutz des NABU-Emsland-Mitte nun die Bereiche um die Gagelsträucher wieder geöffnet. Weitere angrenzende Bereiche, die bereits weitestgehend verbuscht waren, wurden bei der Gelegenheit ebenfalls wieder geöffnet. Hier soll sich die Besenheide wieder ausbreiten und so ein Lebensraum für Kreuzottern und Ziegenmelker neu entstehen. Die Projektgruppe Naturschutz beabsichtigt, die Fläche in Zukunft mechanisch offen zu halten.

Text / Fotos: Carsten Marien


19.01.2024

Nistkasten AG

Kürzlich trafen sich die Mitglieder der Nistkasten AG in der Geschäftsstelle des NABU um bei Kaffee und Kuchen Erfahrungen auszutauschen und Termine für 2024 zu besprechen.

 

Am Samstag den 17.02.2024 von 9.30 - 13.00 Uhr findet an der Geschäftsstelle des NABU in der Haselünner Straße 15 in Meppen der diesjährige Nistkastenverkauf statt. Es gibt Infos rund um das Thema Nistkästen sowie Vogelfutter und Zubehör.

 

Text / Fotos: Manfred Schild


19.01.2024

Die Kreuzotter ist Reptil des Jahres 2024

Die stark gefährdete Kreuzotter ist 2024 zum Reptil des Jahres gewählt worden. Ihr Rückgang hängt vor allem mit der Entwässerung von Mooren und der intensiven Landwirtschaft zusammen. Sie ist nicht aggressiv. Natürlich sollte man sie nicht anfassen oder auf sie treten. Ihr Biss ist für gesunde Menschen nicht lebensgefährlich. Man sollte aber medizinische Betreuung suchen.

 

Text / Fotos: Erhard Nerger


09.01.2024

Busfahrt zu den Zwergschwänen

Am 07.01.2024 führte eine Busexkursion zu den im Emsland überwinternden Zwergschwänen. Die anmutigen, seltenen Vögel brüten in Sibirien und halten sich im Winter zu einem großen Teil im Emsland auf. Daher hat das Emsland eine große Verantwortung zur Erhaltung dieser bedrohten Art. Die Naturschutzstiftung Emsland unterstützte daher die Busexkursion als Maßnahme zur Öffentlichkeitsarbeit. Die Fahrt führte nach Hilter, wo sich auf den derzeit überschwemmten Flächen in der Emsaue die Vögel sammeln. Um die Tiere zu schützen und um weitere Informationen über die Vögel zu erhalten, wurde das Zwergschwanprojekt gegründet.

 

Infos sind auf www.zwergschwan.de einsehbar.

Text : Carsten Marien / Fotos: Erhard Nerger


03.01.2024

Hochwasser am Ems und Hase

An den Flüssen Ems und Hase ist zur Zeit "Land unter". Die gewaltigen Wassermassen haben weite Flächen überschwemmt. In solchen Situationen wird der besondere Wert von ausgedehnten Auen entlang der Flüsse und Bäche deutlich. Hier kann sich das Wasser ausdehnen, ohne Siedlungen zu gefährden. Möglichst naturnahe Auen mit Auwäldern, Mooren und Feuchtwiesen sind in der Lage, viel Wasser aufzunehmen, geben es allerdings nur langsam wieder ab. Das kann helfen, starken Hochwässern, vor allem in den flussabwärts gelegenen Bereichen vorzubeugen. Außerdem sind naturnahe Auen eine gute Vorbeugung gegen Erosion in den überschwemmten Bereichen. Mit dem Klimawandel werden in Zukunft vermutlich häufiger und intensiver nicht nur Dürren, sondern auch Hochwässer einhergehen. Daher sollte der Schutz, die Renaturierung und die Ausdehnung der Flussauen intensiviert werden.

Text / Fotos: Carsten Marien


29.12.2023

Moore sind mit Wasser gesättigt

Die Projektgruppe Naturschutz betreut verschiedene Moorflächen und kümmert sich um deren Pflege, Wiedervernässung und Schutz.


Nach den ausgiebigen Niederschlägen der letzten Monate weisen die Moore nun wieder sehr hohe Wasserstände auf. Die Moore haben neben ihrer wichtigen Funktion für den Klima- und Artenschutz auch eine große Bedeutung als Wasserspeicher in der Landschaft. Sie können große Mengen an Wasser aufnehmen und geben dies nur langsam wieder ab. Somit ist die Wiedervernässung und Erhaltung der Moore auch ein Beitrag zum Schutz vor Hochwasser.

Text / Fotos: Carsten Marien


07.12.2023

Der Sterntaucher ist Wasservogel des Jahres 2024

Auch bei den Meeresvögeln wird jedes Jahr eine Art des Jahres gewählt. Für 2024 ist es der Sterntaucher, die kleinste und vielleicht prächtigste Art der Meerestaucher. Der Sterntaucher brütet rund um den Polarkreis, ist im Winter aber auch häufiger an der deutschen Küste zu sehen.

Text / Fotos: Erhard Nerger


30.11.2023

Pflege der Wasserbüffelweide

Im Naturschutzgebiet Groß Fullener Moor befindet sich eine Heidefläche auf einer ehemaligen Abtorfungsfläche. Ein kleiner Teil dieser Fläche konnte erfolgreich wiedervernässt werden. Dort regeneriert sich nun das Hochmoor.
Ein größerer Teil der Fläche konnte jedoch nicht wiedervernässt werden. In diesen Bereichen entwickelte sich eine Heidefläche. Ohne Pflege verbuschte die Heide allerdings. Innerhalb einiger Jahre wäre die Heide mitsamt ihren schützenswerten Bewohnern verschwunden gewesen. Daher wurde vor einigen Jahren auf die Initiative der Projektgruppe Naturschutz hin, eine Beweidung mit Wasserbüffeln begonnen. Vor zwei Jahren wurde ergänzend dazu die Fläche von den ehrenamtlichen Naturschützern der Projektgruppe Naturschutz entkusselt, so dass jetzt wieder eine offene bis halboffene Heide vorhanden ist. Noch ist der Stockausschlag aus den Wurzelstöcken der beseitigten Birken sehr stark. Daher schneidet die Projektgruppe Naturschutz im Winter die nachwachsenden Gehölze zusätzlich zur Sommerbeweidung mit Wasserbüffeln zurück. Diese Arbeiten laufen derzeit.
Das besondere Arteninventar mit einigen schützenswerten Arten, wie z.B. Ziegenmelker, Schwarzkehlchen, Kreuzotter oder der Heidekeule (ein seltener Pilz) ist ein schöner Lohn für die anstrengende Arbeit.

Fotos /Text: C. Marien


02.11.2023

Der Kiebitz ist Vogel des Jahres 2024

„Gaukler der Lüfte“ auch in Niedersachsen stark gefährdet

Die Kampagne „Vogel des Jahres“ bekommt ein neues Gesicht: Für das Jahr 2024 ist der Kiebitz gewählt worden und er löst damit das Braunkehlchen ab. Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt. Bei der vierten öffentlichen Wahl vom NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV), haben insgesamt 119.921 Menschen mitgemacht. 33.289 (27,8 Prozent) Stimmen entfielen dabei auf den Kiebitz, 27.404 (22,9 Prozent) auf den Steinkauz, 25.837 (21,5 Prozent) auf das Rebhuhn, 23.239 (19,4 Prozent) auf die Rauchschwalbe und 10.152 (8,5 Prozent) auf den Wespenbussard.

 

„Fast 120.000 Menschen aus ganz Deutschland haben an unserer öffentlichen Vogelwahl teilgenommen. Das Interesse an der heimischen Vogelwelt ist ungebrochen hoch. Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Hanna Clara Wiegmann vom NABU Emsland/ Grafschaft Bentheim. „Mit dem Kiebitz haben die Menschen einen Vogel gewählt, der im Emsland und der Grafschaft Bentheim immer seltener auf Wiesen und Feldern zu finden ist.“ Wiegmann erklärt: „Die Ursache liegt in der Intensivierung der Landwirtschaft: Zahlreiche Feuchtwiesen wurden entwässert, um sie intensiver bewirtschaften zu können. Grünlandflächen werden in Äcker umgewandelt. Deswegen ist der Bestand der Kiebitze massiv zusammengebrochen. Der Vogel musste sich an den Flächenverlust anpassen: Notgedrungen brütet er nun auch auf landwirtschaftlichen Äckern und Wiesen. Nicht nur kann er dort kaum noch erfolgreich brüten, da er leicht zwischen die Klingen der landwirtschaftlichen Mähwerke gerät, sondern er findet zudem kaum noch Insekten zum Fressen. Seit 2016 steht der Kiebitz als stark gefährdete Art auf der Roten Liste Niedersachsens.“ 

 

„Kiewitt, kiewitt“: Der Ruf des Kiebitz hat ihm seinen Namen eingebracht. Der etwa taubengroße Vogel aus der Familie der Regenpfeifer hat ein im Licht metallisch grün oder violett glänzendes Gefieder. Auffallend sind auch seine Haube mit den zwei von seinem Kopf abstehenden schwarzen Federn sowie seine breiten gerundeten Flügel. Sein Nest besteht aus einer Bodenmulde, indem sich meistens vier Eier befinden. Ursprünglich lebten und brüteten die vom Aussterben bedrohten Vögel vor allem in Mooren und auf Feuchtwiesen. Deshalb wird Niedersachsen beim Schutz des Kiebitz eine große Verantwortung zuteil. Schließlich liegen rund 38 Prozent der deutschen Moorflächen in Niedersachsen. Die Renaturierung von Mooren und Feuchtwiesen könnte den Rückgang der Art aufhalten, da sie so wieder mehr sicheren Lebensraum zurückgewinnt und nicht mehr wegen der Entwässerungen auf Äcker ausweichen muss. Darum lautete der Slogan des Kiebitz bei der Wahl zum Vogel des Jahres auch „Wasser marsch!“. Wiegmann rät: „Wer dem Kiebitz helfen möchte, kann bereits im Kleinen anfangen und beim Lebensmittelkauf auf ökologische und regionale Produkte setzen.“

 

Kiebitze sind übrigens Teilzieher: Einige überwintern bei milder Witterung in Deutschland und ein anderer Teil zieht in die Wintergebiete in Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden. Beeindruckend sind die Flugmanöver zur Balzzeit: Die „Gaukler der Lüfte“ drehen Schleifen über ihrem Revier, stürzen sich in akrobatischen Flugmanövern gen Boden und singen dabei weit hörbar. Die Kiebitz-Männchen versuchen ihre Auserwählte außerdem mit sogenanntem „Scheinnisten“ von ihren Nestbau-Qualitäten zu überzeugen: Sie scharren kleine Mulden in den Boden und rupfen Gräser.

 

„All das sollte Grund genug sein, dem Kiebitz als Vogel des Jahres 2024 mehr mediale Aufmerksamkeit zu schenken und noch mehr Schutzmaßnahmen zur Erhaltung seiner Art umzusetzen“, betont Wiegmann. 

Text: Presseartikel Bundesverband / Fotos: Erhard Nerger


Hast du ein Herz für Vögel ??

......dann suchen wir genau dich zur Unterstützung unserer heimischen Vögel.

Unsere Nisthilfen-AG betreut Nisthilfen in verschiedenen Brutgebieten im Bereich Meppen. Es wäre schön, wenn du bereit wärst, ehrenamtlich ein paar Tage im Jahr bei der Betreuung der Nistkästen zu helfen.

Wir würden uns über deine Mitarbeit in unserem tollen Team sehr freuen.

Kontakt: NABU Geschäftsstelle, Haselünner Str. 15, 49716 Meppen,
Telefon: 05931 4099630, Frau Hanna Clara Wiegmann
Helmut Schnieders: he.schnieders@t-online.de      

Fotos/Text: Schnieders, H.
Fotos/Text: Schnieders, H.


Fledermausschutz durch Jedermann

Braunes Langohr; Foto: Schaad, K.
Braunes Langohr; Foto: Schaad, K.
Braunes Langohr Klebefallenopfer; Foto: Schaad, G.
Braunes Langohr Klebefallenopfer; Foto: Schaad, G.

Keine Fliegen-Klebfallen im Außenbereich verwenden    

Fliegen sind lästig und können Krankheiten übertragen. Abhilfe können Klebfallen schaffen, die im Haus aufgehängt werden. Im Außenbereich sollten diese Fallen jedoch keine Verwendung finden, da sie auch zur tödlichen Falle für Fledermäuse werden können....mehr lesen


Wie pflege ich das Insektenhotel?

Foto/Text: Schaad, K.
Foto/Text: Schaad, K.

Oft ist zu lesen, dass bei Wildbienen-Nisthilfen keine Pflege nötig sei, da die Insekten verlassene. Niströhren selbst reinigen und dann wieder beziehen. Wenn die Nistangebote neu, an einem sonnigen Standort, bevorzugt in Süd-Ost Richtung aufgestellt und besonders vor Schlagregen gutgeschützt sind, kann man sie unbesorgt sich selbst überlassen. Je nach Wildbienenart dauert es unterschiedlich lange, bis Reinigung oder Austausch von Niströhren sinnvoll sind. Die Rostroten und Gehörnten Mauerbienen, die im Frühjahr als erstes erscheinen, bevorzugen neue, saubere Nisteingänge. Sie besiedeln sehr gerne Schilfrohre und können rasch größere Bestände bilden, die jedoch nach drei bis vier Jahren wieder abnehmen, wenn nicht regelmäßig neue, saubere Niströhren zur Verfügung gestellt werden. Die Weibchen von Löcher- und Scherenbienen säubern alte Niströhren recht sorgfältig, was an den Müllbergen am Fuße der Nisthilfen zu erkennen ist. Dieser „Müll“ besteht aus altem Pollen, Larvenkot und Kokonhäuten und sollte vorsichtig mit einem kleinen Besen oder größerem Pinselentfernt werden. Je älter die Nisthilfen sind, umso mehr Brutröhren sind hinter den geschlossenen Verschlussdeckeln bereits abgestorben, z.B. durch Verpilzung. Um festzustellen, hinter welchen Deckeln sich noch intakte oder abgestorbene Brut befindet, kann man in der Zeit von Herbst bis Winter die Deckel mit einem Tupfen Wasserfarbe markieren. Wo Wildbienen schlüpfen, verschwindet durch das Öffnen der Verschlüsse auch die Farbmarkierung. Sind im Herbst immer noch Farbmarkierungen zu sehen, hat man den Nachweis, dass es sich um abgestorbene Bruthandelt. Diese Gänge können in harten Materialien wie Holz oder Keramik mit Hilfe von Nägeln, Schrauben und Bürstchen gereinigt werden, je gründlicher, umso besser. Dann stehen im folgenden Frühling wieder viele potenzielle Brutröhren zur Verfügung. Stellt man allerdings fest, dass z.B. in einem Holzklotz ein Großteil der Gänge abgestorbene Brut enthält, ist wahrscheinlich der komplette Austausch des Klotzes vorteilhafter. Hilfreiche Informationen zu diesem Thema können angesehen werden unter www.naturgartenfreude.de, einer Webseite von Werner David, der auch das sehr empfehlenswerte Buch „Fertig zum Einzug: Nisthilfen für Wildbienen“ geschrieben hat. Fertige Nisthilfen bietet der NABU in seiner Geschäftsstelle an.


NABU-Infohotline für alle Natur-Interessierten

Foto: NABU
Foto: NABU

 

 

Telefonische Beratung zu Naturschutzthemen

 

030 – 284 984 – 6000

Alle Naturbegeisterten und Engagierten sollten sich diese Nummer notieren – als direkten Draht zum Naturschutz, als kompetente Info-Hotline des NABU.
Rufen Sie an bei Fragen rund um Vögel, Pflanzen, Insekten, Igel, Natur- und Umweltschutz sowie Gartenthemen