NABU gegen Massentierhaltung

Klage wegen Hähnchenstall beendet

  

Das laufende Klageverfahren wegen einer geplanten Hähnchenmastanlage in der Gemarkung Gildehaus wurde nun durch einen Vergleich zwischen Landwirt, Landkreis Grafschaft Bentheim und Naturschutzbund (NABU) beendet.

Nach jahrelangen Verhandlungen ist es jetzt gelungen, das laufende Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück durch einen Vergleich zu beenden. Kernpunkte der Einigung sind, dass der Landwirt nicht nur die geplante Hähnchenmastanlage für knapp 40.000 Tiere mit einer zertifizierten Filteranlage versehen, sondern auch an den bereits vorhandenen Stallanlagen Maßnahmen zur Emissionsminderung durchführen wird. "Auf diese Weise werden die Emissionen so weit reduziert, dass - trotz höherer Tierplatzzahlen - die Stickstoffbelastung für die umliegenden Gebiete künftig erheblich geringer sein wird als bisher", erklärt Katja Hübner vom NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim. Dies ist aus Sicht des NABU besonders wichtig, da im nur 200 m entfernten niederländischen FFH-Gebiet "Dinkelland" und im nahegelegenen deutschen FFH-Gebiet "Syen-Venn" vor allem Heiden und Moore geschützt werden sollen, die besonders stickstoffempfindlich sind. Die Umsetzung der Maßnahmen wird auch durch den Landkreis Grafschaft Bentheim kontrolliert werden.


Erhoben hatte die Klage der Landwirt gegen den Landkreis Grafschaft Bentheim, weil dieser die in 2012 bereits erteilte Genehmigung für die Errichtung der Anlage zurückgenommen hatte. Ursache dafür war ein Widerspruch des NABU, der naturschutzfachliche Bedenken geltend gemacht hatte.

(November 2015)  

 

Bunte Bentheimer Schweine in Freilandhaltung (Foto: C. Marien)
Bunte Bentheimer Schweine in Freilandhaltung (Foto: C. Marien)
Das bunte Bentheimer Schwein ist eine bedrohte Haustierrasse (Foto: C. Marien)
Das bunte Bentheimer Schwein ist eine bedrohte Haustierrasse (Foto: C. Marien)