Amphibienschutz

Zweck der Amphibienzäune

Erdkröte (Foto: C. Marien)
Erdkröte (Foto: C. Marien)

Die „Arbeitsgemeinschaft Amphibienschutz“ ist in jedem Frühjahr an verschiedenen Straßen im mittleren Emsland aktiv und stellt sog. Amphibienschutzzäune auf. Diese Zäune sollen verhindern, dass Kröten, Frösche und Molche auf ihrem Weg von den Winterquartieren zu den Laichgewässern überfahren werden. Die Zäune versperren den Tieren den Weg auf die Fahrbahn. Bei dem Versuch die Zäune zu überwinden, fallen die Amphibien in Eimer, die im Boden eingegraben sind. Diese Eimer werden täglich kontrolliert und die gefangenen Tiere werden von ehrenamtlichen Helfern über die Straße getragen

Aktuelle Zäune in Emsland Mitte

Erdkröten auf dem Weg zum Laichplatz (Foto: C. Marien)
Erdkröten auf dem Weg zum Laichplatz (Foto: C. Marien)

 Die Zahlen an unseren Zäunen zeigen zumeist, dass sich die Bestände der wandernden Amphibienarten dort im Laufe einiger Jahre deutlich verbessern. Auf diese Weise kann ein Beitrag gegen das allgemeine Abnehmen der Amphibienbestände geleistet werden. Zurzeit (2015) werden im Bereich des NABU Emsland Mitte drei Amphibienschutzzäune aufgebaut und betreut. In Geeste an der L 67 im Bereich des Speicherbeckens. In Meppen an der Bokeloher Straße (Stationsweg). In Geeste an der Straße Am Tierpark. Der Zaun am Speicherbecken wird von Schülerinnen und Schülern der Geschwister Scholl Schule unter der Leitung einer Biologielehrerin seit vielen Jahren engagiert betreut. An der Bokeloher Straße in Meppen kümmern sich die Schüler der Kardinal von Galen Schule um die Rettung der Amphibien.

Krötenzaun (Foto: C. Marien)
Krötenzaun (Foto: C. Marien)

Sie werden von ihrem Biologielehrer angeleitet. Die Betreuung des Zauns in Geeste an der Straße „Am Tierpark“ wird von einigen engagierten Anliegerinnen und Anliegern geleistet. In manchen Jahren werden an den einzelnen Standorten einige hundert Tiere, in anderen Jahren aber auch schon über fünftausend Amphibien aufgefangen. Ablauf der jährlichen Amphibienschutzaktion: Ende Februar / Anfang März werden die Standorte verstärkt beobachtet. Bei Anzeichen für den Beginn der Wanderung wird der Zaun aufgebaut. Es werden Betreuerlisten erstellt, nach der die tägliche Entleerung der Eimer erfolgt. An jedem Morgen werden die Amphibien aus den Eimern gesammelt und über die Straße getragen. Der Abbau des Zauns erfolgt normalerweise Mitte bis Ende April mit Beendigung der Wanderung. 

Weitere Informationen:

Der NABU hat eine Internetseite eingerichtet, auf der man sich über alle in Deutschland bestehenden Amphibienschutzzäune informieren kann, die in der Datenbank angemeldet sind. Die Adresse lautet: www.nabu.de/kroetenwanderung. Man wird auf die Amphibienübersichtsseite geführt und kann die bundesweite Übersicht aufrufen.