Willkommen beim NABU Emsland-Mitte

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. 

 

 

NABU aktuell

Schildkröten sorgen für exotische Anblicke

Amerikanische Schmuckschildkröte, Fto: Nerger. E.
Amerikanische Schmuckschildkröte, Fto: Nerger. E.

Amerikanische Schmuckschildkröten sind immer öfter in der Region zu sehen. 

So mancher, der jetzt im Sommer an den Ufern der Hase, der Dinkel oder anderer Gewässer im Emsland und der Grafschaft entlang geht, kann sich schon einmal in die Sümpfe Floridas versetzt fühlen: Es kann tatsächlich sein, dass man eine Schildkröte auf angeschwemmtem Holz oder Steinen die Sonne genießen sieht. In der Regel handelt es sich dabei um Amerikanische Schmuckschildkröten....mehr lesen


Steinkäuze werden flügge

Die Eulen-AG des NABU Emsland-Mitte hat in den letzten Jahren zahlreiche Nisthilfen für Steinkäuze in geeigneten Arealen zwischen Meppen und Haselünne aufgehängt. Ihr Einsatz war äußerst erfolgreich, wie sich an den zahlreichen Brutgeschäften erkennen ließ. Wie in jedem Jahr hat unser Naturfotograf Dr. Erhard Nerger auch in dieser Saison das Geschehen mit seiner Foto-Kamera festgehalten. Er beobachtete fünf kleine Käuze. Zwei von ihnen hatten sich in einen 200m vom Nest entfernten Pferdestall verirrt. Diese hat Dr. Nerger wieder zurück in ihr Nest gebracht, wo sie dann weiterhin von den Eltern versorgt wurden.

Exkursionen und Veranstaltungen des NABU wieder möglich

Allmählich werden die Corona-Auflagen wieder gelockert. Somit können jetzt auch wieder die ersten Veranstaltungen im Juni stattfinden….zum Juni-Plan

Kleiner Turmfalke in Not

Unser NABU-Naturfotograf Dr. Erhard Nerger erfreut uns nicht nur stets mit hervorragenden Fotos aus der Tier- und Pflanzenwelt, sondern gleichzeitig kümmert er sich als Tierarzt um verletzte (oder auch mutterlose) Tiere. Nun wurde er, wie er berichtete, zu einem Landwirt in Landegge gerufen. Dort war ein kleiner Turmfalke aus acht Meter Höhe aus dem Nest an einer Biogasanlage gefallen. Hilflos, allen Gefahren ausgesetzt, saß der kleine Piepmatz am Boden. Auf Anraten von Dr. Nerger wäre ein „Rücktransport“ ins Nest die beste Lösung. Alle Leitern waren zu kurz. Also wurde ein Gelenksteiger von einem Landwirt in der Nachbarschaft organisiert. So konnte der kleine Turmfalke wohlbehalten wieder zu seinen Geschwistern ins Nest zurückgesetzt werden. Fotos: Nerger, E.

Mörder am Dalumer Geestmoor beobachtet

Foto: Bronsema, I.
Foto: Bronsema, I.

Unser Dipl. Biologe Andreas Rakers sagt zu diesem Foto: Das Insekt ist die Gelbe Raubfliege (Laphria flava), auch Gelbe Mordfliege genannt. Sie ähnelt Hautflüglern, wie Hummel oder großen Wildbienen, ist aber eine Fliege, und näher mit Bremse und Wadenstecher verwandt. Für Menschen ist sie ungefährlich. Sie jagt Insekten, und auf dem Foto ist sie dabei einen Käfer mit ihrem Stechrüssel auszusaugen. Die Gelbe Raubfliege ist in der Nähe von Holzklaftern oder Totholz zu finden. Die Larven fressen Käferlarven im Holz. Dazu legt die Fliege ihre Eier in die Gangöffnungen. Die Gelbe Raubfliege ist nicht selten, aber, wie alle Raubfliegen, in der Bevölkerung nicht sehr bekannt.

Seltener Amphibienfund im Emsland-ein Bergmolch

Foto/Text: Suntrup, T.
Foto/Text: Suntrup, T.

In einem Wald bei Haselünne-Lotten konnte am Sonntag die Reptilien und Amphibien AG des NABU Emsland-Mitte  einen besonderen Fund machen – Einen Bergmolch (Ichthyosaura alpestris)!

Der Hinweis eines Anwohners führte zu dieser im Emsland seltenen Entdeckung! Der Bergmolch ist ein typischer Bewohner der Mittelgebirge. Aber auch im Flachland finden sich einzelne verstreute Populationen.

Im Emsland gibt es Nachweise im Eleonoren Wald bei Vrees und im Süden bei Salzbergen.

Nach unserem Kenntnisstand ist der heutige Fund der erste im mittleren Emsland!

Blaumeisensterben durch bakterielle Infektion

Foto: Nerger, E.
Foto: Nerger, E.

 

 

Melden Sie uns kranke oder tote Blaumeisen

Seit März werden aus vielen Gärten Blaumeisen gemeldet, die krank wirken und schnell sterben. Verantwortlich ist das Bakterium Suttonella ornithocola. Damit wir mehr über die Krankheit herausfinden können, melden Sie bitte Fälle über unser Online-Formular...mehr lesen

Gartenlust in Corona-Zeiten – Für mehr Natur im Garten

Foto: Kerssens, G.
Foto: Kerssens, G.

 

 

 

Jeder kann etwas für die Artenvielfalt tun, gerade im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Der NABU Emsland setzt sich für mehr Vielfalt im Garten ein: Er stellt Tipps und Tricks zur Verfügung und hilft dabei, den eigenen Garten oder Balkon in einen Wohlfühl-Ort zu verwandeln, in dem auch Vögel, Bienen, Igel und Co. ein Zuhause finden.....mehr lesen

Tierbeobachtungen mit der Webcam

Foto: NABU-Derer, F.
Foto: NABU-Derer, F.

In der Natur gibt es in der Frühlingszeit viel zu entdecken. Wer wegen des Corona-Virus oder aus anderen Gründen das Haus nicht verlassen will oder kann, hat trotzdem schöne Möglichkeit über Webcams, Tiere via Internet zu beobachten. Sehr schöne Beobachtungen sind so beispielsweise bei einem Storchenhorst beim NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde, bei dem Haselünner Uhupaar, bei Wanderfalken in Heidelberg und bei einer Kolonie der Fledermausart "Große Hufeisennase" in Hohenberg möglich. Bei den Wanderfalken ist am 6.4. bereits das erste Küken geschlüpft.

 

Webcams:

.......Storch.......Wanderfalke .....Fledermäuse

 

 

Meppen mag dich

 

Zur Zeit müssen die geplanten Exkursionen des NABU Emsland Mitte ausfallen. Nun möchte uns unsere Dipl. Biologin Jutta Over die Natur auf andere Weise etwas näher bringen mit ihren Beobachtungen in der Meppener Umgebung:

Wenn der Austernfischer vom Flachdach pfeift

Foto: Nerger, E.
Foto: Nerger, E.

"Emslandstorch“ brütet immer häufiger in Siedlungsgebieten

Die Besiedlung des Binnenlandes durch den Austernfischer begann in den 1920er Jahren entlang der größeren Flusstäler. Etwa ab 1935 wurde er vermehrt auch in unserer Region beobachtet, in der Grafschaft etwa an den Flussufern von Dinkel und Vechte, in der Piccardie oder im Syenvenn. Noch bis Mitte der 2000er Jahre waren Austernfischer hier außerhalb der Waldgebiete sehr verbreitet. Inzwischen sind sie in den Acker- und Wiesengebieten fast vollständig verschwunden – dafür nehmen die Beobachtungen im besiedelten Raum zu...mehr lesen

Keine Corona-Gefahr durch heimische Fledermäuse

Foto: Hübner, K.
Foto: Hübner, K.

Die Herkunft des aktuellen Corona-Virus (SARS-CoV-2), mit dem sich zuerst Personen auf einem Wildtiermarkt in China infiziert hatten, ist noch nicht abschließend geklärt. Trotzdem werden immer wieder allgemein „Fledermäuse“ als Übertragungswirt auf den Menschen genannt. Der Naturschutzbund (NABU) weist darauf hin, dass es weltweit über 1.400 Fledermausarten gibt und die 25 in Deutschland heimischen Arten kein Reservoir für Corona-Viren darstellen. Es besteht daher keine Ansteckungsgefahr für Menschen, wenn die Fledertiere ihre Sommerquartiere in Häusern beziehen....mehr lesen

E233: Kritische Stellungnahme des NABU zum Regionalen Raumordnungsprogramm

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur 2. Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) mit Trassenänderungen bei der E233 hat der NABU eine kritische Stellungnahme abgegeben. Die ausgelegten Planungsunterlagen sind lückenhaft, entscheidungserhebliche Gutachten fehlen und ein Teil der zugrundeliegenden Gutachten sind veraltet. Warum die neuen Trassenvarianten gewählt wurden, ist daher nicht nachvollziehbar.

Regionale Raumordnungsprogramme sind Planwerke, die von jedem Landkreis aufgestellt und in dem raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen von überörtlicher Bedeutung abgestimmt werden. Im RROP des Landkreises Emsland von 2010 ist auch die Trasse der E233 dargestellt. Im Rahmen der Planungen für den 4spurigen Ausbau der Straße hat sich nun gezeigt, dass von der B70 bis zur Kreisgrenze Richtung  Cloppenburg in Teilen von der bisher vorgesehenen Trasse abgewichen werden soll. Deshalb soll das RROP geändert werden. 

Nach den aktuellen Planungen rückt die Trasse bei Meppen unmittelbar an den Möllersee heran. Hierdurch wird ein wichtiges Naherholungsgebiet der Meppener erheblich beeinträchtigt. Außerdem ist der See für Gastvögel von Bedeutung. 

Westlich von Haselünne soll die Trasse an Gut Sautmannshausen vorbeiführen und bei Herzlake sollen die Waldbestände der Herzlaker- und Westrumer Tannen durchfahren werden. Dies führt unter anderem zur Beseitigung von wertvollen Gehölzbeständen und zu Beeinträchtigungen streng geschützter Arten, zum Beispiel verschiedener Fledermäuse. Auch hier sind wichtige Erholungsbereiche betroffen. 

EIN DANKESCHÖN

 

 

Der Nabu Emsland-Mitte, Projektgruppe Nisthilfen, bedankte sich bei der Emsländischen Volksbank, Meppen, für Spenden in Höhe von 1.300 € aus den Reinerträgen des Gewinnsparens.
Reinhard Gützlaff überreichte an den Vorstandvorsitzenden Herrn Frank Thiel einen Nistkasten.
Dieser wurde im Bereich des Parkplatzes hinter der EVB von der Nisthilfen AG aufgehängt.
Hinweisen möchte der NABU noch auf den großen Nisthilfen-Infostand und Verkauf am Sa, 07.03.2020 von 10-13 Uhr
in der Regionalgeschäftsstelle in Meppen, Haselünner Str.15.

Foto/Text: Schnieders, H.

Verletzter Haubentaucher wurde gesundgepflegt

Dr. Erhard Nerger schrieb (mit Foto): 

Einen nahezu ausgewachsenen jungen verletzten Haubentaucher, der mir gebracht worden war, habe ich nach seiner Genesung auf meinem Gartenteich ausgesetzt. In der Hoffnung, dass er von dort dann Richtung Ems fliegt. Allerdings hatte ich mich da getäuscht. Offensichtlich mundeten ihm die kleinen Fische, die ich eigentlich für den Eisvogel im Teich habe, sehr gut. Als er nach einer Woche immer noch da war, versuchte ich ihn zu verscheuchen oder zu greifen. Das war allerdings ein aussichtsloses Unterfangen. Er tauchte dann einfach ab. Nun aber hat er sich doch endlich davongemacht. Vielleicht weil die Fische zur Neige gingen? Jetzt hoffe ich nur, dass für diesen Winter noch genügend Eisvogelfutter vorhanden ist. Im Frühjahr wird es dann ja wieder reichlich Fischnachzucht geben.

Erörterungstermin zum E233-Ausbau

Foto: NABU-May, H.

NABU: „Klimaschutz unzureichend berücksichtigt“ 

Um die eingegangen Äußerungen zum geplanten 4spurigen Ausbau der E233 zu diskutieren, hat nun für den ersten Planungsabschnitt der sogenannte Erörterungstermin unter Leitung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Stabstelle Planfeststellung stattgefunden. Der NABU kritisierte insbesondere die unzureichende Berücksichtigung des Klimaschutzes. Außerdem bemängelten Naturschützer, dass die Verkehrsuntersuchung auf Daten von 2010 beruht und die Verkehrsbelastung sich offensichtlich nicht so entwickelt hat, wie in dem Gutachten prognostiziert.
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Kita und Schule in Esterfeld:                                                                        Kritische NABU-Stellungnahme im LSG-Entlassungsverfahren

Foto: Over, J.
Foto: Over, J.

Im Zusammenhang mit dem geplanten Bau einer Kindertagesstätte und einer Grundschule in Esterfeld hat jetzt der NABU im Verfahren zur Entlassung der betroffenen Fläche aus dem Schutzregime des Landschaftschutzgebietes „Emstal“ eine Stellungnahme abgeben.

Grundsätzlich hält der NABU die Entlassung von Flächen aus dem LSG „Emstal“ für Baumaßnahmen für kritisch. Im Hinblick auf die Kindertagesstätte und Schule seien die diskutierten Alternativstandorte aus rein naturschutzfachlicher Sicht günstiger gewesen. Dies gelte besonders auch deshalb, weil die auf dem Vorhabengrundstück kleinflächig vorhandenen Binnendünen mit dem darauf wachsenden Stieleichen-Birken-Wald als typische Landschaftselemente grundsätzlich unbedingt zu erhalten seien. Zudem sorge sich der NABU darum, dass es im Sinne einer „Salamitaktik“ zu weiteren Planungen von Baumaßnahmen im Geltungsbereich des LSG kommen könnte. 

Darüber hinaus wird an den vorgelegten Planungsunterlagen bemängelt, dass Brutvögel und Fledermäuse nicht über den vollständigen Kartierzeitraum hin erfasst wurden.  Auch fehlten Aussagen, wo und mit welchen Maßnahmen der Eingriff kompensiert werden soll. Die vorgesehenen Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen erscheinen dem NABU insbesondere im Hinblick auf die zahlreichen nachgewiesenen Fledermausarten nicht ausreichend.  


Vogel am Fenster ? – Naturschutz durch Nichtputzen

Foto: NABU-May, H.
Foto: NABU-May, H.

Kaum beginnt die Brutzeit, taucht das Problem wieder auf. Immer wieder rufen besorgte Bürger in der NABU-Regionalgeschäftsstelle an und melden Vögel, die immer wieder gegen oder an der Fensterscheibe hoch fliegen und auf sie einhacken. „Der Grund für dieses Verhalten ist, dass die Vögel im Fenster ihr Spiegelbild erblicken und dies für einen fremden Artgenossen in ihrem Brutrevier halten, der attackiert und vertrieben werden muss,“ erklärt Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU. Besonders häufig zeigen Bachstelzen, Buchfinken, Amseln und Rabenkrähen dieses Verhalten. Für die Vögel bedeutet dies zwar Stress, doch kommt es nur selten vor, dass sich die Tiere verletzen. Meist legt sich das Verhalten nach ein paar Tagen wieder von selbst. „Wer Abhilfe schaffen möchte, muss verhindern, dass die Scheibe spiegelt. Dazu können übergangsweise Fliegengitter, Pappen, Tücher oder ähnliches außen vor das Fenster gehängt oder die Rollläden geschlossen werden. Allerdings kommt es oft vor, dass der betreffende Vogel dann zum nächsten Fenster wechselt und sich da abreagiert,“ beschreibt Hübner aus eigener Erfahrung. Als vorbeugende Maßnahme ist es sinnvoll, beim Frühjahrsputz auf die Reinigung der Fenster zu verzichten, denn ungeputzte Scheiben spiegeln deutlich weniger. „Die ersten sonnigen Frühjahrstage kann man mit angenehmeren Dingen als Fensterputzen verbringen und wer Besuch bekommt, braucht sich nicht verschämt zu entschuldigen, sondern kann stolz auf seine hauseigene Naturschutzmaßnahme hinweisen,“ empfiehlt die Vogelschützerin als entspannte Vorgehensweise. 


Mangelnder Schutz der Gewässer

Pressemitteilung des NABU Emsland / Grafschaft Bentheim.
Nach der vorgestellten Regelung zu Gewässerrandstreifen im niedersächsischen Wassergesetz, macht der NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim die Dringlichkeit einer umweltfreundlichen Agrarwende des Landes erneut deutlich. Der NABU kritisiert, dass in den neuen Regelungen kein ausreichender Schutz der Gewässer in Niedersachsen vorhanden ist.....mehr lesen